An der Wand wird oft wild gepinkelt, und das riecht unangenehm: Das Passieren der Unterführung am Schwarzbach ist jedenfalls kein Vergnügen.
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An der Wand wird oft wild gepinkelt, und das riecht unangenehm: Das Passieren der Unterführung am Schwarzbach ist jedenfalls kein Vergnügen.

Stadtleben

Hofheim: Nase zuhalten - Hier stinkt's nach Pipi

Mitten in der Kreisstadt wird gerne in eine Unterführung gepinkelt. Die Stadt sagt: Eine feuchte Reinigung ist nicht möglich.

Hofheim -Nicht nur herumliegender Müll ist ein Ärgernis. Auch das Wild-Pinkeln fördert die Aufenthaltsqualität in der Stadt nicht, was eine Anfrage der CDU im Ortsbeirat Kernstadt thematisierte. Die Unterführung am Schwarzbach, unterhalb der Esso-Tankstelle in der Elisabethenstraße, werde daher von ihr als Fußgängerin lieber gemieden, auch wenn sie den Weg zum Bahnhof verkürzen könnte, wie Anita Vogt (Linke) den von der CDU beklagten Sachverhalt unterstützte. Allerdings lasse der Belag in der Unterführung eine feuchte Reinigung nicht zu, musste Stadtrat Bernhard Köppler (SPD) mitteilen. Er verwies auf die geplante Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs, die auch hier eine bauliche Veränderung bringen könnte. Ortsvorsteherin Elli Wagner (CDU) übersetzte: "Mit anderen Worten, man kann da nichts machen und es wird weiter vor sich hin stinken."

Bevor man den Geruch bekämpfe, solle man lieber die Ursache bekämpfen, fand Peter Ottlik (SPD). Das Problem seien fehlende oder verschlossene Toiletten in der Innenstadt, bekräftigten auch die Linke Vogt und die Grünen-Stadträtin Bettina Brestel. Müll müsse niemand auf die Straße werfen, aber pinkeln müsse der Mensch nun mal, meinte Brestel. Das Problem hätten auch Eltern oder Großeltern, die mit Kindern in der Stadt oder auf dem Spielplatz unterwegs seien. Da bleibe eben oft nichts, als ein Gebüsch aufzusuchen. Die Spielplätze am Schießberg und in der Langgasse würden jedenfalls "billigend als Toiletten hingenommen", so Bettina Brestel.

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