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Hofheim: Das erste Abi im Container

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Von: Barbara Schmidt

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Mutmacher am Bauzaun: "Anton stay strong", Anton, bleib stark, oder "Mit Maxima kommt maximaler Erfolg". Eltern und Freunde geben den angehenden Abiturienten mit netten Sprüchen Unterstützung für die Prüfungen, die im Juni fortgesetzt werden.
Mutmacher am Bauzaun: "Anton stay strong", Anton, bleib stark, oder "Mit Maxima kommt maximaler Erfolg". Eltern und Freunde geben den angehenden Abiturienten mit netten Sprüchen Unterstützung für die Prüfungen, die im Juni fortgesetzt werden. © babs

Die schriftlichen Prüfungen an der MTS sind geschafft - 200 Neuanmeldungen für Jahrgangsstufe 11

Hofheim. Die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen sind geschafft. Und da die Main-Taunus-Schule gerade Großbaustelle ist, war's das erste Abi im Container. "Super" habe das geklappt, sagt Schulleiterin Sabine Buse-Stephan. "Den Stress hatten wir im Vorfeld", ergänzt sie. Denn eigentlich habe man, wie immer in den vergangenen Jahren, die Abiturprüfungen im separaten 90er-Jahre-Schulbau durchführen wollen. Doch die Bauleitung habe dringend abgeraten. Der Grund: Anstehende Bauarbeiten würden für Lärm und damit für zu viel Störung sorgen. "Man musste uns aber erst mal überzeugen, dass das im Gebäude 8 nicht der Fall sein würde", berichtet die Direktorin - und kann im Rückblick sagen: "Das hat sich bestätigt."

Nach zwei Jahren unter verschärften Corona-Bedingungen hat die Pandemie die Prüfungen diesmal kaum beeinträchtigt. Einen Covid-Krankheitsfall habe es unter den Abiturienten gegeben, so Buse-Stephan, dazu einen weiteren Ausfall aufgrund einer anderen Erkrankung. Insgesamt konnten damit 143 Schülerinnen und Schüler an den Abschlussprüfungen teilnehmen. Und das zwar mit Abstand, aber ohne Maskenpflicht. Von der wieder gebotenen Möglichkeit eines Tests vorab sei kaum Gebrauch gemacht worden, sagt die Schulleiterin.

Was die Aufgabenstellungen beim Landesabitur anging, sind Buse-Stephan keine Klagen zu Ohren gekommen. Dass wieder, wie schon im vergangenen Jahr, einer der Vorschläge vorab von den Lehrern aussortiert werden durfte und zudem mehr Zeit für die Prüfungen war, habe sicher auch Anteil daran, dass alles "ein bisschen entspannter" abgelaufen sei.

Dass manches, was durch Corona verändert worden ist, "nicht verkehrt ist, das haben wir an der ein oder anderen Stelle gemerkt", das ein oder andere beizubehalten, sei sicher auch auf lange Sicht nicht verkehrt. Dazu zählt die Direktorin auch Erfahrungen unabhängig vom Abitur wie etwa die Teilnahme einer größeren MTS-Delegation (der größten aller hessischen Schulen) an den Bundesfinals von "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin vor wenigen Tagen. Die höhere Zahl der betreuenden Lehrkräfte, die aufgrund von Corona ermöglicht worden war, sei von allen Teilnehmern als sehr positiv empfunden worden.

Mit dem Abitur geht es im Juni weiter. Dann stehen Präsentationen und mündliche Prüfungen an. Für alle, die erst noch in die Oberstufe gehen wollen, um sich auf die Reifeprüfung vorzubereiten, gibt es an der MTS übrigens eine Neuerung: Die Schule habe das sogenannte "Nuller-Jahr", in dem es wegen des Wechsels von G 8 zurück auf G 9 keine E-Phase gab, für eine Überarbeitung des Oberstufen-Curriculums genutzt, erläutert Sabine Buse-Stephan. Ab dem kommenden Schuljahr wird auch die 11. Jahrgangsstufe schon im Kurssystem unterrichtet. Bisher geschah das noch im Klassenverband. Die Neuerung hat zum einen den Vorteil, dass die Schüler schon einmal lernen, sich im Kurssystem zurechtzufinden, bevor es um Punkte geht. Zum anderen sollen bereits Neigungsfächer gewählt werden können - das macht bei der Wahl der Leistungskurse sicherer. Die hohe Zahl von 200 Neuanmeldungen für die elfte Jahrgangsstufe wertet die Schulleiterin als Bestätigung. "Das ist großartig - und genau die Richtung, die wir jetzt gebraucht haben", freut sich Buse-Stephan, die einräumt, die zuletzt rückläufigen Anmeldezahlen hätten das Hofheimer Gymnasium doch ein wenig beunruhigt.

Extra: Trotz Großbaustelle: Run aufs Hofheimer Gymnasium hält an

Auch für das neue Schuljahr 2022/23 scheint sich zu bestätigen, dass die Großbaustelle MTS Eltern von Viertklässlern nicht abschreckt: Wieder kann das Hofheimer Gymnasium mehr Anmeldungen für die fünften Klassen melden, als es Plätze zu bieten hat. Maximal 180 Schülerinnen und Schüler können an der sechszügigen Schule in die Jahrgangsstufe Fünf aufgenommen werden. Rund 20 Anmeldungen gab's zu viel, sagt Schulleiterin Sabine Buse-Stephan, so dass es wie in den Vorjahren eine Lenkungskonferenz mit dem Schulamt und den umliegenden Schulen gegeben habe, die gymnasiale Plätze bieten können.

Was die Baustelle angeht, lägen die Arbeiten hier wohl im Plan, sagt die Schulleiterin. Demnächst sollten die Fenster eingesetzt werden. Danach erfolge der Innenausbau, der ja kaum noch für Lärm und andere Belastungen sorge. "Das Schlimmste haben wir also wohl schon hinter uns", glaubt Buse-Stephan. babs

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