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„Ich mach mit“ – beim Vermeiden von Abfall. Den Mehrweg-Becher des Kreises gibt es für zwei Euro.

Umwelt

„Abfallvermeidung fängt im Kleinen an“

Vom MTK-Mehrweg-Becher über das Repair-Café bis zur Kleidertausch-Börse – was man alles gegen die Wegwerf-Mentalität machen kann.

Jeder kennt das: Der Akku des Rasierers gibt den Geist auf. Doch wer repariert schon so etwas? „Kaufen Sie lieber gleich einen neuen“, heißt es dann häufig. Auch die Jacke, in der der Reißverschluss nicht mehr funktioniert, wird lieber durch eine neue ersetzt, weil die eigenen Fähigkeiten für den Austausch nicht ausreichen. Auch der schnelle Kaffee „To go“ auf dem Weg zu Bus oder Bahn, der im Wegwerf-Becher mit Plastik-Deckel gekauft wird, trägt dazu bei, dass viel mehr Produkte im Müll landen, als eigentlich nötig wäre. Ein Phänomen, mit dem sich die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ beschäftigt. Vom 19. bis zum 23. November sind auch die Bürger im Main-Taunus-Kreis zum Mitmachen eingeladen. Die zuständige Kreisbeigeordnete Madlen Overdick (Grüne) sagt: „Abfallvermeidung fängt im Kleinen an. Jeder Einzelne kann etwas tun, darauf wollen wir mit unseren Aktionstagen aufmerksam machen.“

Ideen und konkrete Hilfen für einen umweltbewussten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gibt’s fünf Tage lang im Hofheimer Landratsamt, Am Kreishaus 1-5

  Am eigens eingerichteten Informationsstand wird am Montag, 19.November, die Mainova eine „Wasserbar“ öffnen. Von 10 bis 15 Uhr gibt es dort nicht nur Informationen rund um die Trinkwasser-Qualität, sondern auch einen „MTK-Mehrweg-Becher“ zum Preis von 2 Euro. Der Erlös aus dem Verkauf ist für einen guten Zweck bestimmt, denn er kommt der Main-Taunus-Stiftung zugute.

  Am Dienstag, 20. November, dreht sich alles um die Vermeidung von Plastikmüll und da, wo er dennoch anfällt, um seine richtige Entsorgung. Muss die Folie zum Abdecken der restlichen Kartoffeln vom Mittagessen sein oder gibt es da Alternativen? Kann Gemüse auch lose in den Einkaufskorb wandern? Warum nicht den Joghurt im Glas kaufen statt im Plastikbecher? Anregungen gibt es viele, Fachleute der Rhein-Main-Deponie und der Stadt Hofheim geben Auskunft, wieder von 10 bis 15 Uhr.

  „Ein Handy für den Gorilla“ heißt es am Mittwoch, 21. November, ebenfalls von 10 bis 15 Uhr. Dann ist die Zoologische Gesellschaft Frankfurt Partner. Sie will mit ihrer großen Sammelaktion ausgedienter Handys auch darauf hinweisen, dass die Wiederverwertung von Rohstoffen Ressourcen schont. Der Erlös der Aktion wird investiert, um etwas für die letzten Berggorillas im Virunga Nationalpark (Demokratische Republik Kongo) zu tun. Deren Lebensraum ist auch deshalb bedroht, weil hier das Mineral Coltan gewonnen wird, häufig auch noch illegal.

  Zum „Tag der Repair-Cafés“ sind am Donnerstag, 22. November, alle willkommen, die ein defektes Elektrogerät haben, das sie gern reparieren lassen würden. Aktive aus den Repair-Cafés in Hofheim, Kelkheim und Schwalbach stellen sich für diese Aktion ehrenamtlich zur Verfügung. Das erklärt auch den späteren Beginn, das Repair-Café im Landratsamt ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

  Am Freitag, 23. November, steht Kleidung im Mittelpunkt. Dann ruft der Kreis zur Tauschaktion auf. Von 10 bis 13.30 Uhr ist die Börse geöffnet. Außerdem gibt’s Informationen über fair gehandelte Kleidung. babs

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