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Laden für Damen- und Herrenbekleidung eröffnet trotz Corona-Pandemie

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Von: Barbara Schmidt

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Sudir Anand vor seinem neuen Geschäft im Jean-Hammel-Haus, das er kurz vor Weihnachten eröffnet hat. Der Start sei vielversprechend gewesen, sagt er.
Sudir Anand vor seinem neuen Geschäft im Jean-Hammel-Haus, das er kurz vor Weihnachten eröffnet hat. Der Start sei vielversprechend gewesen, sagt er. © Knapp

Sudir Anand trotzt dem Trend zum Internetkauf in der Corona-Pandemie und eröffnet in Hofheim einen Laden für Damen- und Herrenbekleidung. Weitere Neueröffnungen sollen folgen.

Hofheim – Es hat ein wenig gedauert, aber was lange währt, soll ja sprichwörtlich dann auch gut werden. Das jedenfalls ist den beiden Geschäftsinhabern zu wünschen, die trotz der Pandemie und eines sich weiter verstärkenden Trends zum Internet-Einkauf weiter auf den stationären Einzelhandel setzen. „Ich bin immer schon in die andere Richtung geschwommen wie alle anderen“, bekräftigt Sudir Anand, der im Jean-Hammel-Haus in der Hauptstraße 57 noch kurz vor Weihnachten sein neues Geschäft eröffnet hat. Damen- und Herrenoberbekleidung hat er im Angebot.

„Das hat hier wirklich gefehlt“, sagt eine Kundin vor allem mit Blick auf die Herren-Mode, die nach der Geschäftsaufgabe des Traditionshauses Hammel in der Altstadt gar nicht mehr vertreten war. Sudir Anand, der bereits seit elfeinhalb Jahren ein Geschäft mit diesem Sortiment in Kriftel betreibt, ist bislang sehr zufrieden mit dem Start in Hofheim. „Wir hatten schon länger ein Geschäft gleich hier um die Ecke, Am alten Bach“, sagt der gelernte Großhandelskaufmann. „Das lief immer sehr, sehr gut.“ Daher habe er gesagt: „Wir müssen in Hofheim mal auf die Hauptstraße.“ Als dann mit dem freien Ladenlokal im Hammel-Haus die Chance gekommen sei, habe er gern zugegriffen.

Neue Geschäfte im Main-Taunus-Kreis – Sudir Anand will trotz Corona-Pandemie expandieren

In Kelkheim will der 35-jährige Anand, der mittlerweile 14 Angestellte beschäftigt, übrigens noch ein weiteres Geschäft eröffnen. Er nutze das Internet für Werbung und habe Kunden sogar aus Friedberg oder Gießen, sagt der Einzelhändler. Immer wieder werde er gefragt, ob er verrückt sei, bei dem Online-Drang noch zu expandieren. „Aber ich sehe es anders“, sagt Anand. „Es gibt auch noch Kunden, die lieber im Geschäft die Ware sehen, anfassen und probieren möchten.“ Und das Argument, im Internet sei alles billiger, lässt er auch nicht gelten. „Da kann ich immer gut mithalten“, ist er sicher.

Die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB), die das Gebäude vor gut einem Jahr erworben hatte, hat das erste Obergeschoss, in dem Hammel ebenfalls Geschäftsräume hatte, zu einer separaten Gewerbeeinheit umgebaut. Die Brautkleider, die schon in den großen Fenstern zur Hauptstraße als Blickfang stehen, kündigen die zweite Neueröffnung an. Die Hofheimerin Nicole Reinhard wird vom neuen Jahr an dort Brautmoden verkaufen. „Ich hätte gerne schon im Oktober eröffnet“, sagt Reinhard, doch Brandschutzauflagen hatten nach Auskunft der HWB den Umbau verzögert. Aber mittlerweile hat Reinhard die Schlüssel erhalten und kann mit ihrem Geschäft „Main Braut“ von Frankfurt in die Kreisstadt übersiedeln.

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Hofheim im Main-Taunus-Kreis: Bald auch ein neues Brautmodengeschäft

Dass im kommenden Jahr wieder Hochzeiten auch mit größerer Gästezahl gefeiert werden können, ist sie zuversichtlich. Ihren Optimismus bestätigt die Beobachtung, dass sich ihr Terminbuch für den Jahresanfang bereits fülle. Über das Ladenlokal im Obergeschoss, das einen intimen Rahmen ermöglicht, zeigt sich Reinhard sehr zufrieden.

Dass es in der Hauptstraße ein weiteres Brautmodengeschäft gibt, sieht sie selbst nicht als Problem. Sie vertrete ganz andere Hersteller und sei zudem "immer dafür, dass man miteinander arbeitet", sagt die Hofheimerin.

Main-Taunus-Kreis: Café Kokkos eröffnet in der neuen Stadtbücherei in Hofheim

Eine weitere Neueröffnung soll es am 4. Januar geben. Dann wird das „Café Kokkos“, das in die neue Stadtbücherei integriert ist, kurz vor deren Einzug in Betrieb gehen. Janni Mantzafleris, seine Tochter Melina und sein Sohn Vasili wollen Kaffeespezialitäten, selbst gemachte Kuchenvariationen sowie kleine griechische Vorspeisen-Dips kredenzen.

Auch „Meze“, die griechische Variante von Tapas, sollen die Gäste mediterran verwöhnen. Die Familie Mantzafleris hat, wie Sudir Anand, in Kriftel schon lange ein Standbein, sie betreibt dort seit mehr als 30 Jahren das Restaurant „Zum Engel“. Für das zweite Restaurant in dem Komplex, das „1811“, gibt es noch kein Eröffnungsdatum. Eine neue Gewerbefläche entsteht gerade „Im Angel 4“. Dort ist noch genauso unbekannt, was künftig angeboten wird, wie für die neuen Ladenlokale, die an der Niederhofheimer Straße/Ecke Nordring in der Fertigstellung sind. (Barbara Schmidt)

Auch im vergangenen Frühjahr eröffneten bereits zahlreiche neue Geschäfte in Hofheim.

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