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Nicht nur optisch, sondern auch energetisch eine Verbesserung ist die neue Fassade der Stadthalle.

Umbau

Hofheim: Das neue Gesicht der Stadthalle

  • vonManfred Becht
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Die Stadt investiert 4,6 Millionen Euro. Der dunkle Durchgang zwischen Rathaus und Stadthalle wird noch umgestaltet.

Hofheim. -Die Sanierungsarbeiten an der Hofheimer Stadthalle sind weitgehend abgeschlossen, auf ein besonderes Stück müssen die Hofheimer aber noch eine Weile warten. Ganz verschwinden werden die Bauhandwerker aus dem Umfeld des Chinonplatzes ohnedies nicht. Denn der Durchgang zwischen Rathaus und Stadthalle soll noch so umgestaltet werden, dass sich ungebetene Besucher dort nicht mehr wohlfühlen.

Eine Überraschung wäre es gewesen, wenn die Corona-Pandemie keine Auswirkungen auf die Baustelle hätte. Die LED-Leinwand an der Fassade fehlt nämlich noch, und wie Rathaus-Pressesprecherin Iris Bernardelli auf Anfrage berichtet, verzögert sich die Anlieferung wegen der Pandemie um mehrere Wochen. Auf der Leinwand können unter anderem Hinweise auf anstehende Veranstaltungen gegeben werden.

Gemeinsam mit dem verlängerten Vordach ist die LED-Wand ein wichtiges Element der laufenden Sanierung über die technischen Fragen hinaus. Für auswärtige Besucher war bisher nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen, wo der Eingang zu der Halle ist, dies soll sich durch Leinwand und Vordach ändern. Von "Adressbildung" sprechen die Planer in solchen Fällen.

Natürlich trägt vor allem die begradigte Fassade mit den neuen Fenstern zur neuen Optik der Stadthalle bei. Wichtige Veränderungen dort wird man aber nicht sehen, sondern spüren - die neue Fassade ist gedämmt. Verschlossen ist nun ein praktisch zur Seite offener, weniger als einen Meter hoher Raum zwischen Ober- und Untergeschoss, der im Winter für eine ungemütlich kühle Atmosphäre und im Sommer für zu hohe Temperaturen sorgte.

Heizung und Lüftungsanlage konnten diese Effekte zwar mildern, aber nicht ganz beseitigen. Eine neue Lüftungsanlage wurde auch installiert, gleichzeitig der Energieverbrauch durch Wärmerückgewinnung und geringerem Stromverbrauch gesenkt. Künftig wird dort sogar Strom produziert, auf dem Hallendach wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Die soll etwa 45 000 Kilowattstunden jährlich liefern und damit etwa ein Achtel des Stromverbrauchs der Stadthalle.

Die Photovoltaikanlage müsse aber noch angeschlossen werden, sagt Bernardelli. Auch einige Putzarbeiten an der Fassade stehen noch an. Im Innern des Gebäudes sollen die Arbeiten in diesen Tagen abgeschlossen werden; verschiedene Räume bekamen eine neue Optik verpasst. Natürlich muss ganz am Ende alles noch durch den Bauherrn - die Hallen- und Parkhaus GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadt - abgenommen werden.

Insgesamt ist die Stadt mit dem Verlauf der Arbeiten zufrieden. Glücklicherweise seien keine Firmen insolvent gegangen. Die Kostensteigerungen gegenüber der ursprünglichen Kalkulation seien mit 4 bis 5 Prozent vertretbar. Während der Bauarbeiten hat sich herausgestellt, dass zusätzlich einige Brandschutzmaßnahmen zu treffen waren. Insgesamt sollte die Sanierung der Stadthalle 4,6 Millionen Euro kosten.

Nicht eingerechnet ist dabei der Umbau des Durchganges zwischen Rathaus und Stadthalle. Dort will die Stadt weitere 280 000 Euro verbauen. Die Arbeiten sollten ursprünglich gleich im Anschluss an die Hallensanierung stattfinden, haben aber bisher nicht begonnen. Die Stadtverordnetenversammlung sollte in der vergangenen Woche noch einmal über das Projekt beraten und den Magistrat beauftragen, die Hallen- und Parkhaus GmbH mit dem Projekt zu betrauen. Das Thema wurde allerdings verschoben, um die Tagesordnung mit Blick auf die Corona-Pandemie so kurz wie möglich zu halten.

Ziel des Umbaus ist ausdrücklich, den Durchgang dort als Aufenthaltsort für Jugendliche weniger attraktiv zu machen. Nach Überzeugung der Verwaltung erzeugen die Jugendlichen, die sich dort treffen, bei den Passanten ein gewisses Unsicherheitsgefühl. Dass im Umfeld der Stadthalle gelegentlich mit Drogen gehandelt wird, gilt als sicher; die Stadt möchte dafür nicht auch noch Möglichkeiten anbieten, diese Geschäfte ungesehen abwickeln zu können. Geplant ist daher, den Durchgang zu begradigen sowie vorhandene Nischen durch Blumenkübel zu verschließen. Manfred Becht

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