Bei einem schweren Unfall nach einem Illegalen Autorennen auf der A66 brannten zwei Fahrzeuge aus.
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Bei einem schweren Unfall auf der A66 starb eine Frau - Jetzt kommen Zweifel am bisher angenommenen Unfallhergang auf.

Wo steckt der dritte Raser?

Tödlicher Unfall auf der A66: Gesuchter Fahrer will sich stellen – hat aber eine Bedingung

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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  • Sebastian Richter
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Noch immer sucht die Polizei nach dem tödlichen Unfall auf der A66 bei Hofheim den dritten Raser. Der will sich stellen, hat aber eine Bedingung.

  • Auf der A66 bei Hofheim kam es am Samstagmittag (10.10.2020) zu einem tödlichen Unfall.
  • Erst hieß es, es solle ein illegales Autorennen gegeben haben.
  • Nach einem dritten Raser wird immer noch gefahndet

Update vom Mittwoch, 28.10.2020, 6.10 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall auf der A66 bei Hofheim am Taunus wird weiter nach dem dritten Fahrer des illegalen Autorennens gefahndet. Wie der hr schreibt, will sich der Mann stellen – aber nur unter einer Bedingung. Nachdem der Vorwurf des Mordes gegen den gesuchten Lamborghini-Fahrer und zwei andere fallen gelassen wurde, will er nicht in Haft.

Doch die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellt sich laut Aussage seines Verteidigers quer. Sie weigert sich offenbar, den Haftbefehl gegen den 34-Jährigen aufzuheben. Der gesuchte Lamborghini-Fahrer hat laut hessenschau.de über seinen Verteidiger mehrmals Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen. Doch in seinem Fall besteht weiterhin dringender Tatverdacht, der 34-Jährige ist immer noch auf der Flucht, und damit besteht für die Staatsanwaltschaft Frankfurt auch ein Haftgrund.

Tödlicher Unfall auf der A66: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Update vom Mittwoch, 21.10.2020, 16.15 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall auf der A66 bei Hofheim am Taunus ermittelt die Polizei gegen einen weiteren Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung. Dabei handele es sich um einen nicht an dem mutmaßlichen Autorennen beteiligten Fahrer, erklärte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Dieser soll kurz vor dem Unfall auf der A66 von der Mittelspur nach links ausgeschert sein. Ein herannahender Sportwagenfahrer soll bei hoher Geschwindigkeit ausgewichen sein und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Sein Auto prallte gegen einen weiteren unbeteiligten Wagen, dessen Fahrerin starb. Es sei davon auszugehen, dass das Verhalten des an dem Rennen nicht beteiligten Fahrers ursächlich für den Unfall war, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Angaben zu seiner Identität würden nicht veröffentlicht.

A66: Plötzliche Wende im Raser-Fall auf der A66: Video sorgt für Überraschung

+++ 13.05 Uhr: Nach dem illegalen Autorennen auf der A66 bei Hofheim hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage jetzt weitere Informationen veröffentlicht. Demnach seien die zwei in Untersuchungshaft genommenen Männer wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Auswertungen von Videoaufnahmen hätten ergeben, dass ein weiterer Fahrer am Unfall beteiligt war, bei dem eine unbeteiligte 71-Jährige ums Leben kam. Der Staatsanwaltschaft Frankfurt zu Folge sei dieser weitere Fahrer auf der A66 rübergezogen. Der Lamborghini habe noch versucht auszuweichen, das habe aber nicht mehr funktioniert. Dies habe ein Gutachten eines Sachverständigen ergeben, dessen Ergebnisse sich mit einem Zeugenvideo decken.

Illegales Autorennen auf der A66: Kein Tatverdacht wegen Mordes mehr

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wisse, um wen es sich bei dem Fahrer handelt, wolle zum derzeitigen Stand aber keine weiteren Informationen zur Person des Fahrers nennen. Der Vorwurf des illegalen Autorennens gegen die drei Raser bestehe weiterhin. Auch werde noch immer nach dem Flüchtigen dritten Fahrer, dem 34-jährigen Ramsy Azakir, gesucht. Lediglich der Tötungsvorsatz wurde wegen des neuen mutmaßlichen Unfallbeteiligten fallengelassen.

Dahingehend bestehe kein dringender Tatverdacht mehr wegen Mordes, weshalb die zwei Männer mit festem Wohnsitz nicht länger in Untersuchungshaft verweilen müssten, so eine Sprecherin. Ob ihnen möglicherweise nachgewiesen werden kann, dass ihr halsbrecherisches Fahren den am Unfall beteiligten Fahrer so beeinflusst hat, dass es zu dem Unfall mit der 71-jährigen Skoda-Fahrerin kam, bleibt Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Frau war in ihrem Wagen verbrannt.

Mutmaßliche Raser aus U-Haft entlassen: Gab es doch kein Autorennen auf der A66?

+++ 18.54 Uhr: Gab es doch kein illegales Autorennen auf der A66? Diese Frage steht nach dem jüngsten Bericht des Hessischen Rundfunks (HR) im Raum. Nachdem die Redaktion unter Berufung auf den Anwalt eines Verdächtigen meldete, die beiden Festgenommenen seien freigelassen worden, soll nun die Staatsanwaltschaft die Angaben bestätigt haben. Mehr noch: Die Aussagen, mit denen der HR die Ermittlungsbehörde zitiert, ziehen die bisherige Darstellung des Geschehens vom 10. Oktober in Zweifel. Ein Sachverständiger soll demnach den Hergang des tödlichen Unfalls – auch mit Hilfe des Videos eines Zeugen – analysiert und bisherige Annahmen korrigiert haben. Es bestehe demnach nicht mehr der anfängliche Verdacht auf Mord durch ein illegales Rennen, wegen dem die Männer festgenommen worden waren. Nähere Informationen zum Sachverhalt lagen zunächst nicht vor. Die Staatsanwaltschaft war telefonisch auch weiterhin nicht zu erreichen.

Tödliches Rennen auf der A66: Untersuchungshaft der Raser wohl beendet

Update vom Samstag, 17.10.2020, 18.30 Uhr: Unerwartete Wende im Fall des tödlichen Raser-Unfalls auf der A66 bei Hofheim: Die beiden festgenommenen Verdächtigen sollen vorläufig wieder auf freiem Fuß sein. Das berichtet der Hessische Rundfunk (HR) und beruft sich dabei auf einen der Anwälte der Männer. Diese sollen am 10. Oktober an einem illegalen Autorennen auf der Autobahn zwischen Frankfurt und Wiesbaden teilgenommen haben, das mit dem Tod einer unbeteiligten 71 Jahre alten Autofahrerin endete.

Die Sportwagen-Fahrer seien am gestrigen Freitagabend (16.10.2020) aus der Untersuchungshaft entlassen worden, hieß es in dem Bericht. Der Anwalt gehe davon aus, „dass die Behauptung eines illegalen Autorennens nicht mehr haltbar“ gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt war zunächst nicht für ein Statement zu erreichen. Fluchtgefahr soll dem HR zufolge nicht bestehen.

Bei einem der Verdächtigen handelt es sich um einen 29 Jahre alten Mann aus dem Rhein-Main-Gebiet. Er soll am Steuer des Lamborghini gesessen haben, der den Skoda der 71-Jährigen rammte. Der zweite nun Freigelassene ist laut Polizei ein 26 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen, der einen Porsche gefahren sein soll. Nach einem dritten der mutmaßlichen A66-Raser wird öffentlich gesucht. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte den Männern Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen und deshalb Haftbefehl erlassen.

Tödliches Rennen auf der A66: Familie von flüchtigem Raser wird massiv belästigt

Update vom Freitag, 16.10.2020, 11.55 Uhr: Nach dem illegalen Autorennen auf der A66, das am 10. Oktober in einem tödlichen Unfall endete, läuft die Suche nach dem dritten Raser weiter auf Hochtouren. Am Mittwochabend (14.10.) war der Fall Thema bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Trotz zahlreicher Hinweise konnte der flüchtige Fahrer eines am Rennen beteiligten Lamborghini, Ramsy A., bisher nicht gefunden werden.

Illegales Autorennen auf der A66 - Waren noch mehr Sportwagen beteiligt?

Einige Hinweise deuten aber darauf hin, dass an dem tödlichen Autorennen bei Hofheim noch weitere Sportwagen beteiligt gewesen sein könnten. Es gebe entsprechende Bilder und Zeugenaussagen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag (16.10.).

Nun meldet sich außerdem der Cousin des flüchtigen Rasers zu Wort. Gegenüber der „Hessenschau“ erklärte der Mann aus Wiesbaden, dass das illegale Autorennen und die Suche nach Ramsy A. inzwischen auch Auswirkung auf die Verwandtschaft der Raser hat. Eigenen Angaben zufolge werde er massiv belästigt und mit Anrufen traktiert und selbst seine Kinder seien attackiert worden. Ein Anwalt prüfe nun rechtliche Schritte gegen die Belästigungen. Der Cousin habe schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Ramsy A. gehabt.

Tödliches Rennen auf der A66: Neue Hinweise bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF

Update vom Donnerstag, 15.10.2020, 10.18 Uhr: Das tödliche Autorennen auf der A66 bei Hofheim war am Mittwochabend (14.10.2020) Thema bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Dort wurde noch einmal nach Hinweisen zu dem flüchtigen dritten Fahrer des illegalen Autorennens gebeten.

Auch online richtete die Polizei bereits ein Hinweisportal ein, auf der Zeugen Fotos, Videoaufnahmen oder Screenshots von Online-Seiten oder aus sozialen Netzwerken hochladen können, die im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen könnten. Nach Ausstrahlung der Sendung seien mehrere Dutzend Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Wiesbaden. Es sei aber noch zu keiner Festnahme gekommen. 

In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ war der Fall zum tödlichen Unfall auf der A66 bei Hofheim Thema. (Symbolbild)

Tödliches Rennen auf der A66: Jetzt sind Spezial-Ermittler an der Sache dran

+++ 16.45 Uhr: Die Polizei hat nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A66 bei Hofheim eine spezielle Ermittlungsgruppe gegründet. Die Arbeitsgruppe (AG) „Toro“ soll weiteren polizeilichen Ermittlungen zu dem schweren Unfall und dem vorausgegangenen illegalen Autorennen übernehmen und koordinieren. So soll das Ermittlungsverfahren noch wirksamer und zielgerichteter werden.

Die AG Toro besteht aus extra spezialisierten Polizeibeamten aus den Bereichen Verkehr, Ermittlungen und soziale Medien der Kriminal- und Schutzpolizei in Wiesbaden, der Direktion Verkehrssicherheit und der Polizeidirektion Main-Taunus.

Tödliches Rennen auf der A66: Jetzt wird öffentlich nach dem dritten Raser gesucht

Tödlicher Unfall auf der A66: Die Polizei schaltet einen speziellen Hinweisserver

Die Polizei erreichten bereits zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung - darunter auch Foto- und Videoaufnahmen. Nun wurde eigens ein Hinweisserver zur einfachen Übermittlung von Hinweisen - insbesondere von Bild- und Videodateien - eingerichtet. Zeugen können relevante Medien wie Fotoaufnahmen, Videos oder Screenshots ab sofort hier auf diesen speziell eingerichteten Server hochladen. Natürlich ist auch das bisherige Hinweistelefon unter der Telefonnummer 06192 / 2079 - 500 weiterhin erreichbar.

Tödliches Rennen auf der A66: Wo steckt der dritte Raser? Jetzt schaltet sich das BKA ein

Update vom Mittwoch, 14.10.2020, 12.25 Uhr: Nach dem tödlichen Autorennen auf der A66 bei Hofheim am Taunus suchen die Ermittler weiterhin nach dem noch flüchtigen dritten Fahrer. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten bereits Fotos des gesuchten 34-Jährigen veröffentlicht, auch das Bundeskriminalamt unterstützte die Fahndung.

Gegen die insgesamt drei Fahrer des mutmaßlichen illegalen Rennens, bei dem eine unbeteiligte Frau ums Leben kam, wird wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen sowie mit gemeingefährlichen Mitteln ermittelt.

Tödliches Autorennen auf A66: Polizei fahndet öffentlich nach drittem Fahrer

+++14.16 Uhr: Noch immer sucht die Polizei nach dem flüchtigen dritten Fahrer, der bei dem tödlichen Autorennen auf der A66 bei Hofheim beteiligt war. „Wir haben zahlreiche Hinweise bekommen, die nun geprüft werden“, sagte ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden am Dienstag. Eine Festnahme habe es bislang aber nicht gegeben.

Gegen die insgesamt drei Fahrer des mutmaßlichen illegalen Rennens, bei dem eine unbeteiligte Frau ums Leben kam, wird wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen sowie mit gemeingefährlichen Mitteln ermittelt.

Tödliches Rennen auf der A66: Polizei fahndet öffentlich nach drittem Fahrer

Update vom Dienstag, 13.10.2020, 10.35 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall auf der A66, der durch ein illegales Autorennen verursacht wurde, sucht die Polizei weiterhin nach dem dritten Raser. Dazu wendete sie sich gestern mit einem Foto an die Öffentlichkeit. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes gegen die drei Sportwagenfahrer erlassen.

Der 29 Jahre alte Fahrer, der mit seinem Lamborghini in die Mittelleitplanke und anschließend in den Skoda einer unbeteiligten Frau gekracht war, war zunächst mit leichten Verletzungen in eine Klinik gekommen und anschließend festgenommen worden. Nach aktuellem Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft hatte er beim Überholen mit Tempo 200 die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Ein 26 Jahre alter Porsche-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen hatte sich am Samstag (10.10.) noch der Polizei gestellt. Beide sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Öffentliche Suche nach drittem Raser: Polizei veröffentlicht Foto

Nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos des dritten Rasers, dem 34-jährigen Ramsy Azakir, sind bei der Kriminalpolizei Hofheim schnell zahlreiche Hinweise eingegangen. Die Tipps werden seit Montagabend (12.10.) geprüft. Bislang kam es noch nicht zu einer Festnahme des Gesuchten. Durch die zahlreichen Reaktionen aus der Bevölkerung geht die Polizei aber davon aus, den Tatverdächtigen zeitnah zu finden. Zum aktuellen Ermittlungsstand kann der Sprecher aus taktischen Gründen noch keine Angaben machen.

Auch zu dem unbeteiligten Unfallopfer sind aktuell noch keine näheren Informationen bekannt. Nach ersten Informationen sollte es sich um eine 71-jährige Frau handeln. Das kann die Polizei aber noch nicht bestätigen. Die DNA-Analyse läuft noch. Die Polizei Westhessen rechnet allerdings noch heute mit einer ersten Rückmeldung der Kriminalpolizei.

Nach tödlichem Rennen - Die Polizei sucht öffentlich nach dem dritten Raser

+++ 18.17 Uhr: Die Polizei fahndet nun auch öffentlich nach dem flüchtigen Fahrer des nach dem tödlichen Unfall auf der A66 sichergestellten Lamborghinis. Bei dem gesuchten Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um den 34-jährigen Ramsy Azakir.

Die öffentliche Fahndung nach dem dritten Raser von der A66 sei gerichtlich angeordnet heißt es in der gemeinsamen Pressemeldung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag (12.10.2020). Der gesuchte Mann soll den in Hofheim sichergestellten und in Dubai gemeldeten Lamborghini bei dem tödlichen Rennen am 10. Oktober gefahren haben. Nach aktuellen Informationen hat Ramsy Azakir derzeit keinen festen Wohnsitz. Die Polizei beschreibt den immer noch flüchtigen Tatverdächtigen wie folgt:

Tödliches Rennen auf der A66 - Öffentliche Fahndung nach drittem Raser
  • 190cm groß
  • kräftig
  • schwarze längere Haare (evtl. zum Zopf gebunden)
  • schwarzer Bart
  • braune Augen

Zeugen und Hinweisgeber, die Angaben zum Aufenthalt des gesuchten Lamborghini-Fahrers machen können, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei in Hofheim, unter der Rufnummer 06192 / 2079-500 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Mit diesem Fahndungsfoto sucht die Polizei nach dem mutmaßlichen Fahrer des Lamborghinis.

Innenminister Peter Beuth (CDU) fordert härtere Strafen für illegale Rennen

+++ 15.23 Uhr: Innenminister Peter Beuth (CDU) hat sich indes für härtere Strafen gegen Raser ausgesprochen, auch um potenzielle Nachahmer solcher illegaler Rennen abzuschrecken. Gegenüber der FAZ sagte er: „Wer so egoistisch und rücksichtslos das Leben seiner Mitmenschen gefährdet, hat nichts hinter dem Lenkrad eines Sportwagens zu suchen, sondern gehört hinter Schloss und Riegel.“

Vor drei Jahren waren in Deutschland zum ersten Mal Raser wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Der Fall der sogenannten Ku‘damm-Raser von Berlin ging bis vor den Bundesgerichtshof (BGH), das Urteil gegen einen von ihnen wegen Mordes ist mittlerweile rechtskräftig. Der andere Mann steht derzeit in Berlin vor Gericht, gegen ihn hatte der BGH das Urteil aufgehoben.

Illegale Raserei bei Frankfurt: Haftbefehl wegen Mordes auf A66

+++ 12.53 Uhr: Nach dem tödlichen Rennen auf der A66 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Haftbefehl wegen Mordes gegen die drei Fahrer beantragt. Zuerst hatte die Hessenschau darüber berichtet. Demnach lautet der genaue Grund für die Haftbefehle: „Mord aus niederen Beweggründen mit gemeingefährlichen Mitteln“. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen erklärte, hätten die Fahrer den tödlichen Unfall zumindest billigenden in Kauf genommen.

An dem mutmaßlichen illegalen Rennen waren am Sonntag (11.10.2020) zwei Lamborghini und ein Porsche beteiligt. Im Laufe des Rennens auf der A66 war es zu einem Unfall gekommen. Der Fahrer eines Lamborghini wurde schwer verletzt, eine unbeteiligte Frau starb in ihrem Fahrzeug. Sie konnte noch nicht identifiziert werden, da ihr Fahrzeug direkt nach dem Unfall in Flammen aufgegangen war.

Zwei der beteiligten Fahrer befinden sich bereits in Untersuchungshaft, nach einem dritten wird derzeit gefahndet. Sein Fahrzeug war in Hofheim sichergestellt worden.

Beim Unfall nach einem Autorennen auf der A66 kam ein Insasse des Skodas ums Leben.

Untersuchungshaft nach illegalem Autorennen auf der A66 bei Hofheim: Zeugen filmen

Update vom Montag, 12.10.2020, 10.50 Uhr: Bei dem Unfall infolge des illegalen Autorennens auf der A66* am Samstag, ist eine unbeteiligte Person ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich nach „FFH“-Informationen um eine 71 Jahre alte Frau. Die Polizei Westhessen kann das am Montagmorgen (12.10.) noch nicht bestätigen, es läge bisher keine zweifelsfreie Identifizierung des Unfallopfers vor. Es werde auf eine DNA-Analyse hinauslaufen, da das Opfer wegen der schweren Verbrennungen anders nicht zu identifizieren sei, so ein Sprecher der Polizei.

Zwei mutmaßlich beteiligte Männer befinden sich seit Sonntagabend bereits in Untersuchungshaft. Der Sportwagen eines dritten Fahrers wurde zwischenzeitlich in Hofheim sichergestellt. Der Lamborghini soll offenbar in Dubai zugelassen sein. Die Polizei bestätigt diese Information. Der Fahrer des Wagens, der mutmaßlich auch an dem illegalen Rennen beteiligt war, ist jedoch weiter auf der Flucht. Die Polizei ermittelt derzeit noch zur Identität und Aufenthaltsort.

Tödlicher Raser-Unfall auf der A66 - Zeugen filmen das Rennen

Zwischenzeitlich ist ein Handyvideo aufgetaucht, dass das mutmaßliche Autorennen der drei Sportwagen auf der am Samstagmittag stark befahrenen A66 zeigt. Das Video liegt dem „Hessischen Rundfunk“ vor. Auf den Aufnahmen ist zu erkennen, wie sich die Sportwagen auf der Autobahn am Wiesbadener Kreuz jagen und teilweise rasante Überholmanöver starten. Kurz darauf kommt es zum Unfall, bei dem einer der Lamborghini wohl erst in die Mittelleitplanke fährt, dann auf die drei Spuren der A66 zurückschleudert und in den Skoda kracht.

Auf dem Video ist kurz darauf eine große schwarze Rauchsäule zu sehen. Der Polizei liegt das Handyvideo ebenfalls zur Untersuchung vor. Es seien zahlreiche Zeugenaussagen und verschiedene Videos eingegangen, die das Geschehen vor, während und nach dem Unfall auf der A66 abbilden und derzeit von der Polizei ausgewertet werden.

Illegales Autorennen auf der A66 - Zwei Männer in Untersuchungshaft

+++ 21.10 Uhr: Die zwei Sportwagenfahrer, die die Polizei nach dem mutmaßlichen Autorennen und dem schweren Unfall auf der A66 bei Hofheim* festgenommen hatte, müssen in Untersuchungshaft. Das teilt die Polizei am Sonntagabend mit. Bei einem der Männer handele es sich um einen 29-Jährigen aus dem Rhein-Main-Gebiet - er fuhr nach Angaben der Polizei den verunfallten Lamborghini. Der zweite Festgenommene sei ein 26-Jähriger aus dem Raum Aachen, der mutmaßlich einen beteiligten Porsche fuhr. Der Mann sei in Nordrhein-Westfalen vorläufig festgenommen worden, sein Auto wurde sichergestellt. Die Ermittlungen zum Fahrer des zweiten Lamborghini dauern nach Angaben der Polizei an.

+++ 13:15 Uhr: Nach dem mutmaßlichen, illegalen Autorennen und dem schweren Unfall auf der A66 bei Hofheim am Samstagmittag, bei dem eine unbeteiligte Frau verstarb, stellte sich gestern Abend einer der Fahrer der Polizei. Genauere Angaben zu der Person konnte die Polizei am Sonntag noch nicht machen. Derjenige wurde festgenommen und soll heute zusammen mit dem 29-jährigen Fahrer des ausgebrannten Lamborghini dem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte.

Mutmaßliches Straßenrennen auf der A66 bei Hofheim: Eine Person wurde festgenommen

Bei dem Unfallopfer, das an dem mutmaßlichen Autorennen nicht beteiligt war, handelt es sich nach Informationen der „Hessenschau“ um eine Frau. Ihre Identität konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder denen die drei Fahrzeuge im Vorfeld aufgefallen sind. Hinweise können bei der Polizeistation Hofheim unter 06192 2079-0 gemeldet werden.

Update vom Sonntag, 11.10.2020, 06.15 Uhr: Die Polizei fahndet nach dem illegalen Autorennen auf der A66 weiter nach einem der drei Autofahrer. Wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag mitteilte, wurde das Auto des Flüchtigen in Hofheim sichergestellt. Der zweite der drei Fahrer, ein 26 Jahre alter Mann, habe sich inzwischen der Polizei gestellt. Sein Auto wurde in Nordrhein-Westfalen gefunden. Derweil wurde der 29-Jährige Fahrer eines Lamborghinis aus der Klinik entlassen und in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen dauern an.

A66: Illegales Autorennen mit tödlichem Ausgang – Polizei sucht Zeugen

+++ 18:38 Uhr: Nach dem schweren Unfall mit tödlichem Ausgang auf der A66 bei Hofheim geht die Polizei inzwischen von einem illegalen Autorennen aus, an dem zwei Lamborghinis und ein Porsche beteiligt gewesen sein sollen. Einer der Lamborghinis soll aus bisher unbekannten Gründen die Absperrung in der Mitte der Fahrbahn gerammt und anschließend mit einem Skoda kollidiert sein. In dem Skoda starb noch an der Unfallstelle ein Mensch, seine Identität konnte bislang nicht geklärt werden. Der 29-jährige Fahrer des Lamborghinis befindet sich im Krankenhaus.

Die Bergungsarbeiten auf der A66 laufen noch. Wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, steht noch nicht fest. Über den entstandenen Schaden kann nur gemutmaßt werden, alleine der Lamborghini hatte einen Wert im sechsstelligen Bereich.

Nach tödlichen Unfall auf A66 bei Hofheim: Teilnehmer am Straßenrennen stellt sich

Am frühen Abend stellte sich der Fahrer des Porsches der Polizei. Wer der Mann sei, konnte der Sprecher der Polizei nicht sagen. Das andere am Autorennen auf der A66 beteiligte Fahrzeug, ein weißer Lamborghini, ist bisher nicht wieder aufgetaucht. Die Polizei hat mit der Fahndung begonnen.

Zeugen des Unfalls oder des Autorennens, die sachdienliche Hinweise liefern können, können sich bei der Polizeidienststelle Hofheim unter 06192 / 20 79 – 0 oder bei jeder anderen Polizeistation melden.

Erstmeldung von 10.10.2020, 17:03 Uhr: Hofheim – Am Samstagmittag kam es gegen 13:30 Uhr zu einem schweren Unfall mit tödlichem Ausgang. Fünf Fahrzeuge sollen nach ersten Ermittlungen beteiligt sein, ein Skoda und ein Lamborghini sollen direkt in Flammen aufgegangen und vollständig ausgebrannt sein. Ein Insasse des Skodas konnte sich nicht selbst aus dem Fahrzeug befreien und verstarb noch an der Unfallstelle, wie der Hessische Rundfunk berichtete.

Vier weitere Personen wurden bei dem Unfall verletzt, darunter der Fahrer des Lamborghini. Drei mussten zu weiteren Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. An der Unfallstelle befanden sich weitere Luxus-Fahrzeuge.

Beim Unfall nach einem Autorennen auf der A66 kam ein Insasse des Skodas ums Leben.

Unfall auf der A66: Autobahn voraussichtlich bis zum Abend gesperrt

Der genaue Unfallhergang konnte bislang nicht geklärt werden, die Polizei ermittelt. Ein Sprecher der Feuerwehr Hofheim schilderte, dass eines der Fahrzeuge gegen die Leitplanke geknallt sein soll und direkt Feuer gefangen haben soll. Die Feuerwehren aus Hofheim und Hofheim-Diedenbergen sind mit drei Löschfahrzeugen im Einsatz, außerdem ist der Rettungsdienst mit fünf Rettungswagen und zwei Notarztfahrzeugen vor Ort.

Die Polizei erreichte den Unfallort mit mehreren Streifen, auch ein Hubschrauber der Polizei kreist zur Unfallaufnahme über dem Gebiet. Wie es genau zu dem Unfall kam, soll jetzt ein Gutachter klären. Die Autobahn in Richtung Frankfurt bleibt zwischen Wallau und Hofheim-Diedenbergen bis voraussichtlich 18 Uhr voll gesperrt. (Sebastian Richter, mit tab und dpa)

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