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Hofheim: Radfahrer-Demo auf der L 3011

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Die Stützmauer der L 3011 zum Mühlbach hin ist marode.
Die Stützmauer der L 3011 zum Mühlbach hin ist marode. © Knapp

Initiative fordert Radweg nach Lorsbach. Ein erster Abschnitt könnte schon gebaut werden.

Hofheim/Lorsbach -"Wir wollen nicht weitere 30 Jahre warten, bis der Radweg zwischen Hofheim und Lorsbach gebaut ist", sagt Sabine Proske für die Initiative "Hofheim bewegt sich". Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und der Hofheimer Lokalen Agenda 21 (HLA 21) ruft "Hofheim bewegt sich" für Samstag, 30. April, zu einer weiteren Fahrraddemo auf. Treffpunkt ist um 11 Uhr vor der Stadthalle.

Ziel der Radtour ist die Stützmauer an der L 3011, die bekanntlich saniert werden muss, was nach Angaben von Hessen Mobil, der für Straßen und Verkehr zuständigen Behörde des Landes, eine einjährige Sperrung der Landesstraße unabdingbar macht. An Ort und Stelle will sich die Initiative gemeinsam mit Politikern, Radfahrern und interessierten Bürgern ein Bild machen und diskutieren. Die Demo soll auf Hin- und Rückweg von der Polizei gesichert werden.

"Wir wollen nicht akzeptieren, dass Hessen Mobil seine Zusagen von einem Tag auf den anderen zurücknimmt", kritisiert "Hofheim bewegt sich". "Wir glauben, dass durchgängige, sichere und alltagstaugliche Radwege zwischen den Hofheimer Stadtteilen unabdingbar sind, damit Menschen so oft wie möglich aus dem Auto aus- und aufs Rad aufsteigen."

Die Veranstalter der Rad-Demo haben keinerlei Verständnis dafür, dass Hessen Mobil die Bauarbeiten an der Stützmauer und die Erneuerung der Straße nicht mit der Umsetzung des zukünftigen Radwegs zwischen Hofheim und Lorsbach verbindet. Die Begründung der Behörde: Der Radweg verfüge in diesem 400 Meter langen Abschnitt über keinen eigenen Verkehrswert.

"Das sehen ADFC und Radfahrer anders", so die Initiative. Auch wenn für einzelne Abschnitte des Radwegs entlang der Landesstraße die Eigentumsverhältnisse noch ungeklärt seien, solle dort jetzt ein wichtiger Anfang gemacht werden. "Denn damit kämen die Fahrradfahrer nach Abschluss der Bauarbeiten ab 2023 wenigstens sicher durch diese Kurve", so "Hofheim bewegt sich".

Der weitere Verlauf des Radwegs könne später daran anschließen. "Bei knappen öffentlichen Kassen erscheint es widersinnig, den Radwegbau als Teil der geplanten Baumaßnahme aufzuschieben."

Hessen Mobil hatte in der Antwort auf einen offenen Brief des ADFC erklärt, die Planungen des Radwegs seien zwar schon gut vorangeschritten, für den Bau benötige man aber Baurecht. Um den nötigen Grunderwerb tätigen zu können, sei die Durchführung eines Planfeststellungsbeschlusses erforderlich. Dieses Verfahren sei zeitaufwendig. red

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