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Beate Böer in Aktion: Starke Farben haben es ihr angetan

Porträt

Weitgereist und kreativ: Die Hofheimer Künstlerin Beate Böer

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Viele Jahre flog sie als Flugbegleiterin um die Welt: Dann entdeckte Beate Böer die Malerei für sich. Nun lädt die Hofheimerin Kunstinteressierte zu einer fantastischen Reise in exotische Gefilde ein.

Wenn man ihr Haus nahe des Feldrands im Norden von Hofheim betritt, steht man im Frühling. „Think pink“ scheint das Lebensmotto von Beate Böer zu sein: In leuchtendem Pink sind nicht nur zahlreiche Accessoires der luftig-hellen Wohnung gehalten, sondern auch etliche ihrer Bilder. Vor allem exotisch anmutende Blüten haben es der Hobbykünstlerin angetan – ihr Haar schmückt eine leuchtend rosa Blume. Die Begründung für diese Passion liefert bereits ihr Künstlername: Leilani Euphrosyne. Ein Name, der sich aus hawaiianischen und griechischen Worten zusammensetzt: „Leilani bedeutet übersetzt die himmlische Blüte. Euphrosyne ist eine der drei Grazien aus der griechischen Mythologie und ihr wird der Frohsinn und die Freude zugeordnet“, erzählt die kreative Globetrotterin, die in einer idyllischen Kleinstadt im Schwarzwald geboren und aufgewachsen ist. Sehnsucht nach Schönem

Dort schon wurden die Wurzeln für ihre „Sehnsucht nach dem Schönen“, gelegt: Ihre Eltern besaßen ein Porzellangeschäft. „Meine Mutter hatte einen großen Sinn für Ästhetik. Mein Urgroßonkel hatte eine Malschule in Meran und viele Kirchen ausgemalt“, erinnert sie sich. Dennoch entschied sie sich zunächst für eine andere berufliche Laufbahn: Das Fernweh brachte sie bereits kurz nach ihrem Abitur in das Rhein-Main-Gebiet, um Flugbegleiterin zu werden. Zunächst in Hattersheim heimisch, lebt sie seit sechs Jahren in der Kreisstadt, wo es ihr außerordentlich gut gefällt. Abgesehen von einer sechsjährigen Unterbrechung für Erziehungsurlaub, flog Beate Böer 35 Jahre lang für die Lufthansa. Inzwischen hat die Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder den Job an den Nagel gehängt und widmet sich mit Leidenschaft der Malerei, die sie vor einigen Jahren entdeckt hat.

Ihre Inspiration indes hat sie ihrem Beruf zu verdanken, der sie in exotische Gefilde auf der ganzen Welt brachte. Besonders die üppige Flora Hawaiis fasziniert und inspiriert sie. Orchideen, Frangipani, Hibiskus: Die farbintensiven Blüten dieser Blumen hält sie in ihren Gemälden fest, für die sie Acryl oder kristalline Farben verwendet und die dem Betrachter einen visuellen Eindruck von der betörenden Blütenpracht vermitteln. „Unter kristallin verstehe ich das Zusammenspiel ganz bewusst ausgesuchter Farben, wie auch das Verwenden irisierender Farbtöne und das Einsetzen der Aura-Soma-Essenzen“, erklärt die Künstlerin, die ihre Bilder derzeit in einer Ausstellung bei blei+guba in Kelkheim zeigt und am liebsten aus einer spontanen Stimmung heraus malt. Aber auch tropische Früchte – ebenso überdimensional und detailgetreu wiedergegeben wie die Blumenmotive – entführen in eine unbekannte paradiesische farbenprächtige Fantasiewelt, die für kurze Zeit die graue Tristesse des deutschen Winters vergessen lässt.

Die Ausstellung

Die Ausstellung mit den Bildern von Beate Böer ist bis 26. März im ersten Stock der Firma Blei+Guba, Max-Planck-Straße 18, in Kelkheim zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon (0 61 95) 9 81 01 00.

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