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Dependance des Hofheimer Rathaus entsteht am Busbahnhof

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Von: Barbara Schmidt

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Im Ärzte- und Bürohaus Alte Bleiche 4 (links), das an den Busbahnhof angrenzt, sollen ab Mitte 2024 auch Teile der Stadtverwaltung arbeiten. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund macht die Räume frei. Er zieht in den Neubau auf der anderen Straßenseite (vorn rechts im Bild).
Im Ärzte- und Bürohaus Alte Bleiche 4 (links), das an den Busbahnhof angrenzt, sollen ab Mitte 2024 auch Teile der Stadtverwaltung arbeiten. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund macht die Räume frei. Er zieht in den Neubau auf der anderen Straßenseite (vorn rechts im Bild). © babs

Aufgrund von Platzmangel soll ein Teil der Stadtverwaltung ab 2024 ins Ärzte- und Bürohaus an der Alten Bleiche ziehen.

Hofheim - Seit Mittwochabend ist es offiziell: Die Stadt wird im Gebäude Alte Bleiche 4 Räume für die Verwaltung anmieten. Das hat der Magistrat beschlossen. Nachdem klar war, dass das Rathaus für die zahlreichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht mehr ausreichend Raum bietet, hatte diese Zeitung schon vor längerem bei der Stadt angefragt, wie dafür eine Lösung aussehen könnte. Denn auch die Nutzung der ehemaligen Stadtbücherei im Gebäude Elisabethenstraße 3, in dem nun der Fachbereich Kinderbetreuung mit seinen 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Sitz hat, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nach dem Magistratsbeschluss konnte Pressesprecher Jonathan Vorrath nun gestern Auskunft geben über die Anmietung von insgesamt 1440 Quadratmetern Bürofläche in der Alten Bleiche, die bislang vom Rhein-Main-Verkehrsverbund genutzt werden. 70 bis 80 Arbeitsplätze können dort nach Einschätzung von Marc Schlüter entstehen. Er ist Leiter des Fachbereich Zentrales im Hofheimer Rathaus und damit auch zuständig für die Bereitstellung von Büroraum.

436 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte die Stadt im September, davon sind allerdings auch einige auf dem Bauhof und bei den Stadtwerken tätig.

Mietvertrag für zehn Jahre

Investitionen in die neuen Räume seitens der Stadt sind nach Auskunft von Pressesprecher Vorrath nicht vorgesehen. Nur für die Büroausstattung muss sie sorgen. Der Mietvertrag mit der privaten Eigentümerin aus Hofheim läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Stadt hat sich eine zweimalige Option auf Verlängerung für jeweils fünf weitere Jahre gesichert. Anfängliche Überlegungen, das Bürgerbüro an die Alte Bleiche zu verlegen, wurden verworfen.

Zur vereinbarten Miete schweigt sich die Stadt - wie üblich - aus, da ein privater Partner beteiligt ist. Die Miete sei aber „marktüblich“, heißt es. Realistisch sind für Hofheim aktuell 9 bis 10 Euro pro Quadratmeter für Büroflächen, wie der Blick in die einschlägigen Immobilienportale zeigt.

Die Stadt will möglichst Anfang Juli 2024 die Räume in dem Ärzte- und Bürohaus (im 1. Stock über der Apotheke) beziehen. Eine Verschiebung um einige Monate sei aber möglich, so Vorrath. Denn erst müssen die bisherigen Nutzer ja umziehen können in das gerade im Entstehen begriffene Gebäude gegenüber.

Der RMV macht noch weitere Räume frei, denn er verlässt ja auch seine bisherige Zentrale in der Alten Bleiche 5. In diese soll möglicherweise die Volkshochschule (Vhs) einziehen. Das war zuletzt auch bei der Einweihung der neuen RMV-Mobilitätszentrale verlautet worden.

Auch Volkshochschule künftig in Alter Bleiche?

1998 war der Rhein-Main-Verkehrsverbund, dessen Gründung im Jahr 1995 wesentlich auf MTK-Landrat Jochen Riebel (CDU) zurückgeht, aus dem Hofheimer Kreishaus und diversen weiteren Standorten in das damals neu erbaute Bürogebäude umgezogen. Nach 25 Jahren endet nun dort der Mietvertrag mit der Eigentümerin. Auf eine entsprechende Anfrage, was die Vertragsverhandlungen über die Neuvermietung an den Main-Taunus-Kreis angeht, hatte der Kreis als Träger der Vhs im Oktober noch keine offizielle Bestätigung geben wollen. „In der Tat könnte die Volkshochschule Main-Taunus an einem neuen Standort in Hofheim zusammengezogen werden“, teilte Kreissprecher Johannes Latsch damals mit. Gespräche über die Anmietung eines Bürogebäudes an der Alten Bleiche liefen. „Es gibt aber aktuell weder Beschlüsse der Kreisgremien noch eine Beratungsvorlage“, daher sei auch nichts dazu zu sagen.

Die Vhs, derzeit mit Hauptsitz in der Hofheimer Brühlwiesenschule, hat vor allem für ihre Deutschkurse für Flüchtlinge und Einwanderer einen hohen Raumbedarf. Für diese Arbeit standen bis vor kurzem Räume im Hattersheimer Kastengrund zur Verfügung, die aber mit dem Verkauf der Immobilie an einen Rechenzentrumsbetreiber verloren gegangen sind. Alle Räume an einem Standort in zentraler Lage zu haben, wäre für die Bildungseinrichtung zudem ein großer Vorteil. Gestern gab es aus dem Kreishaus dazu aber keine neue Auskunft.

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