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Ambett mit Bürger und Bauer auf dem Hochfeld: Anna Ricci, Giuseppe Fonte und Giovanni Barone (l.).

Fastnacht

Hofheim: Ambett Anna regiert die Narren in schwieriger Zeit

  • vonBarbara Schmidt
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Hofheims Dreigestirn hat italienische Wurzeln: Anna Ricci, Giuseppe Fonte und Giovanni Barone sind seit Mittwoch im Amt.

Hofheim -Echte Fastnachter lassen sich die Fröhlichkeit nicht verbieten - und das tut ja Gott sei Dank auch keine noch so strenge Corona-Auflage. Dennoch hatten sich die Mitglieder der KG 1900 den gestrigen 11. 11. natürlich ganz anders vorgestellt. Der Start in die Kampagne und die Inthronisation der neuen Ambett schreien schließlich nach Konfetti und Gedöns. Doch an Party - geplant war eine Inthronisation im Wasserschloss - ist derzeit nicht zu denken.

Immerhin: Seit gestern ist das neue Dreigestirn für die Hofheimer Fastnacht im Amt. "Das soll für uns alle ein Hoffnungsschimmer sein", sagt Michaela Müller-Jäckel vom Vorstand der KG. Nicht selbstverständlich findet sie, dass Anna Ricci, die jetzt als Ambett XXXI. die Hofheimer Fastnacht regiert, bereit war, mit dieser für Freunde von Frohsinn und Narretei so schmerzhaften Kampagne ihre zweijährige Amtszeit zu beginnen.

Mit gerade einmal 26 Jahren gehört Anna Ricci zu den jüngsten Damen, die jemals in die Rolle der altehrwürdigen Gallionsfigur der Hofemer Fastnacht geschlüpft sind. Ricci hat italienische Wurzeln - wie das gesamte Dreigestirn, das nun für zwei Jahre die Regentschaft innehat.

Als "Bauer Giuseppe vom kreativen Druck auf der flotten Hauptstraße" ist der 46-jährige Giuseppe Fonte mit von der Partie. Der Chef eines Copyshops, dessen Tochter bei der KG tanzt, ist im richtigen Leben der Neffe des bekanntesten Mitglieds im Trio, Giovanni Barone. Dank der Gruppo Folkloristico Italiano, für die er sich seit langem engagiert, und seiner politischen Arbeit unter anderem als CDU-Vertreter im Ortsbeirat Kernstadt, ist der stets gut gelaunte 67-Jährige vielen ein Begriff. Mancher hat den in der Fastnacht als "Singender Bürger" aktiven Barone auch schon als Taxifahrer erlebt. Als "Bürger Giovanni, singender und politisierender Rentnergeselle" wird er nun sicher auch mal Ambett Anna chauffieren. Die darf als "Regentin der feinen Küche und Fürstin der süßen Speisen" angesprochen werden, ein Hinweis auf ihre berufliche Tätigkeit. Die gelernte Köchin, die ihr Handwerk bei den Kliniken des Main-Taunus-Kreises gelernt hat, ist aktuell im Haus Maria Elisabeth beschäftigt. Die Besuche der Ambett dort haben sie auf die Idee gebracht. "Das würde ich auch gern mal machen", hat sie Michaela Müller-Jäckel gesagt, die gern in dieses Angebot einschlug. Ihr Engagement im Gusbacher Karneval, wo die Hofhei- merin, die in Bremthal aufgewachsen ist, seit Jahren als Tänzerin bei den "Roten Tatongas" aktiv ist, stellt sie dafür mal hintan.

Das Kleid von Anna Ricci wurde übrigens von versierten KG-Damen zum standesgemäßen Ambett-Outfit veredelt. Wie oft sie Gelegenheit haben wird, es zu tragen, liegt auch an der Pandemie-Entwicklung. Anna Ricci sieht's gelassen: "Ich nehm's, wie's kommt." babs

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