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Sie sind jung und lieben guten Wein: Janine und Vincent Preis vom ?Mainwerk3?.

Mainwerk

Nach der Party kommt jetzt das Weinfest

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Ein Projekt jagt bei den Hochheimer Jungwinzern derzeit das andere.. Jetzt steht am Wochenende das Weinfest an.

So gelassen und entspannt wie auf unserem Foto konnten sich Janine und Vincent Preis in den vergangenen Tagen nur selten einen Wein einschenken. Die Geschwister haben alle Hände voll zu tun. Denn bei den Hochheimer Jungwinzern jagt derzeit ein Projekt das andere. Während im heimischen Weingut die Vorbereitungen für das 69. Hochheimer Weinfest anstehen, hat der Nachwuchs zusammen mit gleichgesinnten Jungwinzern aus der Region bereits ein erfolgreiches Fest gestemmt. Sechs Hochheimer Weinanbauer haben sich mit Kollegen aus Flörsheim-Wicker und Mainz-Kostheim zum Verein „Mainwerk3“ zusammengeschlossen. Die elf jungen Winzer luden am vergangenen Donnerstag zur After-Work-Party in den Hummelpark ein und lockten damit rund 500 Gäste. „Wir waren völlig überrascht vom Zuspruch bei unserer ersten Veranstaltung“, erzählt Janine Preis. Zwei weitere Treffen sind bereits für den 2. August und den 6. September geplant.

Die junge Generation will die Konkurrenz zugunsten von gemeinsamen Erfolgen hinten an stellen. „Zusammen erreichen wir mehr“, erklärt Janine Preis. Jedes Weingut für sich wäre nicht in der Lage gewesen, die große Weinverkostung im Hummelpark auf die Beine zu stellen, argumentiert die ehemalige Weinkönigin. In früheren Generationen seien die Grenzen verhärteter gewesen. Jetzt helfe man sich nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch, wenn ein Mitglied Probleme mit einem platten Reifen habe. Zum neuen Verein gehören neben Janine und Vincent Preis die Hochheimer Winzer Simon Schreiber, Clemens Weilbächer, Anja Schäfer und Clemens Rosenkranz. Aus Wicker kommen Juliana Venino, Peter Flick und Katharina Flick. Die Kostheimer Mathias Scherbaum und David Bott runden den Zusammenschluss ab.

Der Übergang von der After-Work-Party zum Weinfest sei fast fließend gewesen, stellt Vincent Preis fest. Kaum hatten die Jungwinzer den Hummelpark aufgeräumt, gingen auch schon die Vorbereitungen im heimischen Hof los. Bis zum Freitag müssten noch die Sitzgarnituren umgestellt und Weine gekühlt werden, berichtet Janine Preis. Dann werde sie bei der Bewirtung der Gäste helfen. „Mainwerk3“ tritt beim Weinfest nicht als geschlossene Gruppe auf. „Wir wollen uns erst mal auf unsere eigene Veranstaltungsreihe konzentrieren, sagt die 25 Jahre alte Ex-Weinmajestät. Neben dem Treffen im Hummelpark seien Projekte in Wicker und Kostheim geplant.

Jedes Mitglied hat einen eigenen Wein zum Angebot von „Mainwerk3“ beigesteuert – so auch die Geschwister Preis: „Trockener Riesling – da lasse ich nix drüber kommen“, betont der 16-jährige Vincent Preis. Der jüngste der elf Mainwerk-Winzer hat einen trockenen Riesling aus der Lage Hochheimer Hölle auf der Karte platziert. Janine Preis setzt auf einen feinherben Riesling vom Hochheimer Stein. „Da hat jeder von uns seine eigenen Vorlieben“, sagt die 25-Jährige. An den kommenden Weinfesttagen hoffen die Geschwister auch die Vorlieben des Publikum zu treffen. Danach können sich Janine und Vincent Preis fast schon wieder den Vorbereitungen für die nächste After-Work-Party im August zuwenden. Die Zeit investieren die jungen Winzer aber gerne. Ihr Ziel ist es, den Oberen Rheingau stärker ins Bewusstsein der Weinliebhaber zu rücken. „Wir sind auch Rheingau“, betont Janine Preis.

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