Die sogenannte "Klärwerkskurve", wenige Meter vor dem Ortseingang von Lorsbach, soll saniert werden.
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Die sogenannte "Klärwerkskurve", wenige Meter vor dem Ortseingang von Lorsbach, soll saniert werden.

Bauprojekt

Hofheim: Der Widerstand gegen die Vollsperrung der L 3011 wächst weiter

  • vonManfred Becht
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Es ist eine der am meisten befahrenen Strecken in den Taunus - und die soll für Monate voll gesperrt werden. 1320 Bürger haben bereits die Forderung nach einspurigem Verkehr unterschrieben.

Lorsbach/Langenhain -Der Widerstand gegen die geplante Vollsperrung der Landesstraße 3011 zur Reparatur der Stützmauer in der sogenannten "Klärwerkskurve" wächst weiter. Jetzt hat sich auch der Ortsbeirat Langenhain in die Debatte eingeschaltet mit dem Ziel, Umleitungsverkehr zu vermeiden oder wenigstens für den Stadtteil erträglicher zu machen. Derweil haben sich 1320 Bürger an einer Unterschriftensammlung beteiligt, die durch den Lorsbacher Ortsvorsteher Dieter Kugelmann initiiert wurde.

Der Ortsbeirat Langenhain hat einstimmig beschlossen, dass der Magistrat sich dafür einsetzen soll, dass der Baustellenbereich an der L 3011 am Klärwerk auch während der Arbeiten einspurig befahrbar bleibt. Das hat Hessen Mobil, die für das Vorhaben zuständige Behörde, bislang abgelehnt unter Hinweis auf die geringe Breite der Fahrbahn. "Unser Hauptziel muss sein, dass einspuriger Verkehr bleiben kann", so Erster Stadtrat Wolfgang Exner dazu im Ortsbeirat.

Sperrung bei Hofheim bedeutet Probleme für Geschäftsleute

Dass dies erreicht wird, darauf will man sich in Langenhain allerdings nicht verlassen. Der Magistrat soll daher, so wurde weiter beschlossen, dafür sorgen, dass der Fernverkehr großräumig auf die Sperrung hingewiesen wird. Und die Stadt soll auch dafür sorgen, dass der Verkehr flüssig durch Langenhain fließen kann.

Das wird für Lorsbach ein frommer Wunsch bleiben, wenn es zur Vollsperrung kommt. Dann fahren viele über Langenhain, wird es auf der engen Straße Alt Lorsbach zu erheblichen Behinderungen kommen. Neben den Problemen für die Geschäftsleute und der weiten Umwegfahrten für Pendler ist das ein wichtiger Grund für den Widerstand gegen die Pläne von Hessen Mobil.

"Ich finde gut, dass viel öffentlicher Druck gemacht wird", so Stadtrat Exner. Wie bereits berichtet, hat sich der Eppsteiner Bürgermeister Alexander Simon eingeschaltet, da auch die Pendler aus der Burgstadt weite Umwege fahren müssen. Wie im Ortsbeirat Lorsbach außerdem berichtet wurde, machen inzwischen außerdem die Eltern aus der Langenhainer Grundschule gegen die Sperrung mobil.

Hofheim: Provisorische Spur entlang der Straße?

Dort stellte CDU-Mann Stefan Weise die Idee zur Debatte, den Bach zu verrohren, um so Platz für eine breitere Straße zu schaffen; gleichzeitig müsste dann auch die Mauer nicht saniert werden. Ortsvorsteher Kugelmann hat sich von Hessen Mobil sagen lassen, dass der Bach sehr hoch liegt und daher keine Abdeckung gebaut werden könnte, die so stark ist, dass sie den Straßenverkehr aushalten könnte. Außerdem sei die Behörde für den Bach nicht zuständig.

Als einziger Ausweg wird daher der Bau einer provisorischen Spur entlang der Straße diskutiert. Zum Teil gehöre das Gelände sogar Hessen Mobil, so Exner, zum Teil dem angrenzenden Reiterhof. Lässt sich die Behörde auf die Idee ein, müsste sie sich schnell mit dem Grundeigentümer einig werden. Das Gelände werde für den Bau des Radweges nach Hofheim ohnehin gebraucht, informierte Exner noch.

Zu dem Radweg hatte der Planungsdezernent dann die Information mitgebracht, dass das Projekt nicht dadurch infrage gestellt würde, wenn der durch den Wald verlaufende Heinrichsweg am Anfang und am Ende befestigt und so für Radfahrer komfortabler gemacht werden könnte. Dies hat sich die Stadt von Hessen Mobil bestätigen lassen und möchte nun die Befestigungsarbeiten anpacken. bt

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