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Hofheim: „Das wird eine coole Geschichte“

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Von: Barbara Schmidt

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Auch wenn es fast so wirkt: Diese beiden Herren, die im Auftrag der Stadt fürs Vergnügen der anderen arbeiten, haben sich nicht aufs Eis gewagt. Holger Helmiss (links) organisiert die Rollschuhbahn für Hofheims „Eiszauber auf Rollen“, Marcel Weinheimer sorgt im Auftrag der Familie Roie für den gastronomischen Part auf dem Kellereiplatz. FOTO: babs
Auch wenn es fast so wirkt: Diese beiden Herren, die im Auftrag der Stadt fürs Vergnügen der anderen arbeiten, haben sich nicht aufs Eis gewagt. Holger Helmiss (links) organisiert die Rollschuhbahn für Hofheims „Eiszauber auf Rollen“, Marcel Weinheimer sorgt im Auftrag der Familie Roie für den gastronomischen Part auf dem Kellereiplatz. © babs

Der energiesparende Eiszauber auf Rollen geht am Donnerstag an den Start

Hofheim. „Es ist in meinen Augen eine tolle Idee“, sagt Holger Helmiss. Der Event-Veranstalter aus Wallau blickt zuversichtlich der Eröffnung des diesjährigen „Hofheimer Eiszaubers“ entgegen, der den Zusatz trägt: „. . . auf Rollen“. Von den Schlittschuhen auf Rollschuhe umzusteigen, um das große sportliche Freiluft-Vergnügen in der Advents- und Weihnachtszeit trotz Energiekrise erhalten zu können, ist für die Stadt und Helmiss deutlich mehr als eine Notlösung.

„Rollschuhfahren hat nicht nur durch RTL II einen neuen Boom erfahren“, weiß der Event-Manager und spielt damit auf die Show „Skate Fever“ des Fernsehsenders an. Weil die Bahn so weiß ist, als wäre sie aus Eis, soll zudem auf dem Kellereiplatz auch auf Rollen ein bisschen Winter-Illusion geweckt werden. „Das Laufgefühl ist natürlich ein anderes“, räumt Helmiss ein, er glaube aber, „wir setzen damit auf das richtige Pferd“.

Die Alternative, nichts zu machen, kam auch für die Stadt nicht infrage. Gerade „angesichts der krisenhaften Zeiten“ habe die Stadt einen Treffpunkt bieten wollen, „der Spaß, Wärme, Leckereien und gute Gespräche verspricht“, lässt Bürgermeister Christian Vogt (CDU) verlauten. Mit der Familie Roie sind beim Eiszauber auf Rollen neben Helmiss in der Kreisstadt wohlbekannte Schausteller mit im Boot.

Für alle Beteiligten ein Muss: Es sollte so wenig Energie wie möglich eingesetzt werden müssen. „Die braucht man bei der Eisbahn ja nicht nur für das Eis, sondern auch fürs Abtauen“, erläutert Helmiss. Zwar habe er die Eisbahn-Technik schon optimiert gehabt, was den Energieverbrauch angehe, doch mit einer Rollschuhbahn sei das natürlich überhaupt kein Vergleich. Auch bei der Beleuchtung ist Sparsamkeit Trumpf: „Wir haben alle Lichter auf LED umgestellt“, sagt der Veranstaltungsfachmann, der eingesteht, „man fragt sich ein Stück weit: Warum jetzt erst?“.

Wer eigene Rollschuhe hat oder dafür anschaffen möchte (gibt’s im Handel für rund 60 Euro), kann sie nutzen. Für alle, die keine besitzen, stehen Leih-Exemplare zum Preis von 6 Euro bereit. Ganz wichtig: Inliner sind nicht erlaubt. Die Art der Bewegung sei einfach zu unterschiedlich, beides zu nutzen sei so auf einer Bahn nicht organisierbar, meint Helmiss. Inliner seien deutlich schneller, mit Rollschuhen bewege man sich dagegen dynamischer, „das ist eher ein ,cool move‘“.

Neben der Rollschuhbahn wird es auch ein „Eisstockschießen“ auf weißem Kunststoffbelag geben. Ein Kinderkarussell für die Kleinsten, eine Alm-Hütte, Gastronomie- und Verkaufsstände runden das Angebot auf dem Kellereiplatz ab. Donnerstags bis sonntags soll zudem ein Weihnachts-Oldtimer durch die Innenstadt rollen.

Mehrere Hofheimer Gastronomen haben sich außerdem zusammengetan, um auf dem Tivertonplatz für noch mehr Adventsstimmung zu sorgen. Dort öffnet vom 2. Dezember an immer freitags und samstags von 18 bis 22 Uhr der „Hofheimer Glühweingarten“.

Die 15 mal 35 Meter große Rollschuhbahn und die beiden Bahnen zum Stockspielen und Lattln und alle anderen Angebote auf dem Kellereiplatz gehen bereits in dieser Woche in den Betrieb. Am Donnerstag, 24. November, fällt der Startschuss mit einem kostenlosen „Pre-Opening“ von 15 bis 17 Uhr. Bis zum 8. Januar währt dann das Vergnügen.

Holger Helmiss ist gespannt, wie die Rollschuhbahn ankommt. Für ihn ist das Ganze auch ein Testlauf, denn er könnte sich gut als Ergänzung zur Eisbahn im Winter dann eine Rollschuhbahn im Sommer in Hofheim vorstellen. Und auch wenn’s in diesem Winter mit dem Eis nicht klappt, ist er doch sicher: „Es wird eine coole Geschichte.“

EXTRA: Preise und Öffnungszeiten - auch an Heiligabend und Silvester

Das Rollschuhvergnügen kostet an den nicht gesponserten Tagen pro Person 5,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre zahlen 5 Euro. Ein bisschen billiger wird’s nicht im Dutzend, sondern mit einer Zehnerkarte zum Preis von 50 bzw. 45 Euro. Geöffnet hat die Rollschuhbahn montags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr. Auch an Heiligabend (11 bis 16 Uhr), den beiden Weihnachtstagen (13 bis 20 Uhr) und an Silvester (11 bis 16 Uhr) sowie Neujahr (13 bis 20 Uhr) lockt das Vergnügen. Rollschuhe werden in den Größen 28 bis 48 verliehen, die Leihgebühr pro Paar beträgt 6 Euro, zudem ist ein Pfand zu hinterlegen. Der Eiszauber auf Rollen endet am 8. Januar. babs

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