Sie engagierten sich beim Anlegen der Wildblumenwiese: Svea und Malte Wittig waren nach dem Arbeitsende zufrieden mit dem Ergebnis.
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Sie engagierten sich beim Anlegen der Wildblumenwiese: Svea und Malte Wittig waren nach dem Arbeitsende zufrieden mit dem Ergebnis.

Vereine

Hochheim: Sportler schaffenneuen Lebensraum für Insekten

Kanuten legen auf dem Vereinsgelände eine Wildblumenwiese an.

Hochheim -Die sogenannten Wildblumenwiesen bieten ein Zuhause und Nahrung für Bienen, Schmetterlinge sowie Käferarten und sind nur noch selten zu finden. Wildblumenwiesen bieten zudem zahlreichen Vogelarten gute Nahrungsquellen und Schutz für Tiere wie Kaninchen oder Igel. Dies alles wissen auch die Sportler vom Hochheimer Kanuverein.

Da deren Mitglieder oft in der Natur unterwegs sind und die Thematik derzeit anscheinend überall präsent ist, kam einem Mitglied des Kanuvereins die Idee, eine solche Wiese auf dem Vereinsgelände anzulegen. Platz genug dafür hat der Verein in Teilbereichen auf dem Grundstück am Mainufer in der Südstadt dafür. Mit Unterstützung der Gärtnerei Mohr, die das Saatgut, sowie das notwendige Know-How zur Verfügung stellte, wurde das Projekt in die Tat umgesetzt. Jugendliche des Vereins bereiteten den Boden vor, verteilten die Samenmischung und bewässerten den Bereich. "Nun heißt es regelmäßig gießen und einige Wochen warten, bis die Pracht bewundert werden kann und ein neuer Lebensraum geschaffen wurde", teilte der Zweite Vorsitzende Philipp Stein mit. Wer möchte, kann die Wildblumenwiese beim geplanten Bootshausfest am 4. und 5. September, bei dem das 100-jährige Vereinsbestehen gefeiert werden soll, besichtigen.

Das Projekt zeige, so erläuterte der zweite Vorsitzende weiter, "dass man leicht vor der eigenen Haustüre seinen Beitrag zum Naturschutz leisten kann". Eine Wildblumenwiese sei einfach anzulegen, brauche wenig Pflege und sei eine Pracht für das Auge und für Entdecker der Natur.

Die Pflanzaktion des Kanuvereins solle zugleich eine Motivationshilfe für andere Vereine sowie für alle Interessenten sein, solche Projekte auf Vereinsgeländen, in städtischen Bereichen - so zum Beispiel im Bereich "Am Weiher" - zu bewerkstelligen. Aber auch im eigenen Garten könnten die Vereinsmitglieder eine solche Aktion für den Naturschutz und Artenvielfalt starten. red

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