Auf den Friedhöfen haben Hunde nichts zu suchen - Das kümmert einige Herrchen und Frauchen aber nicht. (Symbolbild)
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Auf den Friedhöfen haben Hunde nichts zu suchen - Das kümmert einige Herrchen und Frauchen aber nicht. (Symbolbild)

Dauerärgernis

Pietätlos: Hundehaufen auf Gräbern in Hofheim

Es bleibt ein Dauerärgernis. Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner fast überall ihr Geschäft erledigen. Jetzt gibt es das Problem auch noch auf Hofheims Friedhöfen. Wildernde Hunde haben zudem in Langenhain für Aufregung gesorgt.

Hofheim – Ärger mit Hunden gab es in den vergangenen Wochen in Hofheim (Main-Taunus-Kreis) gleich mehrfach. Aber eigentlich sind es nicht die Hunde, die in diesen Fällen Menschen verärgert und empört haben, das Problem liegt eher bei deren Haltern. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Kernstadt schilderte Ortsbeiratsmitglied Helmut Henrich (BfH), der als Bestatter häufig auf dem Waldfriedhof zu tun hat, dass zunehmend Hunde mit auf den Friedhof genommen würden. 

Hofheim Hessen: Hunde verrichten ihr Geschäft auf Friedhof

Dies ist laut Friedhofsordnung untersagt. Was gar nicht geht, nicht nur in Henrichs Augen: Dass die Hunde auf Gräbern dann auch noch ihr "Geschäft" machen. So sei erst kürzlich bei einer Urnenbeisetzung direkt neben der Grabstätte die Hinterlassenschaft eines offenbar sehr großen Hundes überaus unangenehm bemerkt worden, schilderte Henrich. 

Er wünsche sich, dass die Friedhofsgärtner Menschen, die ihre Tiere mit auf den Friedhof nehmen, deutlich auf die hier geltenden Regeln hinwiesen, so der BfH-Vertreter. Dazu hätten sie im Rathaus die volle Rückendeckung, versicherte Bürgermeister Christian Vogt (CDU).

Hofheim: "Wir haben ständig Hundehaufen auf dem Grab"

Auch in Wallau gibt es einen Fall, der in der Facebook-Gruppe des Ortes publik gemacht wurde. Auf dem Wallauer Friedhof hat demnach ein Hund bereits zwei Mal eine Grabstätte "heimgesucht", wie die Tochter des Verstorbenen beklagt. Nicht Hundekot, sondern das Scharren in der Erde und die Zerstörung eines Gestecks war hier das Problem. Die betroffene Angehörige schreibt: "Ich kann ja verstehen, wenn man den Hund nicht vor dem Friedhof festbinden möchte. Aber wenn es schon sein muss, dass man den Hund mitnimmt, kann eine Leine hier Abhilfe schaffen."

Eine andere Wallauerin berichtet im Chat: "Wir haben ständig Hundehaufen auf dem Grab" und nennt das "eine Riesen-Schweinerei". Ein weiterer Wallauer kommentiert, er sehe "überhaupt keinen Grund, warum da Hunde mitgenommen werden sollen oder müssen."

Hofheim: Probleme mit Hunden auch in Langenhain

Im freien Feld in Langenhain hat es zudem einen Zwischenfall gegeben, der die Gemüter erregt hat. Zwei freilaufende Hunde hatten dort ein Reh gerissen, Mutter von zwei Kitzen und zudem wieder trächtig. Der von Zeugen herbeigerufene Jagdpächter hat sogar auf die Hinweise der Zeugen hin noch die Halterin zur Rede stellen können. Diese, laut der Facebook-Kommentare auch noch eine im Ort prominente Frau, soll allerdings wenig Verständnis gezeigt haben. Vielmehr habe sie gesagt, so etwas hätten ihre Hunde schon häufiger gemacht, sie sehe aber nicht ein, dass sie die Tier deswegen anleinen solle. Sie bräuchten Auslauf und seien versichert. Das hat vor allem in Langenhain zu einem Sturm der Entrüstung geführt.

Hofheim Hessen: Hundebesitzerin einsichtig

Die Frau hat laut Jagdpächter Kay-Uwe Looft ihre Reaktion auf seine Vorhaltungen mittlerweile in einem Brief an ihn bedauert und versichert, dass sie die Verantwortung übernehme. Sie wird nun für den Schaden, der dem Jagdpächter entstanden ist, aufkommen müssen.

Kay-Uwe Looft hat zudem Anzeige bei der Polizei und auch bei der Stadt Hofheim als Ordnungsbehörde erstattet. Mit einer Geldstrafe sei zu rechnen, meint der Jagdpächter, immerhin handele es sich um eine Straftat. Und für eine solche komme keine Versicherung auf. Außerdem werde wohl ein Leinen- und Maulkorbzwang verfügt werden. 

babs

Egal ob auf Gehwegen, in Parks oder am Mainufer - überall muss man in Frankfurt aufpassen, um nicht geradewegs in einen Haufen zu treten. Gegen den Kot können die Behörden aber nur wenig machen.

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