ULM ist in Massenheim erneut unangefochten

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Noch einmal zulegen im Vergleich zu 2011 konnte die Unabhängige Liste Massenheim bei der Kommunalwahl.

Neben der Stadtverordnetenversammlung wählten die Massenheimer die Vertreter ihres Ortsbeirats: Im nordöstlichen Stadtteil hat weiterhin die Unabhängige Liste Massenheim (ULM) die Nase vorn. Die Wählergemeinschaft holte 49,5 Prozent und verbesserte sich damit leicht gegenüber der Wahl im Jahr 2011. Die ULM erhält vier Sitze im Ortsbeirat. Der bisherige Ortsvorsteher Roland Bansch trat bei der aktuellen Wahl nicht mehr an. Der Massenheimer, der auch für die FWG in der Stadtverordnetenversammlung saß, gibt seine ehrenamtliche politische Arbeit auf.

Auch die CDU konnte sich in Massenheim leicht verbessern und holte mit 25,3 Prozent das zweitbeste Ergebnis für den Ortsbeirat. Trotzdem erhalten die Christdemokraten nur so viele Sitze wie die SPD, die sich mit 18,1 Prozent der Stimmen um knapp drei Prozentpunkte verschlechterte. Beide Parteien entsenden jeweils zwei Vertreter in den Ortsbeirat Massenheim. Die GAL/Die Linke holte 7,1 Prozent der Stimmen – eine Verschlechterung um zwei Prozentpunkte. Dafür ziehen GAL/Die Linken , die in Hochheim von Heinz Michael Merkel geführt werden, mit einem Sitz in das Stadtteilgremium ein. Die GAL hatte übrigens auch bei der Wahl 2011 einen Sitz im Massenheimer Ortsbeirat inne.

Die große Stärke der ULM, die mit 49,5 Prozent knapp die absolute Mehrheit verfehlte, belegt die Eigenheiten Massenheims. Die etablierten Hochheimer Parteien spielen im nördlichen Stadtteil eine untergeordnete Rolle, weil sich die Massenheimer von den Kommunalpolitikern in der Kernstadt oft nicht ausreichend ernst genommen fühlten. Mit der Unabhängigen Liste Massenheim stärken die Wähler eine Gemeinschaft, die aus dem Engagement für Massenheimer Themen und Sorgen hervorging. Für die ULM ziehen Wilfried Ewald, Markus Reinheimer, Ingo Riede und Elke Kosel in den Ortsbeirat ein. Ingo Riede soll künftig den Posten des Ortsvorstehers übernehmen, obwohl er nicht auf dem ersten Listenplatz in das Gremium gewählt wurde. Die ULM hat erklärt, dass sie mit der Nominierung des 44 Jahre alten Massenheimer Wehrführers Riede eine Verjüngung durchführen möchte.

Für die CDU wurden Ilka Eiffler und Adolf Ungemach in den Ortsbeirat gewählt. Bei der SPD gingen die meisten Stimmen an Romeo Dirk Degenhardt sowie Ingeborg Schmollinger-Bornemann. Für die GAL/Die Linke sitzt künftig Michael Mehr in dem Stadtteilgremium.

Die FWG hatte ihre Liste für den Ortsbeirat Massenheim im Januar kurzfristig zurückgezogen. Ursache dafür waren Meinungsverschiedenheiten mit dem FWG-Kandidaten Michael Schröder – einem von zwei Bewerbern für den Ortsbeirat. Schröder ist Zweiter Vorsitzender des Turn– und Sportvereins (TuS) Massenheim, der die Stadtverwaltung wegen der Flüchtlingsunterbringung in der Sport- und Kulturhalle kritisierte. Der Verein erwog juristische Schritte, um die Rechtmäßigkeit der Hallenbelegung prüfen zu lassen. Da Schröder die Position des TuS vertrat und die FWG diese Sichtweise nicht teilte, trennte sich die Wählergemeinschaft von ihrem Kandidaten. Schröder trat aus der Fraktion aus, die FWG zog ihre Ortsbeiratsliste zurück.

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