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Blick zurück: Im November letzten Jahres wurde die Eisbahn auf dem Kellereiplatz aufgebaut.

Corona

Hofheim: Risiken zu groß - Eiszauber fällt aus

Organisator, Betreiber und Veranstalter sind sich einig:Das beliebte Eislauf-Vergnügen wäre zu einem finanziellen Glücksspiel geworden.

Hofheim -Der "Hofheimer Eiszauber 2020/2021" wird nicht stattfinden. Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen haben die Helmiss Event Agentur als Organisator, die Roie Wellenflug GmbH als Betreiber und die Stadt Hofheim als Veranstalter gemeinsam entschieden, das Eisbahn-Event abzusagen.

"Wir hätten den Eiszauber sehr, sehr gerne vom 19. November bis 10. Januar in Hofheim gehabt. Es wäre ein Event gewesen, das für Schlittschuh- und Eisstock-Fans aller Altersklassen eine wunderbare Abwechslung gebracht hätte", erklärte Bürgermeister Christian Vogt gestern.

"Herr Helmiss und Herr Roie haben bereits seit Monaten so viel Energie in den Eiszauber gesteckt, so viele gute und erfolgreiche Gespräche mit Partnern und Sponsoren geführt und die Veranstaltung immer wieder auf die jeweils aktuellen Corona-Verordnungen abgestimmt. Da haben wir den festen Willen gespürt, die Eiszauber-Fans nicht zu enttäuschen und nach Hofheim zu kommen. Dafür sage ich beiden und allen Beteiligten, die beim Eiszauber dabei gewesen wären, herzlichen Dank", so Vogt.

Als der Eiszauber in die Planung ging, hat die Corona-Verordnung 250 Personen zugelassen. Aktuell wären maximal 100 Eisläufer erlaubt, und niemand weiß, wie es bis Januar weitergeht. "Der Betrieb der Eisbahn hätte unter den aktuellen Bedingungen täglich mehr gekostet, als zu erwirtschaften wäre", teilte Rathaussprecherin Iris Bernardelli mit. Zum finanziellen Risiko wäre die Verantwortung für die Gesundheit der Besucher sowie des Personals hinzugekommen.

So hätte der Betreiber gewährleisten müssen, dass die notwendigen Abstände auf der Eisfläche eingehalten werden. Zuletzt sei außerdem klar gewesen, dass auch der Betrieb der Eisstockbahn mit Blick auf die aktuellen Kontaktbeschränkungen (Gruppen von maximal fünf Personen) nicht realisierbar sei.

Bei einem vorzeitigen Abbruch der Eisbahn wäre der Betreiber auf den Stornokosten für das angemietete Material im hohen fünfstelligen Bereich sitzen geblieben. Bürgermeister Vogt: "Wir als Stadt konnten ihm angesichts unserer Haushaltslage keine Zusage geben, diese Kosten gegebenenfalls zu kompensieren. Fazit ist: Der Betrieb der Eisbahn wäre zum finanziellen Glücksspiel geworden, das niemand hätte verantworten können. So blieb uns letztlich nur die Absage, die wir alle sehr bedauern." Nicht nur die Eisbahn-Fans aus Hofheim und Umgebung dürften enttäuscht sein. Auch zahlreiche Partner des Eiszaubers haben gesagt, dass sie sich freuen, in der Weihnachtszeit etwas Liebgewonnenes zu haben.

Nun hoffen Organisatoren, Betreiber und Sponsoren, dass es Ende 2021 wieder einen Eiszauber gibt. hk

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