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Hochheim: Von einem Angebotist nichts bekannt

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Der Tedi-Markt befindet sich direkt an der Einfahrt des Berliner Platzes. Die Stadt wollte angeblich das Areal erwerben. Die Eigentümer wissen davon aber nichts. FOTO: mehrfeld
Der Tedi-Markt befindet sich direkt an der Einfahrt des Berliner Platzes. Die Stadt wollte angeblich das Areal erwerben. Die Eigentümer wissen davon aber nichts. © Mehrfeld, Niklaus

Markt-Eigentümer am Berliner Platz widersprechen einer Erklärung des Ersten Stadtrats.

Hochheim -Bekanntlich haben die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, das Areal des ehemaligen Kiosks an de Hans-Böckler-Straße 2 zu erwerben. Das circa 128 Quadratmeter umfassende Dreieck liegt am nördlichen Rand des Berliner Platzes. Der Vorschlag zum Kauf kam vom Magistrat, der den Antrag mit "weiteren Gestaltungsspielräumen" begründete. Hintergrund ist die schon seit vielen Jahren erneut in den Blick geratene Neugestaltung des Berliner Platzes, die seit über 20 Jahren ein Dauerthema in der Wein- und Sektstadt ist.

Erster Stadtrat Hans Mohr (CDU) hatte dem Kreisblatt auf Nachfrage erläutert, dass die Neugestaltung des gesamten Platzes noch lange nicht in trockenen Tüchern ist. Ein Bebauungsplan für den gesamten Innenstadtbereich zwischen Frankfurter Hof und Wörthstraße werde zwar entwickelt, so Hans Mohr damals. In der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 27. Januar solle über den Aufstellungsbeschluss abgestimmt werden. Der Berliner Platz sei jedoch von dieser Planung ausgenommen, hatte der Erste Stadtrat deutlich gemacht.

Als es dann um die Frage ging, warum die bauliche Neuordnung dieser Fläche am Rand der Altstadt so schwierig sei, hatte Hans Mohr zwei Antworten parat. Zum einen seien sich die Stadtverordneten bislang beim Thema Berliner Platz nicht einig gewesen, wies der CDU-Mann auf die abweichenden Positionen der Fraktionen hin. Außerdem habe in den vergangenen Jahren vor allem der Grundstückserwerb der Stadt Probleme bereitet. So hätten die Eigentümer der Fläche, auf der sich der Tedi-Markt an der Frankfurter Straße befindet, ein Kaufangebot der Stadt nicht angenommen. Derzeit gebe es keine Aussicht auf eine Einigung, erklärte der Erste Stadtrat weiter. Andernfalls müsse von einem langjährigen Rechtsstreit ausgegangen werden, wenn es um die Planungen gehe.

Eine Anfrage des Kreisblatts bei den Eigentümern des Tedi-Markt-Grundstücks ergab nun, dass von der Stadt bisher kein Kaufangebot vorgelegt worden sei. Deshalb sei die Aussage des Ersten Stadtrats Hans Mohr, die Eigentümer hätten ein Kaufangebot abgelehnt, falsch: "Von einem Angebot ist nichts bekannt."

Im übrigen betonen die Grundstückseigentümer, dass sie durchaus daran interessiert sind, mit der Stadt in Gesprächen zu bleiben, wenn es sich bei den Themen um Verbesserungsvorschläge für die Innenstadt sowie um die Neugestaltung des Berliner Platzes handele. meh

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