Blick in einen der modern ausgestatteten Unterrichtsräume der Elisabethenschüler. Dort stehen übrigens auch Luftfilter.
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Blick in einen der modern ausgestatteten Unterrichtsräume der Elisabethenschüler. Dort stehen übrigens auch Luftfilter.

Schule

Hofheim: Die Elisabethenschule wird ein Gymnasium

  • vonBarbara Schmidt
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Das hessische Kultusministerium hat dem Antrag der Hofheimer Realschule zugestimmt. Der Neuaufbau beginnt nach den Sommerferien.

Hofheim -Die Kreisstadt bekommt zum nächsten Schuljahr ein zweites Gymnasium. Das Kultusministerium hat dem Antrag der privaten Elisabethenschule entsprochen, die Schulform zu wechseln. Vom Schuljahr 2021/22 an wird aus der Realschule in christlicher Trägerschaft ein G 9-Mittelstufen-Gymnasium.

Das geht natürlich nur peu à peu, denn alle, die bereits als Realschüler die "Eli" besuchen, werden das auch weiter tun. Das Gymnasium wird von unten her neu aufgebaut, angefangen mit dem nächsten Jahrgang Fünftklässler.

Der Gedanke, sich um den Wechsel der Schulform zu bemühen, sei in den vergangenen Jahren immer mehr gewachsen, sagt Schulleiterin Pia Radeck. Ein Grund sei gewesen, dass ein Gymnasium nicht einen großen Teil des zehnten Schuljahrs mit der Vorbereitung von Abschlussprüfungen zubringen müsse. Ein anderer die große Nachfrage nach gymnasialer Beschulung im Main-Taunus-Kreis, wo schon länger der Ruf nach einem vierten Gymnasium aus Elternkreisen und aus der Politik besteht.

Es sei kein Geheimnis, dass die "Eli" schon lange auf gymnasialem Niveau arbeite, meint Radeck. Die Schulleiterin bestätigt, dass ein Großteil der Viertklässler, die sich alljährlich um Aufnahme bemühen, eine Gymnasialempfehlung habe. Zudem wechselten 85 Prozent der Zehntklässler im Anschluss auf eine gymnasiale Oberstufe.

"Im Grunde ändert sich für uns nicht viel", sieht die Schulleiterin auch mit Blick auf das Lehrerkollegium und die künftig zu leistende Unterrichtsarbeit die neue Herausforderung als unproblematisch an. Alle Lehrkräfte, das sei ihr vom Schulamt bestätigt worden, verfügten über die erforderliche Qualifikation als Sekundarstufe I-Lehrer, viele hätten ohnehin eine Ausbildung als Gymnasiallehrer. Auch einen Lateinlehrer gibt es bereits.

Vorlegen musste die Schule beim Kultusministerium ihre Curricula, um nachzuweisen, dass sie das erforderliche Niveau erbringen kann. Dies sei im vergangenen Schuljahr vom ganzen Kollegium gemacht worden, sagt Radeck - und hat nun zum gewünschten Erfolg geführt.

Auch als Mittelstufengymnasium wird die 1893 von den Dernbacher Schwestern begründete "Eli" dreizügig bleiben. Mehr lassen die räumlichen Kapazitäten auch gar nicht zu. Das ist ein Grund, warum ein komplettes Gymnasium mit Oberstufe nicht in Betracht gekommen sei, erläutert die Schulleiterin.

Die künftigen Fünftklässler wurden alle schon mit Blick auf die anstehende Veränderung der Schulform aufgenommen. Bei den Eltern, die im Herbst bereits ihre Sprösslinge für das kommende Schuljahr angemeldet haben, sei es vielfach schon durchgesickert gewesen, dass die "Eli" Gymnasium werden will, berichtet Radeck. Ob Realschule oder Gymnasium, darauf komme es ihr weniger an, habe eine Mutter ihr gesagt. "Hauptsache, es steht ,Eli' drauf."

Ihr besonderes Schulprofil wolle die "Eli" auch künftig pflegen, betont die Rektorin. Der musische Schwerpunkt gehöre genauso weiter dazu wie die Schulseelsorge. babs

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