Katastrophenschutzmeile am 17. September

Katastrophenschutz präsentiert sich auf Weiher-Areal

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Noch vor dem Hochheimer Markt wird das Weihergelände zum Schauplatz einer Großveranstaltung. Der Main-Taunus-Kreis möchte das Areal am 17. September in eine Katastrophenschutzmeile verwandeln.

Bis sich die Katastrophenschützer des Kreises auf dem Weihergelände präsentieren, werden noch einige Monate ins Land gehen. Aufgrund der Aktualität der Ereignisse wolle man jedoch bereits jetzt auf die Veranstaltung hinweisen, sagt der Pressesprecher des Landratsamtes, Johannes Latsch. Mit Aktualität meint er die starken Gewitter der vergangenen Wochen, die Einsätze der Rettungskräfte erforderten. Ende Mai mussten die Helfer zu insgesamt etwa 400 Einsätzen in Hofheim, Kriftel und Hattersheim ausrücken. „Die vergangenen Tage haben deutlich gemacht, dass man nie vor Unwetter gefeit ist“, sagte Landrat Michael Cyriax (CDU). Extreme Wetterlagen sind eine Situation, die dazu führen könnte, dass der Katastrophenfall ausgerufen wird. Ursachen wären Seuchen oder fehlende Unterkünfte für Menschenmassen. Letzterer Fall trat im Vorjahr ein, als Landrat Michael Cyriax aufgrund des großen Zustroms von Flüchtlingen die Katastrophenalarm auslöste.  

Doch selbst wenn keine solche Situation eintritt, sind die Mitarbeiter des Katastrophenschutzes gefragt. Die Ehrenamtlichen, die sich vor allem aus Mitgliedern der Feuerwehren und weiterer Hilfsorganisationen zusammensetzen, helfen bei großen Unglücken, die überörtliche Unterstützung erfordern. Auf Wunsch der Helfer sei nun die Idee einer Katastrophenschutzmeile entstanden, erklärt Thomas Spengler vom Amt für Brandschutz und Rettungswesen. Die Ehrenamtlichen seien an das Amt herangetreten, weil sie ihre Arbeit präsentieren möchten. Spengler hat die ungewöhnliche Präsentation zusammen mit Amtsleiter Andreas Koppe und Kreisbrandmeister Peer Neugebauer geplant. Bei den regelmäßigen Übungen bleibe keine Zeit, Familienmitgliedern oder Freunden Einblicke in die verantwortungsvolle Tätigkeit zu bieten, erklärt Neugebauer das Konzept. „Die Übungen werden in Echtzeit durchgeführt“, erläutert der Feuerwehrmann.

Auf dem Marktgelände können sich die Aktiven des Katastrophenschutzes dagegen Zeit für alle Interessierten nehmen. Fahrzeuge und Großgeräte sollen ausgestellt werden, die Technische Einsatzleitung wird aufgebaut, und durch die Scheiben eines Tauchcontainers können Besucher den Rettungstauchern bei der Arbeit zusehen. Gleichzeitig soll Moderator Herrmann Zengeler die unterschiedlichen Spezialeinheiten auf einer Bühne vorstellen. Dabei gibt es keine Gruppen oder Geräte von außerhalb zu sehen. „Wir wollen die Leistungsfähigkeit im Main-Taunus-Kreis demonstrieren“, erklärte Andreas Koppe. Neben den Vorführungen sollen Besucher die Chance erhalten, mitzumachen. Sie können sich an einer Kletterwand versuchen oder mit Handschuhen in einem Wasserbecken die Arbeit der Rettungstaucher nachempfinden. Das „Kinderhelferland“ bietet derweil Beschäftigung für die Jüngsten.

Der Main-Taunus-Kreis lässt sich die „Katastrophenschutzmeile“ rund 40 000 Euro kosten. Das Weihergelände wurde wegen seiner Größe ausgewählt. Die Leistungsschau ist am Samstag, 17. September, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

(sas)

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