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Blick in die Neubau-Schlucht: Links die Stadtbücherei, rechts die Taunus-Sparkasse.

Neubau

Hofheim: 126 000 Euro Jahresmiete für die Bücherei

  • vonManfred Becht
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Im Herbst 2021 kann die Hofheimer Stadtbibliothek in ihr neues Domizil umziehen. Land und Kreis unterstützen das Projekt finanziell.

Hofheim – Die Stadt Hofheim kann bei der Einrichtung der neuen Stadtbücherei mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes Hessen und des Main-Taunus-Kreises rechnen. Wie Bürgermeister Christian Vogt im Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung mitteilte, hat der Main-Taunus-Kreis jetzt einen Zuschuss von 240 000 Euro aus dem Kreis-Investitionsfonds in Aussicht gestellt. Das ist so neu, dass es im Haushaltsplan für die nächsten beiden Jahre, der gerade beraten wird, noch nicht berücksichtigt ist. Der Landeszuschuss in Höhe von 210 000 Euro ist im aktuellen Etat dagegen bereits enthalten. Überarbeitet werden muss das Zahlenwerk allerdings ohnedies, da die Kämmerei die Steuereinnahmen zu hoch eingeschätzt hat.

Eine "wunderbare Sache" nannte Vogt des Zuschuss aus dem Landratsamt im Bauausschuss. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die neue Bücherei auch von vielen Schülern genutzt wird, die auch aus den Nachbarorten Schulen in Hofheim besuchen. Eine überörtliche Bedeutung aber sei Voraussetzung für Mittel aus dem Kreis-Investitionsfonds. Insgesamt werden die Kosten für den Innenausbau der Bücherei auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt.

Der Umzug in die neue Bücherei, die gemeinsam mit der Taunus-Sparkasse am Nordrand des Kellereiplatzes entsteht, ist jetzt für das vierte Quartal des nächsten Jahres vorgesehen. Im Haushalt sind an Mietkosten für die neue Unterkunft daher 31 800 Euro vorgesehen; 2022 müssen dann die vollen 126 000 Euro ohne Nebenkosten an die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft gezahlt werden. Die Stadt Hofheim wird im nächsten Jahr, so der Plan, für die Bücherei 17,30 Euro pro Einwohner ausgeben, im Jahr 2022 sind es 22,56 Euro. Bei rund 40 000 Einwohnern kommt so ein Betrag von etwa 900 000 Euro zusammen.

Geld aus Wiesbaden wird es auch für das Stadtmuseum geben. Dort möchte die Stadt ein Projekt zur Vermittlung der Forschungsergebnisse auf dem Kapellenberg realisieren. Mithilfe einer speziellen Brille soll ein virtueller Rundgang auf dem Hofheimer Hausberg möglich werden, und zwar zurzeit der Michelsberger Kultur. Bekanntlich war die Spitze des Berges vor rund 6500 Jahren besiedelt. Bürgermeister Vogt wies darauf hin, dass dieses Thema im Stadtmuseum bisher überhaupt noch nicht abgehandelt wird. Informieren kann man sich bislang vor allem anhand eines unlängst eröffneten historischen Rundweges auf dem Berg selbst. Das neue Projekt kostet 100 000 Euro; die Höhe des Landeszuschusses steht noch nicht fest, der Magistrat rechnet aber mit einer erheblichen Summe.

Gebaut werden soll im Museum auch. Im Haushaltsplan stehen Mittel für neue Heizkessel, außerdem soll eine neue Lüftungsanlage installiert werden. Darüber hinaus soll die Verkleidung des Aufzugschachtes im Erdgeschoss so umgebaut werden, dass sie weniger Platz verbraucht. Bisher leiden Veranstaltungen im Erdgeschoss darunter, dass der Schacht den Raum praktisch in zwei Teile teilt, was bei Veranstaltungen dort als sehr unangenehm empfunden wird. Manfred Becht

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