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Das Parkdeck an der Hattersheimer Straße wird voraussichtlich erst nach dem Omnibusbahnhof umgebaut. Foto: Hans Nietner

Politik wird sich nicht einig

Hofheim: Keine Gesamtplanung für Busbahnhof und Parkdeck

Es wird keine gemeinsame Konzeption von Zentralem Busbahnhof und Parkdeck geben - die Politik wird sich nicht einig. 

Hofheim - Der Stadtverordnete Bernhard Köppler (SPD) hatte sich im Ortsbeirat Kernstadt stark eingebracht, als es dort um einen Antrag der Sozialdemokraten ging, das Planungsgebiet für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zu erweitern. Der Ortsbeirat folgte der Intention, dass das Parkdeck an der Hattersheimer Straße in die Gesamtplanung für das so wichtige Gebiet am Bahnhof der Kreisstadt einzubeziehen sei. Nur Parkdeck und ZOB gemeinsam zu beplanen, ergebe Sinn, hatte Architekt Köppler argumentiert, der gern Hofheims nächster Stadtbaurat werden möchte. Schon am 8. Mai will die SPD die Wiederbesetzung der vakanten Stelle eines hauptamtlichen Stadtrats in der Stadtverordnetenversammlung beantragen und ihren Vorsitzenden Köppler dafür vorschlagen.

Zentrale Busbahnhof (ZOB) in Hofheim: Haltestellen werden 2022 barrierefrei

Sein Eintreten für eine Gesamtbetrachtung des Bereichs rund um den Bahnhof, um zu einer auch städtebaulich guten Lösung für alle dort zu berücksichtigenden Anforderungen zu gelangen, wurde allerdings vom bestehenden Magistrat abgebügelt. Der teilte dem Ortsbeirat jetzt mit, dass bereits "ein gesonderter Planungsauftrag" zur "Einbeziehung des Areals rund um das Parkdeck in der Hattersheimer Straße erteilt wurde." Mit diesen Planungen sei aber erst begonnen worden, während der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen bereits bis zum Jahr 2022 durchgeführt werden müsse, so der Magistrat. Für das Projekt rund um "eine mögliche Umgestaltung" des Parkdecks und seines Umfelds werde "mehr Zeit veranschlagt werden müssen".

Magistrat der Stadt Hofheim: Plant Gespräche mit der Deutschen Bahn (DB)

Es seien nicht nur verschiedene Planungs-Varianten zu erarbeiten und abzustimmen, es müssten auch Grundstücksverhandlungen und Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt werden. Die hat schließlich hier auch Vorstellungen und Interessen. Fazit des Magistrats: So lange, wie das alles mutmaßlich dauere, könne man mit der Weiterplanung für den ZOB nicht warten. Wachsweich klingt die abschließende Zusage: "Soweit mögliche Wechselwirkungen zwischen den beiden Projekten absehbar sind, werden diese im jeweiligen Projekt berücksichtigt."

Im Grunde hätte der Magistrat auch schlicht mitteilen können: Beides gemeinsam zu beplanen, geht nicht. Dabei war die Idee Köpplers ja nicht nur, ein vernünftiger angelegtes, möglicherweise noch mehr Pendlern Stellplätze bietendes Parkdeck neu zu bauen und auch für sichere Fahrradstellplätze zu sorgen, sondern zugleich zu überlegen, ob nicht einige Bushaltestellen mehr als bisher an die Hattersheimer Straße zu bringen wären. Ist der ZOB aber schon zementiert, wird das obsolet.

Der Ortsbeirat nahm die Mitteilung des Magistrats kommentarlos hin. Weder Bernhard Köppler noch der künftige Bürgermeister Christian Vogt (CDU) waren anwesend. babs

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