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Müll an Jugendraum in Langenhain sorgt für Zoff und Kopfschütteln.

Ortsbeirat

Müll an Jugendraum sorgt für Zoff und Kopfschütteln

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In Hofheim-Langenhain läuft einiges nicht rund, urteilt der Ortsbeirat. Hessen Mobil, die städtische Jugendarbeit und der Ortsbeirat Wildsachsen stehen in der Kritik.

Hofheim - Kopfschütteln löste im Stadtteilparlament aus, was gelegentlich rund um den Jugendraum passiert. Scherben, Flaschen und Kronenkorken außerhalb des Gebäudes zeigen an, wann dort gefeiert wurde. Man habe "wiederholt erhebliche Missstände und Vorfälle festgestellt", schimpft die CDU. Überhaupt nicht gefallen hat auch ein beleidigendes Transparent, das im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl an dem Gebäude befestigt worden war.

Der Magistrat weiß, wer das Transparent befestigt hat. Aus datenschutzrechtlichen Gründen würden die Namen öffentlich nicht genannt. Die Jugendlichen hätten aber unter anderem den künftigen Bürgermeister Christian Vogt, gegen den sich das Transparent richtete, zu einem Grillfest eingeladen, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Ansonsten werde das Haus von verschiedene Gruppen genutzt und auch für private Zwecke vermietet.

Ortsbeirat will mit städtischer Jugendarbeit reden 

Der Ortsbeirat möchte nun Gespräche mit Vertretern der städtischen Jugendarbeit führen. Es stehe nicht zur Debatte, den Jugendraum zu schließen, betonten Vertreter verschiedener Fraktionen. Für Ortsvorsteher Armin Jakob steht jedoch die private Vermietung des Raumes zur Disposition.

Die Jugendarbeiter werden sich, kommen sie tatsächlich in den Ortsbeirat, auf kritische Fragen einstellen müssen. Erstens gebe es in der Jugendarbeit viele personelle Wechsel, hieß es. Die jeweils neuen Jugendpfleger kämen auch in den Ortsbeirat, kündigten allerlei an, würden dann aber im Ort nie mehr gesehen, so Ortsvorsteher Jakob.

Ortsbeirat soll Wildsachsen auf die Finger klopfen

Überhaupt nicht gefallen hat dem Ortsbeirat die Fällung einer Reihe von Pappeln an der Straße nach Langenhain durch die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil. Begründet worden war dies mit Risiken für den Verkehr auf der Straße durch morsch gewordene Bäume. Vor allem die Grünen äußerten Unverständnis dafür, dass dies so schnell und ohne Einschaltung des Ortsbeirates passiert ist. Sie haben eine Anfrage eingebracht, um die näheren Umstände zu klären; die Antwort steht aber noch aus. Beschlossen hat der Ortsbeirat trotzdem schon einmal, dass die Stadt sich darum kümmern soll, dass die Pappelallee auf jeden Fall erhalten wird.

Außerdem soll der Magistrat dem Ortsbeirat Wildsachsen auf die Finger klopfen - auch wenn es so nicht formuliert wurde. In Wildsachsen wurde über den Zustand der Thierbachweiher diskutiert, und das mehrfach. Der Magistrat solle künftig die Zuständigkeit der Ortsbeiräte bei eingereichten Anträgen prüfen, wurde beschlossen. Denn die Thierbacher lägen nun einmal in Langenhain und nicht in Wildsachsen.

Ärger über Wortwahl?

Ob sich die CDU, die den Antrag stellte, vor allem über Aussagen geärgert hat, die in Wildsachsen getroffen wurden? Teilweise falsch sei die Behauptung, durch den zu großen Fischbesatz sei die gesamte Amphibienpopulation vernichtet werden, hieß es in dem Antrag. Und Ortsvorsteher Jakob verteidigte den Vorwurf, der Ortsbeirat selbst habe früher einmal einen Antrag zu einem Verkehrsproblem außerhalb Langenhains gestellt, mit den Worten, dies habe damals ja auch Hand und Fuß gehabt.

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