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Hofheim: Montessori-Schule erweitert ihre Oberstufe

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Von: Barbara Schmidt

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Auf dem geschotterten Platz soll der eingeschossige Containerbau Platz finden.
Auf dem geschotterten Platz soll der eingeschossige Containerbau Platz finden. © Knapp

Zahl der Schüler an der Privatschule wächst weiter. Der Containerbau soll nach den Sommerferien bezogen werden.

Marxheim. Die Montessori-Schule auf dem Gelände des Hauses vom Guten Hirten an der Schlossstraße wächst weiter. Dem will der Vorstand des Trägervereins Montessori-Zentrum Hofheim jetzt mit einem Erweiterungsbau probeweise Rechnung tragen. Geplant ist, einen Containerbau errichten zu lassen, um in den kommenden drei Jahren genügend Raum für die Oberstufenschülerinnen und Schüler zu haben. "Wir haben in den jetzigen Stufen acht und neun so viele Schülerinnen und Schüler, dass wir mit einem ziemlichen Andrang für die nächsten beiden Jahre auf die Oberstufe rechnen", sagt der Kaufmännische Direktor der Schule, Ralf Beyer, der zudem neben der Pädagogischen Direktorin Almut Edinger auch Vorstandsmitglied ist.

2011 machten die ersten Schüler hier Abitur

Seit 2008 verfügt die private Montessori-Schule, die ab dem Jahr 1996 nach und nach von unten her aufgebaut worden war, über eine Oberstufe. Die ersten Abiturienten konnten 2011 dort die staatliche Reifeprüfung ablegen, die staatliche Anerkennung erfolgte 2013. Um die 60 Oberstufenschüler zählte man zuletzt, "im kommenden Schuljahr werden es schon 67 sein", sagt Ralf Beyer. Die Schule wolle auch mit wachsender Schülerzahl "Kursvielfalt und Qualität" halten und habe daher nach einer Möglichkeit gesucht, sich "kurzfristig und temporär zur Probe ohne einen Neubau und immense Kosten" mehr Raum zu verschaffen, lässt das Montessori-Zentrum wissen. In Schulen, die Containerbauten nutzen, verschafften sich Träger- und Schulleitungs-Vertreter ein Bild und ließen sich von der guten Qualität der Räume und den ansprechend gestalteten Fassaden überzeugen.

Über eine Baugenehmigung habe man selbstverständlich mit dem Kreis gesprochen, sagt Beyer auf Nachfrage. Realisiert werden soll nun ein eingeschossiger Bau aus sieben Container-Modulen, der auf einem geschotterten Geländestreifen zwischen dem Parkplatz und dem 2009/10 errichteten Neubau für die Oberstufe und Fachräume aufgestellt werden soll. Er wird maximal fünf Räume bieten, die mittels flexibler Trennwände von der Größe her verändert werden können.

Die Container seien "selbstverständlich" fabrikneu, haben Sonnenschutz und Außenjalousien vor den dreifach verglasten Fenstern und verfügen über modernste Technik zur Energieeinsparung und Raumbelüftung. Auch an eine behindertengerechte Rampe ist gedacht. Um flexibel zu bleiben, wurde zunächst ein dreijähriger Mietvertrag für den Modulbau abgeschlossen.

Erprobungszeit von drei Jahren

Ralf Beyer beziffert die Kosten auf Nachfrage auf insgesamt 320 000 Euro. Die Finanzierung wird über den Trägerverein sichergestellt. Schon zum Start des kommenden Schuljahres 2022/23 soll der Zusatz-Bau genutzt werden können. "Je nach Entwicklung" soll dann entschieden werden, ob ein Neubau oder ein Rückbau in Angriff genommen wird. Ziel der aktuellen Maßnahme sei, allen Schülerinnen und Schülern aus der eigenen Mittelstufe mit entsprechender Qualifikation sowie auch externen Schülern, die ins Montessori-Zentrum wechseln wollen, einen Platz anbieten zu können, so Almut Edinger.

Als private Schule mit staatlicher Anerkennung ist die Montessori-Schule auf die Zahlung von Schulgeld angewiesen. Aktuell kostet der Besuch der Oberstufe 580 Euro monatlich. Hinzu kommen eine einmalige Aufnahmegebühr (770 Euro), pro Familie einmal ein zinsloses Darlehen an den Träger in Höhe von 3000 Euro und ein Materialgeld von 74 Euro im Jahr. Der Mitgliedsbeitrag für den Trägerverein beträgt jährlich 180 Euro. babs

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