Die engagierte Christdemokratin Elli Wagner wurde am Mittwochabend erneut zur Ortsvorsteherin des Ortsbeirates Kernstadt gewählt.
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Die engagierte Christdemokratin Elli Wagner wurde am Mittwochabend erneut zur Ortsvorsteherin des Ortsbeirates Kernstadt gewählt.

Ortsbeirat

Hofheim: Elli Wagner bleibt Ortsvorsteherin

  • vonBarbara Schmidt
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Ortsbeirat Kernstadt wählt Doris Preusche (Grüne) zur Stellvertreterin. Zu den wichtigen Themen der neuen Wahlperiode zählt der Umbau des Busbahnhofs.

Hofheim -Elli Wagner bleibt Ortsvorsteherin in der Kernstadt. Sie hat damit Aussicht, im Dezember "Dienstjubiläum" zu feiern. 20 Jahre ist sie dann im Amt. Im Dezember 2001 wurde die Christdemokratin erstmals zur Ortsvorsteherin (damals des Ortsbeirats Nord) und damit zur Nachfolgerin von CDU-Mann Wolfgang Benner (gest.) gewählt, der aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. Die heute 71-jährige Wagner bringt also viel Erfahrung mit. "Erneut geht's weiter", kommentierte sie mit einem Lächeln am Mittwochabend ihre Wiederwahl per Akklamation, die einstimmig ausfiel.

Doris Preusche (Grüne) hatte die stets auf Ausgleich bedachte Wagner für das Ortsvorsteherinnen-Amt vorgeschlagen, im Gegenzug wurde - entsprechend einer Absprache zwischen den beiden stärksten Fraktionen - Preusche von CDU-Vertreter Jürgen Pauly für das Amt der stellvertretenden Ortsvorsteherin als Vorschlag benannt. Preusche (57) hatte als Ortsbeirats-Neuling bei der Kommunalwahl am 14. März etwas überraschend die meisten Einzelstimmen aller Kandidaten erhalten. Die Grünen haben zwar rund sechseinhalb Prozent weniger Stimmen bekommen als die CDU, in dem elfköpfigen Gremium aber genau wie diese drei Sitze.

Zu den wichtigsten Entscheidungen in der neuen Wahlperiode für die Kernstadt zählt Elli Wagner den Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs.

Ortsbegehung am Busbahnhof

"Ein ganz schwieriges Thema", sagt die Ortsvorsteherin. Für die Zusammenarbeit in der Stadtteilvertretung will sie mit einer baldigen Ortsbegehung für einen guten Start und eine breite Informationsgrundlage sorgen. "Wir werden uns jetzt finden müssen", sagt die Christdemokratin.

Dabei ist noch unklar, wie viele der Mitglieder, die am Mittwoch die konstituierende Sitzung in der Stadthalle bestritten, auch dauerhaft dem Gremium angehören werden. Landwirt Jürgen Pauly, der von hinteren Listenplätzen in die Stadtverordnetenversammlung und den Kreistag gewählt wurde, wird laut Wagner zugunsten von Beate Faust auf den Sitz im Ortsbeirat verzichten. Von den Koalitionsverhandlungen für die Stadtverordnetenversammlung hängt ab, ob Wilfried Stierstädter (FWG) in den Magistrat wechselt. Für ihn würde mit Bodo Tadewald der erfahrenste aller Hofheimer Kommunalpolitiker nachrücken.

Von Tadewald gab es, ebenso wie von der Grünen-Stadtverordneten Bettina Brestel, gleich auch Kritik dafür, dass die konstituierende Sitzung entgegen den Gepflogenheiten bereits für Anträge und Anfragen genutzt wurde. Das sei in diesem Gremium immer schon so gewesen, verteidigte das Wagner. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) kommentierte, es gebe ja auch für diese Zusammenkunft das volle Sitzungsgeld. Kernproblem ist allerdings der Sitzungs-Kalender, der für die Kernstadt erst nach der Sommerpause die nächste Sitzung vorsieht. So lange nichts zu tun sei nicht gut, "gerade für die Kernstadt, wo es so viele Themen zu bearbeiten gibt", findet die Ortsvorsteherin.

Kein Geld für versenkbare Poller

Klar wurde so unter anderem schon einmal, dass der Magistrat eine Lösung für die Zufahrt zum Ostend an der Rudolf-Mohr-Straße mit Hilfe versenkbarer Poller nicht unterstützen wird. Für den Kellereiplatz und die Hauptstraße könne man sich die teuren Poller (von 65 000 bis 100 000 Euro Kosten ist die Rede) aber vorstellen und wolle dafür auch Landesmittel beantragen, machte Bürgermeister Christian Vogt deutlich. babs

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