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Das Krifteler Dreieck ist schon seit Jahren eine große Baustelle. Und die Autofahrer müssen damit rechnen, dass hier auch in den kommenden Monaten immer wieder die Verkehrsführung geändert wird.

Sanierung

Autobahnbrücke am Krifteler Dreieck frühestens 2020 fertig

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Dass es mit dem ursprünglichen Plan nichts wird, die Autobahnbrücke am Krifteler Dreieck im Frühjahr 2019 fertig zu stellen, ist schon länger bekannt. Nun verzögert sich der aufwendige Bau weiter. Dafür hat Hessen Mobil zwei Erklärungen.

Kriftel - Die Bauarbeiten an der Autobahnbrücke am Krifteler Dreieck werden voraussichtlich noch länger dauern als vorgesehen. Statt im Herbst diesen Jahres die Arbeiten abschließen zu können, wie es der bereits modifizierte Plan vorsah, wird das wohl eher bis zum Sommer 2020 dauern. Das teilte jetzt die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil auf Anfrage mit.

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Bei manchem Autofahrer gibt es dafür wenig Verständnis. Wie könne es sein, dass in der Türkei in kürzerer Zeit ein Flughafen gebaut wird, als in Hessen eine Brücke erneuert wird, fragt sich etwa Karl Mühlsiegel in einer E-Mail an die Redaktion des Kreisblattes.

Bauarbeiten gehen von Anfang an langsamer voran als geplant

Seit Oktober 2015 wird am Krifteler Dreieck nun schon gewerkelt, und bereits in den ersten Jahren gingen die Bauarbeiten langsamer voran als es vorgesehen war. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse, hieß es damals von Hessen Mobil. Seitdem ist auf der Brücke die Höchstgeschwindigkeit auf der A66 für den Autoverkehr heruntergesetzt, was wiederum die Nerven der Autofahrer strapaziert. Zudem muss wegen der Bauarbeiten immer wieder die Verkehrsführung verändert werden.

Erhebliche Schäden an Autobahnbrücke

Erhebliche Schäden an der Brücke hatten die Bauarbeiten unumgänglich gemacht. Damit die Autobahn für den Verkehr nicht gänzlich gesperrt wird und auch die Züge unter der Autobahnbrücke weiter durchfahren können, wurde entschieden, die Brücke in drei Bauabschnitten zu erneuern. Dass es lange dauern wird, war damals schon klar. Die Brücke wird Stück für Stück verbreitert und angehoben. Folge: Auch die Anfahrtsrampe von der Bundesstraße 40 muss darauf angepasst werden. Derzeit werde gerade der Einbau von bereits gefertigten Stahlbetonteilen im zweiten Bauabschnitt vorbereitet, heißt es von Hessen Mobil.

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Zwei Begründungen führt die Straßenverkehrsbehörde für die Verzögerungen an. Zum einen müsse man Rücksicht auf den Bahnverkehr nehmen. „Die Sperrzeiten der Bahn erlauben es uns nur, von ein bis fünf Uhr in der Nacht zu arbeiten“, sagt Sprecher Stefan Hodes. Jedoch müssten dann erst einmal die Oberleitungen abgeklemmt werden. Alles in allem blieben dann pro Nacht nur zweieinhalb Stunden für die aufwendigen Arbeiten an der Brücke.

Bauarbeiten mussten schon zwei Mal unterbrochen werden

Zum anderen habe man schon zweimal die Arbeiten unterbrechen müssen, weil man auf Kampfmittel gestoßen sei, sagt Hodes. „Solche Zwischenfälle schmeißen jedes mal wieder die ganze Arbeitsplanung über den Haufen.“ Schließlich müsse eine derartige Baumaßnahme genau geplant werden. Dazu gehöre etwa, dass die richtigen Baumaschinen zur rechten Zeit am rechten Ort sind. „Müssen dann aber die Arbeiten wegen unvorhergesehener Ereignisse gestoppt werden, kommt der Plan durcheinander und muss darauf neu angepasst werden. Auf die Frage, ob man in der Türkei ähnliche Schwierigkeiten gehabt habe, dazu hat sich der Sprecher von Hessen Mobil nicht geäußert.

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