In den Hochheimer und Massenheimer Gemarkungen fühlen sich seit einigen Jahren viele Störche wieder heimisch. FOTO: Privat
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In den Hochheimer und Massenheimer Gemarkungen fühlen sich seit einigen Jahren viele Störche wieder heimisch.

Naturschutz

Hochheim: Zwei tote Störcheauf dem Stoppelacker

Ein Naturschützer berichtet über die von ihm vermutete Ursache, die zum Tod der Großvögel geführt hat.

Massenheim -"Ich habe eine schlechte Nachricht für den Storchenvater Bernd Zürn", erfuhr vor einigen Tagen der Naturschützer aus Weilbach telefonisch. Ein ihm unbekannter Anrufer machte Bernd Zürn auf zwei tote Störche aufmerksam. Sie würden auf einem Stoppelacker westlich vom Wiesbadener Kreuz liegen.

Ausgerüstet mit einem Fernglas sowie einer Landkarte radelte Bernd Zürn unverzüglich los. Dank der Beschreibung des Fundortes durch den Informanten musste Zürn nicht lange suchen: In der Gemarkung Massenheim, zwischen der historischen Elisabethenstraße, der A 66 und der A 3, dem Wiesbadener Kreuz sowie dem Reiterhof Oberfeldhof, lagen die beiden verendeten Tiere auf einem abgeernteten Getreideacker.

Drei tote Störche hatte Bernd Zürn in diesem Jahr schon vorher in dem von ihm betreuten Gebiet gefunden. "Insgesamt fünf Totfunde. Das ist ungewöhnlich viel", meinte der 83-Jährige. "Und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Außerdem rechne ich mit einer Dunkelziffer in mindestens gleicher Höhe", erklärte Zürn weiter.

Nach einer kurzen Untersuchung der beiden Kadaver stand für den Naturschützer die Todesursache fest: Die beiden stolzen Vögel waren durch eine landwirtschaftliche Maschine zu Tode gekommen. Wahrscheinlich beim Mähen oder Wenden von Heu oder Klee oder bei der Bearbeitung abgeernteter Getreidefelder. Bei beiden Tieren waren die recht stabilen Beinknochen unterhalb des Rumpfes in circa 35 Zentimetern Höhe durchtrennt. Die Bruchstellen waren ziemlich glatt. Störche, die an Stromleitungen oder durch den Straßenverkehr ums Leben kommen, haben andere Verletzungen.

Wer schon mal beobachtet habe, wie auf den Feldern Scharen von Störchen beängstigend nah um die den Boden bearbeitenden Traktoren herumwuselten, könne sich solche Unfälle gut vorstellen. Den Landwirten könne kein Vorwurf gemacht werden. Schuld hätten die leichtsinnigen Adebare bei dieser gefährlichen Art von Nahrungssuche, so Zürn. red

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