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Norman Diehl (v.l.n.r.) von der HWB, Bürgermeisterin Giesela Stang, Elli Zink vom Verein Nahbarschaft, Architekt Ulrich Wagner und Josef Mayr von der HWB legen den Grundstein.

41 Wohungen entstehen

Grundstein für Mehrgenerationenprojekt "Am Klingenborn" gelegt

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Die Fundamente sind zum Teil schon in der Erde, jetzt ist auch ein Grundstein da. Das Wohnprojekt der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) am Klingenborn kommt voran.

Grundsteinlegungen und Richtfeste von Wohnungsbauprojekten sind derzeit bei Bürgermeistern sehr beliebt, bieten sie doch eine gute Gelegenheit, herauszustellen, dass die Kommune sich um eines der großen Probleme im Ballungsraum kümmert. Sichtlich noch größer ist die Begeisterung bei Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD), wenn es um das Projekt „Wir am Klingenborn“ geht. Denn dort werden nicht nur 41 Wohnungen entstehen, sondern es werden auch alternative Wohnformen angeboten, für die es nach allgemeiner Überzeugung einen breiten Bedarf gibt.

Da ist erstens eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, die aus insgesamt neun Wohnungen besteht. 14 Wohnungen werden an den Verein Nahbarschaft vergeben – dass in dem Namen der Buchstabe „c“ fehlt, soll zum Ausdruck bringen, dass sich der Mehrgenerationenkomplex an Mieter richtet, die Wert auf Gemeinschaft legen. Dritte Komponente schließlich sind Seniorenwohnungen nach dem Modell des Betreuten Wohnens. Die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft wird im Betrieb mit der Caritas zusammenarbeiten.

Bei der Grundsteinlegung erinnerte HWB-Geschäftsführer Josef Mayr an die lange Vorgeschichte des Projektes. „2009 habe ich erstmals auf dem Grundstück gestanden“, so Mayr. Damals war noch gar nicht absehbar, welche Probleme es zu lösen geben würde. Lange wurde beispielsweise in Frage gestellt, ob das Projekt den Vorgaben des Testaments, mit dem das Grundstück an die Stadt übertragen wurde, entspricht. Dass etwas für ältere Menschen entsteht, ist zweifellos gewährleistet, aber in einem Mehrgenerationenhaus wohnen eben nicht nur Senioren. Später gab es auch noch Widerstände aus der Nachbarschaft gegen das Projekt, die auch juristisch ausgefochten wurden. So etwas kann dauern.

„Wir wissen, dass wir das Richtige gemacht haben“, ist Bürgermeisterin Stang sichtlich stolz auf das Durchhaltevermögen aller, die das Projekt vorbereitet haben. HWB-Geschäftsführer Norman Diehl betonte, dass „tolerant und offen“ sein solle, wer hier wohnen möchte „gegenüber anderen Menschen und gegenüber anderen Kulturen“. Aktuellen Ausgrenzungstendenzen will die HWB sich erklärtermaßen nicht anschließen.

Wer das interessant findet, kann sich an den Verein Nahbarschaft wenden, nach den Worten von Vorstandsmitglied Elfriede Zink sind noch nicht alle Wohnungen vergeben.

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