An der Heinrich-von-Brentano-Schule werden derzeit nur die 9. und 10. Jahrgangsklassen unterrichtet.
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An der Heinrich-von-Brentano-Schule werden derzeit nur die 9. und 10. Jahrgangsklassen unterrichtet.

Heinrich-von-Brentano-Schule

Hochheim: "Warum kein Distanzunterricht?"

Eltern und Schüler schreiben an das Schulamt und kritisieren den für die Jahrgänge 9 und 10 anberaumten Präsenzunterricht.

Hochheim -In einem "offenen Brief" an das Schulamt fordern Eltern sowie Schüler der Heinrich-von-Brentano-Schule für alle Klassen den Präsenzunterricht einzustellen. Bekanntlich sollen die Jahrgangsstufen 9 und 10 unter speziellen Bedingungen in der Schule unterrichtet werden. So ist das Tragen von Gesichtsmasken Pflicht, der Unterricht soll in größeren Abständen abgehalten werden. Viele Eltern und Schüler halten dies nicht für ausreichend.

So heißt es in dem Schreiben an das Schulamt unter anderem: "Bis Ende Januar sollen so wenig Kontakte wie möglich stattfinden. Wir halten das für richtig. Und wir fragen uns: Warum soll das für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 nicht gelten? Warum sollen sie und ihre Lehrkräfte sich einem hohen Infektionsrisiko aussetzen, obwohl die Prüfungen, anders als bei Abiturklassen, erst im Mai stattfinden? Distanzunterricht ist möglich. Diese Form des Unterrichts hat auch vor den Weihnachtsferien stattgefunden und - obwohl sehr kurzfristig angesetzt - auch gut funktioniert. Stattdessen sollen die Abschlussklassen nun geschlossen in die Schule kommen. Uns wurde mitgeteilt, dass die Klassen jeweils auf zwei angrenzende Räume aufgeteilt und getrennt unterrichtet werden sollen. Für diesen Parallel-Unterricht ist eine (!) Fachlehrkraft vorgesehen, die zwischen den Klassen springen soll. In der Zeit, in der sie unterrichtet, sollen die Schülerinnen und Schüler im Nebenraum selbstständig und auch unbeaufsichtigt arbeiten. Wir fragen uns: Wieso können die Schülerinnen und Schüler, die bei diesem Modell selbstständig arbeiten müssen, das nicht gleich von zu Hause tun? Warum müssen sie sich dafür mit Personen aus vielleicht fünfzehn Haushalten in einem Raum aufhalten? Welchen Sinn hat es bitte, eine halbe Klasse den halben Schultag ohne Lehrkraft in ein Klassenzimmer zu setzen?"

Zudem müsse gefragt werden, wie sicherstellen zu sei, dass "der unbeaufsichtigte Teil der Klasse" sich an die Abstands- und Hygiene-Regeln hält. "Nach unserer Kenntnis ist das Durchsetzen dieser Regeln schon schwer genug, wenn Lehrkräfte anwesend sind." Es komme in der Schule immer wieder dazu, dass Schüler ihre Masken nicht tragen würden. "Lehrkräfte haben dagegen kaum eine Handhabe. Wer sich weigert, darf nicht einmal ohne Weiteres vom Unterricht ausgeschlossen werden", monieren Eltern und Schüler in dem Schreiben an das Schulamt.

Beim zuständigen Schulamt war gestern kein Ansprechpartner zu erreichen. Dafür beantwortete ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden unsere Anfrage, die wir in der morgigen Ausgabe veröffentlichen. meh

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