Karin Arndt überreicht im Beisein von Arnold Paluch (rechts) Landrat Michael Cyriax die Mappe mit den 1045 Unterschriften gegen die Pläne für den Erweiterungsbau des Kreishauses. Foto: privat
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Karin Arndt überreicht im Beisein von Arnold Paluch (rechts) Landrat Michael Cyriax die Mappe mit den 1045 Unterschriften gegen die Pläne für den Erweiterungsbau des Kreishauses.

Bauvorhaben

Hofheim: 1045 Unterschriften gegen Kreishaus-Erweiterung

  • vonBarbara Schmidt
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Die Bürger wollen stärker mitreden - und auch die Stadt Hofheim soll sich "aktiv" einbringen

Hofheim -1045 Unterschriften gegen die geplante Form der Kreishauserweiterung haben die Initiatorin der Online-Petition, Karin Arndt und ihr Mitstreiter Arnold Paluch jetzt an Landrat Michael Cyriax (CDU) übergeben. Mithilfe der Unterschriften-Aktion wollen die Gegner der aktuellen Planung unterstreichen, dass sie dafür votieren, Dimension und Anordnung des Erweiterungs-Baus zu hinterfragen.

Weil der Anbau an das Landratsamt, der im Herbst begonnen werden soll, auf der Fläche des bisherigen Löschteiches geplant ist, gehört zu den weiteren Zielen, einen Ersatz für die Wasserfläche im Bereich des Hochfelds zu erreichen. In Sachen Bepflanzung und Gestaltung der verbleibenden Park-Fläche am Landratsamt wollen die Bürger gern mitreden.

Thematisiert werden soll zudem die Verkehrsbelastung im angrenzenden Wohngebiet. Darauf haben Paluch und Arndt auch im Gespräch mit Bürgermeister Christian Vogt und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (beide CDU) gedrungen, das sie zwischenzeitlich ebenfalls führen konnten. Allen Gesprächspartnern haben sie zudem deutlich gemacht, dass sie eine kontinuierliche Einbindung der Bürger bei allen weiteren Entscheidungen möchten. Besonders an der Kommunikation der Planungen für das Landratsamt hatte es Kritik gegeben. Viele Bewohner im Hofheimer Süden fühlten sich nicht ausreichend informiert und mitgenommen.

Wie Arnold Paluch berichtet, hat Landrat Cyriax den Gedanken ins Spiel gebracht, die Grünanlage am Landratsamt möglicherweise im Norden zu erweitern und zu einen Ausgleich für die verlorengehende Fläche zu schaffen. "Dies müsste in Kooperation mit der Stadt Hofheim erfolgen", so Paluch.

Gegenüber den Vertretern der Stadt Hofheim haben die Gegner der in ihren Augen überdimensionierten Erweiterungsbaus deutlich gemacht, dass sie erwarten, dass sich Parlament und Verwaltung "dem Thema aktiv stellen". Immerhin gehe es hier auch um Interessen Hofheimer Bürger. Neben der Verkehrsproblematik sehen die Initiatoren die Stadt auch gefragt, wenn es um die Schaffung einer Ersatz-Wasserfläche geht, von der sie hoffen, dass sie günstig auf das Kleinklima wirkt und auch Vögeln und anderen Tieren vor allem in längeren Trockenphasen helfen kann.

Die Aktivisten waren übrigens sicher, dass sich die im Hofheimer Süden wenig populären Pläne für das Landratsamt auf die Kommunalwahl auswirken würden. Tatsächlich haben in dem Gebiet, das noch zur Kernstadt gehört, die Wählerinnen und Wähler besonders häufig Grün gewählt. Die CDU erreichte im Wahllokal 8 (Heiligenstockschule) bei der Wahl zum Kreistag nur 28,7 /Briefwahl: 27,5 Prozent, auf Ebene der Gesamtstadt waren es 34 Prozent, auf Kreisebene sogar 37,3 Prozent. Profitiert haben die Grünen, die hier bei 36,2 / Briefwahl: 32,4 Prozent landeten. Das ist - ähnlich wie in Marxheim - eigentlich nur dadurch erklärlich, dass viele mit der Öko-Partei einen Einsatz für die Umwelt und gegen die "Zubetonierung" von Flächen wie am Kreishaus oder den nahen Feldern (Baugebiet Römerwiesen) verbinden. Die Grünen tragen allerdings als Teil der Kreisregierung die Pläne für den Erweiterungsbau des Landratsamtes uneingeschränkt mit. babs

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