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Auch der kalte Frühling zieht

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Von: Barbara Schmidt

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?Noch einen in Vanille, bitte.? Suzana Heidebrecht und Nicole Lonnen (rechts) konnten den Macarons von Juliette Masclaux nicht widerstehen.	Fotos: Maik Reuß
?Noch einen in Vanille, bitte.? Suzana Heidebrecht und Nicole Lonnen (rechts) konnten den Macarons von Juliette Masclaux nicht widerstehen. Fotos: Maik Reuß © Maik Reuß

Offene Ladentüren, den französischen Markt und dazu Musik und Kulinarisches gab’s in der Innenstadt. Für den Sonntags-Bummel eine attraktive Mischung.

Es war noch ein kalter Frühling, den die Hofheimer da gestern feierten. Trotz Temperaturen um die sieben Grad ließen sich doch erstaunlich viele Menschen in die Innenstadt locken. Vor allem der Französische Markt auf dem Kellereiplatz erwies sich einmal mehr als echter Anziehungspunkt. Ohne Schlangestehen ging es selten etwa am Stand von Juliette Masclaux. Die Macarons in ihrer Auslage, die auch noch Nougat oder Fruchtgelee bereithielt, waren eindeutig der Renner. „Die Farbe, der Geschmack, das spricht einfach an“, schwärmt Nicole Lonnen aus Kriftel für die Mandelküchlein, die es in unterschiedlichsten Geschmacksvariationen von Himbeer über Vanille bis Café gab. „Wir haben gestern schon im MTZ welche gekauft, aber hier sind sie ja original“, begründete Lonnens Freundin Suzana Heidebrecht, die aus Stuttgart zu Besuch war, warum sie einfach noch einmal zuschlagen müsse. „Ich liebe Macarons, die sind so weich und so schön fluffig.“ Dass gerade an diesem Wochenende in Hofheim der Französische Markt Station machte, „das ist für mich natürlich toll“, sagte die begeisterte Frankreich-Urlauberin.

Spezialitäten und Musik

Käse- und Wurstspezialitäten aus dem Nachbarland wurden ebenfalls gern probiert und gekauft, auch wenn das für Frankreich ganz normale Preisniveau für manchen hier etwas gewöhnungsbedürftig ist. „Das sind ja Preise hier, mein lieber Mann“, staunte ein bekannter Hofheimer Vereinschef.

Flammkuchen gab’s nicht nur auf dem Kellerei-, sondern auch auf dem Tivertonplatz, wo zwei Hofheimer Gastronomen das Versprechen der Veranstalter vom Hofheimer Gewerbeverein IHH umsetzten, in diesem Jahr das Frühlingsfest etwas auszuweiten, weil der Wäldchestag nicht gefeiert wird und erst 2016 das neue Altstadtfest die besten Elemente beider Feste vereinen soll. Zu den Klängen der Band „Echt Guat“ wurde neben Flammkuchen auch Wiener Backhendl mit Kartoffelsalat, Wildschweinbratwurst oder Tiramisu serviert. Das Glas Weißwein dazu hätten viele allerdings lieber bei höheren Temperaturen genossen. „Es ist einfach zu früh. Man sollte lieber ein Sommerfest machen“, waren sich einige der Genießer auf dem Tiverton-Platz einig. Dass der IHH gemeinsam mit der Stadt tatsächlich an einem Nachfolge-Fest zu einem späteren Termin plant, kann Ortsvorsteherin Elli Wagner, ebenfalls Frühlingsfest-Besucherin, nur begrüßen. „Das wäre schon wünschenswert.“

Heiße Burger der Bürgerstiftung halfen manchem beim Aufwärmen. In der Hauptstraße gab’s immerhin neben flotten Flitzern eines Autohauses auch heiße Rhythmen, für die einmal mehr die Hofheimer Bigband verantwortlich zeichnete. „Musik ist immer toll“, war Herta Biersack extra deswegen in die Stadt gekommen. „Die offenen Läden, das ist nicht so wichtig, einkaufen kann man auch werktags“, findet die Hofheimerin. Viele andere nutzten aber gern die Gelegenheit, die der verkaufsoffene Sonntag bot. Thomas Frohn aus Mainz wurde in Alf’s Sportladen fündig und erhielt als kleinen Frühlingsgruß zum Paar Sportschuhe noch eine pinkfarbene Primel. „Super gut“, lautete das Urteil übers Frühlingsfest. „Wir sind sehr positiv überrascht. Wir waren noch nie hier – und würden wieder kommen“, meinte Frohn, der mit seiner Lebensgefährtin das Altstadtflair genoss und sich über Alexander Burgerts Zusicherung freute, dass der Sportladen entgegen anderslautenden Gerüchten auch nach dem Besitzerwechsel des Ladengebäudes weiter für seine Kunden da sein wird.

Viel Unkenntnis

Bei vielen hat sich indes wohl noch nicht herumgesprochen, dass in diesem Jahr erst wieder der Kreisstadtsommer die nächste Gelegenheit zum Feiern in der Altstadt bietet. „Wir sind erstaunt, dass das Frühlingsfest so groß ist“, meinte das Ehepaar Forner aus Lorsbach. „Das nächste ist der Wäldchestag“, so eine Hofheimerin, die ganz verdutzt war zu hören, dass das nicht so ist. Und Roswitha Seidemann etwa genoss zwar den Bummel über Frühlingsfest, befand aber: „Für den Wäldchestag ist das kein Ersatz.“

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