Im Tod vereint: Zwei Störche, die unterhalb eines Strommastes entdeckt wurden.
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Im Tod vereint: Zwei Störche, die unterhalb eines Strommastes entdeckt wurden.

Umwelt

Hochheim: Zwei tote Störcheunter einem Mast

Störche brüten oft in Horsten auf Strommasten und begeben sich damit in tödliche Gefahr.

Hochheim -Bernd Zürn vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde von Bekannten auf tote Störche aufmerksam gemacht. Unter einem Strommast im Nordosten von Hochheim lagen die sterblichen Überreste auf einem Acker. Gleichzeitig herrschte rund 35 Meter höher auf dem Mast reges Treiben. In zwei Storchennestern, den sogenannten Horsten, betrieb je ein Storchenpaar dort ihr Brutgeschäft und sorgte für neues Leben zwischen den Hochspannungsleitungen, berichtete Zürn. Trotz sorgfältiger Untersuchung konnte Bernd Zürn die Todesursache der beiden "Unglücksraben" nicht feststellen. Typische Verletzungen, wie sie bei einem Aufprall gegen die Starkstromleitungen entstehen, waren ebenso wenig zu erkennen wie Brandspuren als Folge von Stromschlägen.

Die diesjährige Storchenbilanz sei insgesamt aber noch ermutigend. Im Bereich des westlichen Main-Taunus-Kreises und des Ostrandes von Wiesbaden gebe es derzeit 38 Storchenbrutplätze. Davon befänden sich 19 auf Holzmasten, 18 auf Hochspannungsmasten und ein einziger auf einem Baumstumpf. Gebrütet werde derzeit in 21 dieser Horste. red

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