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Hochheim: Sporthallenkapazitäten sollen ausgeweitet werden

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In der Wein- und Sektstadt sollen die Kapazitäten, wie hier an der Hochheimer Sporthalle, ausgebaut werden, empfiehlt ein Institut nach einer Befragung der einheimischen Vereine. archivFOTO: nietner
In der Wein- und Sektstadt sollen die Kapazitäten, wie hier an der Hochheimer Sporthalle, ausgebaut werden, empfiehlt ein Institut nach einer Befragung der einheimischen Vereine. archiv © Hans Nietner

Institut befragt Vereine und präsentiert Entwicklungsplan für die Hallen und das Hallenbad.

Hochheim -Die Stadt hat Nachholbedarf bei seinen Sportanlagen. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) in seinem Entwicklungsplan für Hochheim. Die Experten haben die drei Sportplätze, fünf Sporthallen sowie das Hallenbad unter die Lupe genommen und 16 Hochheimer Vereine befragt. Die Verwaltung liefert geschätzte Kosten für Lösungsansätze.

4622 Hochheimer waren im Jahr 2021 als Mitglied in einem Sportverein gemeldet - rund ein Viertel aller Einwohner. Bereits seit 2020 verzeichnen die Vereine jedoch einen Rückgang der Mitgliederzahlen. Die befragten Sportgemeinschaften schätzen die Bereitschaft ihrer Mitglieder zu ehrenamtlicher Arbeit gering ein. Einen Mehrbedarf an Kapazitäten sehen die Vereine vor allem bei den Sporthallen, wo 48 Stunden pro Woche an Belegzeiten fehlen. Im Schwimmbad bestehe ein Bedarf von 50 weiteren Wochenstunden. Während die Sporthallen stark ausgelastet sind, herrsche auf den Sportplätzen eine normale Auslastung, urteilt das ISE. Die Kombination von Kunstrasen- und Rasenplätzen ermögliche einen ganzjährigen Spielbetrieb.

Das ISE rät dazu, die Sporthallenkapazitäten auszuweiten und dabei die vom Main-Taunus-Kreis geplante Schulsporthalle an der Astrid-Lindgren-Schule als Entlastung zu berücksichtigen. Da die städtischen und vereinseigenen Hallen den Bedarf des Schul- und Vereinssports nicht abdecken, wird die Planung einer multifunktional nutzbaren Sporthalle empfohlen. Die Hochheimer Verwaltung gibt an, dass der Erhalt der Sporthallen mit 50000 Euro pro Sporthalle im Jahr zu Buche schlägt. Der Anbau eines Mehrzweckraums an die Georg-Hofmann-Halle würde die Stadt 3 Millionen Euro kosten. Auch der Schwimmbetrieb erfordert Investitionen: 1,5 Millionen Euro fallen an, um den undichten Beckenkopf im Hallenbad zu sanieren. Um den Zusatzbedarf von 50 Wochenstunden in der Schwimmhalle abzudecken, müsste die Anlage für rund 2,5 Millionen Euro um ein Bewegungsbecken erweitert werden.

Der Entwicklungsplan hält fest, dass viele Hochheimer die Sportanlagen und öffentliche Freiflächen für Individualsport nutzen. Als beliebteste Flächen listet die Übersicht das Weihergelände, das Wegenetz in der Nähe des Mains sowie das Gebiet um den Käsbach auf. Diese Bewegungsräume sind, nach Ansicht der Experten, wichtige Bestandteile des sportlichen Lebens in Hochheim und sollten durch Trainingsgeräte für den Gesundheitssport attraktiver gestaltet werden. Zudem empfehlen die Verfasser des Entwicklungsplans die kontinuierliche Sanierung der Richard-Basting-Sportanlage. Die Verwaltung schlägt vor, 2023 den Betrag von 50 000 Euro für die Reinigung von öffentlichen Räumen einzuplanen. Die Mittel für den Bau von Fitnessanlagen auf dem Weihergelände, am Käsbach und an der Massenheimer Sport- und Kulturhalle gibt die Stadt mit 50 000 Euro pro Standort an. Was die Richard-Basting-Sportanlage angeht, soll der teilweise defekte Zaun in diesem Herbst repariert werden. 25000 Euro je Bauabschnitt sind veranschlagt. sas

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