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Polizisten sichern den Fundort der jungen Frau in Hofheim.

Es geschah auf einem Reiterhof

Junge Tierarzthelferin durch Kopfschuss getötet: Hintergründe zum mutmaßlichen Täter

Nach dem Mord an einer jungen Tierarzthelferin im Taunus bestreitet der Ex-Freund weiter die Tat. Nun kommen mehr Details über den Mann ans Licht.

  • In Langenhain (Hofheim) wurde eine 22-jährige Frau tot aufgefunden
  • sie wurde durch einen Kopfschuss getötet
  • schnell gerät ihr Ex-Freund in Verdacht
  • er bestreitet die Tat und wendet sich aus der U-Haft an die Öffentlichkeit

Update vom Mittwoch, 28.08.2019, 13.59 Uhr: Der mutmaßliche Mörder der jungen Tierarzthelferin sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Nun kommen weitere Details über den Mann an die Öffentlichkeit. Laut Informationen von bild.de ist der mutmaßliche Täter noch verheiratet. Dies konnte die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegenüber der Frankfurter Neuen Presse nicht bestätigen. Fest steht, dass der Mann drei Kinder hat, zwei sollen bei ihm leben. 

Noch ist unklar, ob die Langwaffe, die auf dem Grundstück des Verdächtigen gefunden wurde, etwas mit der Tat zu tun hat. Diesbezüglich liegen laut Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen noch keine neuen Erkenntnisse vor. 

Lesen Sie hier: Jetzt spricht der Anwalt des Verdächtigen

Noch immer bestreitet der 55-Jährige, seine Ex-Freundin auf dem Reiterhof im Hofheimer Stadtteil Langenhain getötet zu haben. 

Frau durch Kopfschuss getötet: Ex-Freund wendet sich an Öffentlichkeit

Update vom Montag, 26.08.2019, 17.04 Uhr: Der 55-jährige Lkw-Fahrer, der einen Tag nach dem gewaltsamen Tod einer 22-Jährigen auf dem Reiterhof am Ortsausgang von Langenhain festgenommen wurde, streitet nach wie vor ab, seine ehemalige Freundin ermordet zu haben. 

Er habe sie immer noch gerne, deshalb bringe er sie doch nicht um, hatte er seinem Rechtsanwalt Dr. Andreas Hohnel schon kurz nach der Festnahme erklärt.

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Am Tag nach der grausamen Tat war die Polizei bei dem Mann in Wiesbaden aufgetaucht, da die Kripo mit ihm reden wolle, hieß es. Der Aufforderung würde er auch nachkommen, aber nicht ohne einen Rechtsanwalt, mit dem der 55-Jährige am Abend bei der Polizei in Limburg auftauchte. 

Den Aussagen des Wiesbadeners, der auf dem Revier beteuerte, die angehende Tierpflegerin nicht getötet zu haben, standen Aussagen von Zeugen gegenüber, die den ehemaligen Freund der Toten mit den Worten zitiert hatten, „ich bringe sie um“ und „wenn ich sie nicht haben kann, dann soll sie niemand anderes haben“.

Frau in Hofheim getötet: Zeugen sehen Mann vom Tatort fliehen

Zudem hatten Zeugen am Dienstagabend beobachtet, wie jemand vom Tatort weggelaufen sei. Und das sollte ein etwas älterer Mann gewesen sein. Der 55-Jährige wurde noch am Mittwochabend festgenommen. Am Donnerstagnachmittag wurde gegen ihn Haftbefehl wegen Mordes erlassen. 

Da der jungen Frau in den Hinterkopf geschossen worden war, erkannte der Haftrichter auf das Mordmerkmal der Heimtücke. „Niedrige Beweggründe“ sollen durch die Zeugenaussage begründet sein, dass niemand anderes die junge Frau haben sollte.

Junge Frau in Hofheim getötet: Details zu Beziehung werden bekannt

Seither sitzt der Tatverdächtige in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt-Preungesheim in Untersuchungshaft. Drei Jahre lang waren die junge Frau und der 55-Jährige ein Paar gewesen, ein offenbar ziemlich ungleiches, denn neben der hübschen Pferdenärrin soll der ältere Partner durch sein manchmal etwas ungepflegtes Äußere optisch aufgefallen sein. 

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Auch finanziell war dieser wohl nicht auf Rosen gebettet. Von seiner Ehefrau lebte der Lkw-Fahrer bereits seit einigen Jahren getrennt, die ältere Tochter steht schon beruflich auf eigenen Beinen, nur die beiden 16 und 11 Jahre alten jüngeren Geschwister lebten noch beim Vater.

Verdächtiger hatte immer wieder Freundinnen

Der hatte nach der Trennung von seiner Frau immer wieder Freundinnen gehabt, zuletzt die junge Reiterin, die in Wallau arbeitete. Vor ein paar Wochen hatte sich das Paar getrennt. Das sei nicht schön gewesen und auch recht schmerzhaft, aber er habe das akzeptiert, hatte der Tatverdächtige seinem Rechtsanwalt versichert. Diesen hat der Tatverdächtige auch schriftlich von seiner Schweigepflicht entbunden und ausdrücklich darum gebeten, mit der Presse zusammenzuarbeiten, damit nicht das Bild von einem Mörder in der Öffentlichkeit entstehen würde, was er nach seinem eigenen Bekunden nicht sei.

Diesen Schritt in die Öffentlichkeit gehe sein Mandant mit Blick auf seine beiden Kinder, sagt der Frankfurter Rechtsanwalt. Dieser hatte jetzt auch mitbekommen, dass auf dem Grundstück seines Mandanten eine Langwaffe gefunden wurde. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, müssen die weiteren Untersuchungen ergeben.

Polizei stellt keine Schmauch- und DNA-Spuren fest

Bei dem 55-Jährigen sollen jedoch keine Schmauch- und DNA-Spuren festgestellt worden sein. Der Rechtsanwalt hofft, dass er in Kürze Einsicht in die Akten erhält. Dann will er umgehend mit seinem Mandanten in der JVA sprechen. 

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Mit bewegenden Worten nehmen indessen Familie, Freunde und Bekannte in einem Kondolenzbuch und in Anzeigen Abschied von der 22-Jährigen. „Warum nur muss ein Mensch in diesem Alter gehen. Es gab doch noch so viele Wünsche und Träume“, heißt es da unter anderem. Die Trauerfeier ist am kommenden Freitag, 30. August, 10.30 Uhr in Oberjosbach.

Getötete und Verdächtiger waren ein Paar - Anwalt überrascht mit einer Aussage

Update, 23. August, 12.32 Uhr: Laut Anwalt des Verdächtigen waren der 55-Jährige und die getötete Frau bis vor rund drei Wochen ein Paar. Dass sein Mandant die 22-Jährige erschossen hat, glaubt er nicht. "Mein Mandant sagt, dass er unschuldig ist", sagt der Rechtsbeistand auf Nachfrage von fnp.de*. Er werde Akteneinsicht beantragen und seinen Mandanten nächste Woche in der Untersuchungshaft besuchen.

"Bisher gibt es nur Zeugenaussagen aus dem Umfeld, die ihn belasten", erklärt er seine Vermutung. Am Tatort habe man bisher keine Spuren finden können, die den 55-Jährigen belasten. Der Ex-Freund sei auf der Arbeit gewesen, als ihm Freunde mitteilten, dass die Polizei nach ihm suche, berichtet der Anwalt. Sein Mandant sei von der Anschuldigung völlig überrascht worden. 

Tote in Hofheim: Mit Kopfschuss niedergeschossen

"Den Verdacht wollte er aus der Welt schaffen und ist deshalb mit mir zur Polizei gefahren", erklärt der Anwalt weiter. Daraufhin sei er festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, seine Ex-Freundin wegen der Trennung und aus Eifersucht getötet zu haben. 

Update, 23. August, 10.20 Uhr: Die 22 Jahre alte Frau ist durch einen Kopfschuss getötet worden. Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt steht ein 55-jähriger Mann aus Wiesbaden immer noch unter Tatverdacht. Laut Medienberichten soll der mutmaßliche Täter der Ex-Freund der Getöteten sein. Dazu machte die Staatsanwaltschaft Frankfurt jedoch bisher keine Angaben

Update, 22. August, 11.50 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Hofheim hat sich am Mittwochabend ein Tatverdächtiger aus Wiesbaden gestellt. Er soll laut Polizei aus dem "Beziehungsumfeld" der 22 Jahre alten Frau stammen. 

Der Mann hatte sein Erscheinen bei der Polizei über seinen Anwalt angekündigt. Der 55-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Im Laufe des Donnerstags soll er einem Haftrichter vorgeführt werden. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

Frau in Hofheim getötet: Tatverdächtiger stellt sich

Die 22-Jährige war am Dienstagabend leblos in der Nähe eines Pferdehofes im Hofheimer Ortsteil Langenhain entdeckt worden. Der Rettungsdienst hatte noch versucht, sie zu reanimieren. Ohne Erfolg. Zum Motiv und dem genauen Beziehungsstatus von Tatverdächtigem und Opfer wollte sich die Staatsanwaltschaft zunächst nicht weiter äußern.

Update, 21. August, 14:50 Uhr: Bei der Tötung einer jungen Frau sind die Hintergründe der Tat und des flüchtigen Mannes unbekannt, wie die Polizei mitteilt. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten die ganze Nacht an. Die Polizei bittet Zeugen, die am gestrigen Abend im Bereich des Pferdehofes bei Hofheim-Langenhain etwas gesehen haben, sich unter der Telefonnummer  (06192) 2079-140 zu melden.

Frau in Hofheim getötet: 22-Jährige war frisch zugezogen

Update, 21. August, 13 Uhr: Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass die getötete Frau 22 Jahre alt gewesen ist. Nach Informationen der „Bild“ sei sie erst vor wenigen Wochen nach Hofheim gezogen, nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hatte. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem Täter. 

Erstmeldung, 21. August 2019, 12.55 Uhr: Hofheim - Wie unterschiedliche Medien berichten, ist am Dienstagabend eine junge Frau in Hofheim-Langenhain getötet worden. Ihr lebloser Körper wurde im Main-Taunus-Kreis gefunden. Man gehe von einem Gewaltverbrechen aus, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westhessen mitteilte. Die genauen Umstände sind noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat eine Stellungnahme hierzu angekündigt. 

Tote in Hofheim: Notarzt konnte nichts mehr tun

Wie der Radiosender ffh.de berichtet, hatte die Polizei noch am Abend nach einem Tatverdächtigen per Polizeihubschrauber gefahndet - bisher ohne Erfolg. Offenbar hatte ein Notarzt noch versucht, ihr Leben zu retten, doch die Reanimationsversuche blieben erfolglos. 

ror/marv/Ulrike Kleinekoenen

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