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Kapitän Norman Schülein stellte sich trotz Knorpelschaden in den Dienst der Mannschaft und schlug sich wacker.

Tennis

Wieder keine Punkte

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Weil es am letzten Spieltag gegen den ambitionierten ST Lohfelden gehen wird, hätten die Tennis-Herren 40 vom STV Hochheim beim TSC Mainz ihren ersten und wohl auch einzigen Regionalliga-Sieg holen müssen.

Nach dem 3:6 gegen den dezimierten Tabellenzweiten der Südwest-Staffel, Gruppe Nord müssen sich Norman Schülein und Co. seelisch und moralisch auf einen Saisonabschluss ohne Punkte einstellen. „Das ist kein Beinbruch, weil wir ja eigentlich schon vor der Saison für die Hessenliga geplant hatten und hoffentlich in der kommenden Saison eine Liga tiefer personell besser dastehen“, meinte der Mannschaftsführer.

Aus Personalnot stellte sich Schülein beim Schlusslicht – trotz seines Knorpelschadens im Knie – ins Spitzeneinzel gegen Juraj Gubi. „Ich glaube mein Gegner war überrascht von meiner bewegungsarmen Spielweise“, meinte der Hochheimer, nachdem er dem Mainzer Top-Mann „aus dem Stand“ bis zum 4:4 im ersten Satz Paroli geboten hatte. Dann kam Gubi aber besser ins Match, gewann Satz eins mit 6:4 und Schülein musste aufgeben. „Wir hatten aber auch noch in anderen Einzel-Matches die Möglichkeit zu punkten“, stellte Schülein klar. Christian Machwirth hatte an Position zwei gegen Norbert Kraffer Spielball zum 5:4 in Durchgang eins. „Dann hat sein Gegner aber richtig aufgetrumpft“, berichtete der STV-Kapitän vom 4:6, 0:6 aus Hochheimer Sicht.

Dass Jens Lübbert für die Hausherren mit 6:2, 6:3 gegen Daniel Kärcher gewann, kam für Schülein an Position drei überraschend. „Da hatten wir uns mehr ausgerechnet. Lübbert hatte einfach einen Sahnetag.“ Ebenfalls den Kürzeren zog Ralph Fischer beim 4:6, 6:7 gegen seinen wesentlich jüngeren Gegner. Als Nummer vier hatte der 51-jährige Hochheimer die besten Chancen auf den zweiten Einzel-Punkt, musste sich seinem spritzigeren Gegner aber genauso geschlagen geben, wie Marc Schechter (1:6, 2:6 an Position fünf gegen Jörn Hildner). Einzig Sven Härtel machte mit dem Mainzer Ersatzmann Martin Vest in positivem Sinne kurzen Prozess. Das 6:0, 6:0 kam insofern nicht überraschend, dass Vest vor 20 Jahren sein letztes Medenspiel bestritten hatte. „Schade, dass wir kein besseres Ergebnis aus den Einzeln mitnehmen konnten. In den Doppeln war sehr viel drin. Das war gut“, meinte Schülein. Nach zwei gewonnenen Doppeln von Kärcher/Fischer und Schechter/Härtel können die punktlosen Hochheimer kommenden Samstag mit einem guten Gefühl nach Lohfelden fahren. Auch wenn der Dritte noch Chancen auf den Aufstieg hat und wohl in Bestbesetzung antreten wird, glaubt Schülein an einen „schönen und versöhnlichen Saisonabschluss.“

Ergebnisse Einzel: Juraj Gubi – Norman Schülein 6:4, 1:0, Aufgabe Schülein; Norbert Kraffer – Christian Machwirth 6:4, 6:0; Jens Lübbert – Daniel Kärcher 6:2, 6:3; Yves Hüsemann – Ralph Fischer 6:4, 7:6; Jörn Hildner – Marc Schechter 6:1, 6:2; Martin Vest – Sven Härtel 0:6, 0:6. Doppel: Gubi/Kraffer – Schülein/Machwirth 6:0, 6:0; Lübbert/Hüsemann – Kärcher/Fischer 6:7, 2:6; Hildner/Vest – Schechter/Härtel 5:7, 4:6. Außerdem spielten: TC SW Landau – TC Bruchköbel 2:7, SC SaFo Ffm – Eintracht Frankfurt 9:0. Tabelle: 1. SC SaFo Ffm 8:2 Punkte/33:12 Matches, 2. TSC Mainz 8:2/29:16, 3. ST Lohfelden 8:2/27:18, 4. Eintracht Frankfurt 6:6/24:30, 5. TC Bruchköbel 4:6/23:22, 6. TC SW Landau 2:8/18:27, 7. STV Hochheim 0:10/8:37.

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