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Hochheim: Skandal-Ausstellung im Fokus

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Die diesjährige Documenta ist zwar zu Ende. Doch die Ereignisse bei der skandalbelasteten Ausstellung hallen noch nach. FOTO: dpa
Die diesjährige Documenta ist zwar zu Ende. Doch die Ereignisse bei der skandalbelasteten Ausstellung hallen noch nach. © dpa

Neues Format in der Kunstsammlung startet mit Diskussion über die documenta fifteen.

Hochheim -Man kann es drehen und wenden wie man will: Die diesjährige Documenta war mehr als skandalös. Vorher hatte angeblich niemand bemerkt, dass manche Künstler anscheinend antisemitische Gedanken mit Hilfe ihrer Kunstwerke in die Öffentlichkeit transportierten. Dazu kam eine zerrissene Experten- und Politiker-Runde, die sich gegenseitig Vorwürfe machten. Schließlich lautete zum Schluss die Frage: Wie sehr darf sich Politik in Kunst einmischen? In einer schnelllebigen Zeit ist und war eine Auseinandersetzung mit dieser Frage wegweisend. Dass manche Politikerinnen und Politiker das Thema in den Fokus stellten und auf ihre Fahnen schrieben, war oft wohl einer Ideologie des Besserwissens im Nachhinein geschuldet. Vorher bemerkt hatten diese Protagonisten meistens nichts - obwohl dies weder organisatorisch noch gefühlsmäßig - heute sagt man dazu lieber emotional, weil das klüger klingt - nicht schwierig gewesen wäre.

Sicher ist nur, dass der Vorwurf von sich ausweitenden Antisemitismus-Skandalen bei der Documenta dazu führte, dass weniger die Kunst, sondern vielmehr die Politik, und somit deren Vertreterinnen und Vertreter, die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Nach dem Ende der internationalen Ausstellung, die am 25. September endete, bleiben viele Fragen offen. Wenig zur Sprache kam das neue Konzept der Präsentation und künstlerische Qualitäten war ebenfalls fast kein Thema. Dies kann aber nachgeholt werden - jedenfalls in der Wein- und Sektstadt. Das Team der Kunstsammlung in der Burgeff-Villa (Mainzer Straße 35) lädt für Sonntag, 9. Oktober, 17.30 Uhr, zum Gespräch und zur Diskussion zum Thema documenta fifteen ein.

Nach einer thematischen Einführung durch die Kunstexpertinnen Blanka Slavik und Anita Buss kann dann über verschiedene offene Fragen zur Ausstellung diskutiert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch - ein Besuch der diesjährigen Documenta ist jedoch keine Voraussetzung dafür. Eigene Fotos und Notizen können zu der Veranstaltung gerne mitgebracht werden, wie die Ausrichter erklären. Zur vorherigen Information liegen die verschiedenen Publikationen der documenta fifteen im Büro der Kunstsammlung aus.

Die Teilnahme, inklusive einem Glas Begrüßungssekt, kostet pro Person 7 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 0 61 46 / 90 03 33 oder aber per E-Mail an tourismus@hochheim.de möglich. meh

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