Durch den Eingang auf das Gelände des Sportparks sind schon unzählige Schüler und Sportler gegangen. Doch nach 45 Jahren soll das gesamte Areal auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. FOTO: Knapp
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Durch den Eingang auf das Gelände des Sportparks sind schon unzählige Schüler und Sportler gegangen. Doch nach 45 Jahren soll das gesamte Areal auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden.

Ortsbeirat

Hofheim: Die Stadt hat den Sportpark Heide im Blick

  • VonBarbara Schmidt
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Mit allen Akteuren soll ein umfassendes Nutzungskonzept für eine "zukunftsgerechte Entwicklung" des Areals erarbeitet werden

Hofheim -Auf dem Sportpark Heide muss was passieren. Darüber war sich nicht nur der Ortsbeirat einig, damit rennt er allem Anschein nach auch bereits offene Türen beim Magistrat ein. "Das ist alles schon bei uns vorbereitet", konnte Bürgermeister Christian Vogt (CDU) jedenfalls sagen, dass die Stadtverwaltung das in die Jahre gekommene Sport-Areal längst im Blick hat. "Sport-Entwicklungsplan" hat sie das Vorhaben getauft.

Vor fixen Plänen sei eine Beteiligung aller, die hier Akteure sind, geplant, erläuterte Vogt. Wer Beteiligung ernst nehme, der wisse, "dass das aber nicht mit Zoom und Co. geht", sieht der Rathauschef digitale Treffen nicht für die passende Art der Beratung an. Wenn die jetzt wieder in Präsenz möglich ist, möchte die Stadt einladen, miteinander zu überlegen, wie eine "zukunftsgerechte" Entwicklung aussehen soll.

"Wird uns schon einiges kosten"

Beim Tennis, das in der Pandemie wieder boomt, gebe es bereits Nachfrage nach zusätzlichen Plätzen, konnte Vogt berichten. Zu berücksichtigen sei sicher auch, dass auf dem Sportpark Heide die einzige Leichtathletik-Anlage in der gesamten Kreisstadt zu finden ist. Nicht nur der Bundesjugendspiele wegen werde sie sicher auch weiter gebraucht. Sportstätten in dieser Dimension seien schon etwas Besonderes, machte der Bürgermeister deutlich. Sie auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, das "wird uns schon einiges kosten, und das wird nicht ganz einfach werden", räumte er aber auch ein.

Die SPD-Fraktion hatte im Ortsbeirat den Antrag eingebracht, unter Einbeziehung der unterschiedlichen Interessengruppen ein umfassendes Nutzungskonzept für das gesamte Sportpark-Areal zu erarbeiten. Ihr Vertreter Tobias Undeutsch sagte: "Wenn es die gleiche Richtung ist, in die der Magistrat auch will, ist es doch super." Sein Fraktionskollege Vinzent Weber hatte zuvor ausgeführt, dass der Sportplatz "in weiten Teilen nicht mehr zeitgemäß oder sanierungsbedürftig" sei. Auf der Laufbahn der Leichtathleten stehe häufig das Wasser, in den Weitsprunggruben fehle Sand.

Außerdem solle bei einer Weiterentwicklung an das umliegende Gelände gedacht werden, so Weber. Die Nutzungszeiten der Basketballanlage reichten möglicherweise nicht aus. Der Zeltplatz und die angrenzenden Waldwege sollten ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden. Hier gebe es einen ersten Lehrpfad, den die Waldjugend eingerichtet hat. Das ließe sich ausweiten. Früher gab es zudem einen Trimm-Dich-Parcours. Da könnte überlegt werden, ein zeitgemäßes Angebot zu machen.

Für die CDU im Ortsbeirat nannte es Kristin Seitz eine "sehr gute Idee, das gesamte Gelände in einem zu betrachten und ein Nutzungskonzept zu erarbeiten", wie es der Magistrat in Planung hat. Andreas Nix (CDU) regte an, bei einer Beteiligung der Sportpark-Nutzer nicht nur an Vereine, sondern auch an interessierte Bürger zu denken und die Treffen offen für jedermann durchzuführen. Immerhin gibt es eine Gaststätte, und der Sportpark wird immer mal für größere Veranstaltungen wie das "Sommerschein"-Festival genutzt.

Dass es auch eine Sanierung des Schotterwegs am Sportpark Heide (in der Verlängerung der Schlossstraße) braucht, hatte zuvor schon die CDU moniert. Hier gibt es wieder tiefe Rinnen und Schlaglöcher. Sabine Nix konnte von einer schwierigen Fahrt mit dem Rettungswagen über den Weg zum Fußballplatz berichten. Der Ortsbeirat unterstützte den Antrag genauso einstimmig wie den der SPD.

Info: Vor 45 Jahren wurde der Sportpark eingeweiht

Der Sportpark Heide ist eines der Projekte, die Bürgermeister Friedrich Flaccus (CDU) gemeinsam mit seinem Kulturamtsleiter Adi Schmidt in den 1970er Jahren auf den Weg brachte. 1976 wurde der Sportpark eingeweiht. Hier befinden sich neben dem Leichtathletik-Stadion als Herz der Anlage auch Kleinsportplätze für Volleyball, Handball oder Ringtennis.

Zudem ist der Sportpark die Heimat des FC Marxheim. Er konnte 2017 seinen neuen Kunstrasenplatz einweihen und hat zudem einen weiteren Fußballplatz zur Verfügung. Die Main-Taunus Redwings haben sich auf einer Fläche auf der anderen Straßenseite eine Baseball-Anlage mit viel Eigeninitiative und Eigenmittel-Einsatz realisiert, die 2010 in Betrieb gehen konnte. Auch eine Tennishalle und -plätze im Freien sind vorhanden. Der Zeltplatz wird seit 2015 in Regie der Pfadfinder von St. Bonifatius geführt. Die Hütte wird von der Waldjugend genutzt. Weit über Hofheim hinaus bekannt geworden ist der Sportpark Heide noch durch das Schnitzelrestaurant "Waldgeist". babs

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