Jannik Weber in Aktion.
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Jannik Weber in Aktion.

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Hochheim: Wie Spitzensportlerdie Krise wegstecken

Ein Zweitliga-Spieler erzählt über die Schwierigkeiten, mit den unterschiedlichen und wechselhaften Einschränkungen fertig zu werden.

Hochheim/Kriftel -Die Corona-Krise hat sich unter anderem auf Mannschafts- und Spitzensportler ausgewirkt. Der Hochheimer Jannik Weber, der beim Volleyball-Zweitligisten TuS Kriftel spielt, erklärt, wie es ihm dabei ergeht. Seit über einem Jahr sind die Corona-Regelungen und die Öffnungsstrategien die Themen, die diskutiert werden. Nicht nur die Fußballbundesliga, auch die Volleyball-Spieltage der Zweiten Bundesliga Süd fanden trotz der häufigen Wechsel von Öffnungen und Lockerungen über die komplette Saison hinweg statt. "Es hat uns am Anfang lange beschäftigt, weil wir alle keine Profis sind und aufgrund der Gesetzgebung da hineinmanövriert wurden. Anfangs waren wir auch skeptisch. Ich verstehe es, wenn andere sich darüber ärgern und das ungerecht finden", erklärt der Krifteler Zuspieler Tobias Thiel. Die Zweitligisten der TuS Kriftel bestritten alle 28 Spiele in der Saison 2020/2021. Das Ziel, die 2. Liga zu halten, wurde erreicht und so beendete die Mannschaft die Saison auf Platz 11 von insgesamt 15 Teams in der Tabelle. "Trotz der Platzierung am Ende war ich im Großen und Ganzen nicht zufrieden mit dieser Saison. Einerseits konnte ich persönlich nicht das abliefern, was ich mir vorgenommen hatte, andererseits war ich auch wieder lange verletzt. Grundsätzlich wäre für die ganze Mannschaft einfach deutlich mehr drin gewesen.", so der Annahme-Außenspieler aus Hochheim, Jannik Weber. Die letzte Saison verlief - wie vieles andere auch - ungewöhnlich. Bereits in der Saisonvorbereitung musste das Team unter Corona-Bedingungen und unter Beachtung des Hygienekonzeptes trainieren. So wurde die Mannschaft zum Trainieren in drei Vierergruppen unterteilt. Die Gruppenaufteilung verlief unkompliziert, da das Krifteler Team aus einigen Geschwisterpaaren besteht und die Haushalts-Regelungen daher eingehalten werden konnten.

Obwohl die Motivation der Mannschaft sehr groß war, fehlte die Stimmung durch Fans in der Halle. "Man spielt im Grunde ja auch, um sich zu präsentieren, das gibt einem natürlich einen extra Kick", sagt Zuspieler Tobias Thiel. Am Bundesligaspieltag gehörte ein weiterer Corona-Test der Mannschaft zum Pflichtprogramm. Es gab in Kriftel nur zwei Spieler, die Pandemie-bedingt für die Saison ausgefallen sind.

Trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie wurde der Zusammenhalt positiv beeinflusst. Jeder Spieler war ab einem gewissen Punkt froh, mit seinen Kollegen in der Halle sein zu dürfen. "In der kommenden Saison freue ich mich in erster Linie darauf, wieder mit Zuschauern spielen zu können und generell eine bessere Leistung aufs Feld zu bringen als letztes Jahr", ergänzte Jannik Weber die Worte seines Teamkameraden. akb

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