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Hofheim: Auch die CDU will keinen City-Tree mehr

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Von: Barbara Schmidt

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So sieht ein City-Tree aus. Er ist von innen mit Moosen befüllt und soll laut Hersteller für bessere Luft sorgen.
So sieht ein City-Tree aus. Er ist von innen mit Moosen befüllt und soll laut Hersteller für bessere Luft sorgen. © Green-City-Solutions

Die umstrittene Baum-Maschine wird für die Hofheimer Innenstadt wohl doch nicht gekauft: BfH-Antrag kann mit breiter Mehrheit rechnen.

Hofheim. Die CDU, die in ihrem Wahlprogramm die Idee überhaupt erst aufgebracht hatte, nimmt jetzt ebenfalls Abstand vom „City-Tree“. Wie gestern bekannt geworden ist, wird aus dem Antrag der Bürger für Hofheim, solche „Baum-Maschinen“ nicht anzuschaffen und die im Doppeletat für 2021/22 dafür bereitgestellte Summe in Höhe von 40 000 Euro aus dem Etat der Stadt zu streichen, nun sogar ein gemeinsamer Antrag von BfH und Christdemokraten. Dieser soll in der Sitzung des Stadtparlaments am kommenden Mittwoch, 2. November, beraten und beschlossen werden. Eine Mehrheit ist sicher, da der City-Tree auch bei anderen Fraktionen für viel Kritik gesorgt hatte.

Entscheidendes Argument ist mittlerweile auch in den Augen der CDU der hohe Energieverbrauch, der für größere Folgekosten sorgen dürfte. Im „City-Tree“, einer Art Holzschrank, stehen Platten mit Moos, das bewässert und regelmäßig ausgetauscht werden muss. Über die Verdunstung und den Stoffwechsel der Pflanzen soll eine Kühlwirkung für die Umgebungsluft und deren Filterung erreicht werden. Die Wirkung sei aber nach den Erfahrungen anderer Städte wenig spürbar, hat nicht nur die BfH in Erfahrung gebracht.

Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hatte in seinem jüngsten „Freitagsblick“, einem Video-Format auf Facebook, darauf hingewiesen, der City-Tree sei nicht seine Idee oder die des Magistrats, sondern gehe auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zurück. Diese könne ihren Beschluss auch wieder revidieren.

Der BfH-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Schultze sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, der entsprechende Antrag habe schon länger fertig formuliert auf dem Tisch gelegen, der „Freitags-Blick“ habe dann den letzten Anstoß gegeben, ihn einzureichen. Dass nun auch die CDU ihn mitträgt, könne die BfH nur begrüßen, sagt deren Stadtverordnete Tanja Lindenthal.

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