So stellen sich die Freien Demokraten die künftigen Radwege zwischen Hofheim und den Stadtteilen vor: alleeartig und von der Autofahrbahn durch Bäume getrennt.
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So stellen sich die Freien Demokraten die künftigen Radwege zwischen Hofheim und den Stadtteilen vor: alleeartig und von der Autofahrbahn durch Bäume getrennt.

Kommunalwahl

Hofheim: Schwarz und Gelb entdecken das Stadtgrün

  • vonBarbara Schmidt
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Die FDP will 30 bis 50 Bäume pro Jahr pflanzen, und die CDU ist für den City-Tree.

Hofheim -Mehr Stadtgrün und ein verbessertes Kleinklima in innerstädtischen Bereichen - das scheint ein absolutes Trendthema. Die CDU will mit einem City-Tree dazu beitragen, der aber keineswegs ein Baum ist. Vielmehr handelt es sich um eine bemooste Wandfläche, die mit Hilfe moderner Technik zum Lufttauscher wird. In Industrie-Parks und Großstädten gibt es so etwas bereits, etwa bei Boehringer Ingelheim, dem Arbeitgeber von CDU-Fraktionschef Alexander Kurz.

Die FDP will eher eine Idee wiederbeleben, mit deren Hilfe der Gewerbeverein IHH in den 1980er und 90er-Jahren für das Ergrünen der Altstadt gesorgt hat. Damals hieß es zum Wäldchestag Jahr für Jahr: "Wir holen den Wald in die Stadt". Entsprechend wurde zur Eröffnung des Volksfestes jeweils ein Baum gepflanzt.

Die Hofheimer Liberalen wollen sich allerdings nicht mit einem Baum pro Jahr begnügen, es sollen gleich 30 bis 50 sein. Zwei wesentliche Bereiche, wo es zu Anpflanzungen kommen könnte, liefert die FDP gleich mit: Entlang des geplanten Radweges zwischen Hofheim und Lorsbach - der allerdings erst nach 2024 fertig werden dürfte - und weiteren Radwege-Verbindungen zwischen Hofheimer Stadtteilen sollen Allee-Bäume stehen. Und zwar zwischen Straße und Radweg. Das sorge zugleich für mehr Sicherheit, glaubt die FDP. Außerdem beschattet es den Radweg, was an heißen Sommertagen sehr wünschenswert ist. Ein solcher Alleesaum braucht allerdings auch einen breiten Pflanzstreifen, wenn nicht Laub und Früchte und Wurzeln zur Gefahrenquelle werden solle - und muss in jedem Fall von vornherein mitgeplant werden.

In der Kernstadt und den Stadtteilen selbst will die FDP dort, "wo unnötig große Pflasterflächen sind", mit einheimischen Laubbaumarten für Grün und Schatten sorgen. Als Beispiele genannt werden der Kellerei- und der Chinonplatz. Allerdings wurde bei deren Neuanlegung bewusst mit dem Segen der Stadtverordnetenversammlung auf große Bäume verzichtet, um für Stadtfeste wie den Gallusmarkt die Aufstellung großer Fahrgeschäfte und Bühnen nicht unmöglich zu machen oder doch zumindest zu erschweren.

Die FDP will vor allem den Individualverkehr und die Parkplätze nicht durch Baumpflanzungen beeinträchtigen. Sie ruft die Bürger auf, ihr Vorschläge für Baumstandorte zu machen. Diese sollten dann in einem Arbeitskreis gemeinsam mit einem Fachmann, der früher für die Stadt tätig war, beraten werden.

Erwünscht ist auch die Übernahme von Baumpatenschaften, bei denen mit Kosten von 250 bis 400 Euro zu rechnen ist. Das Eigentum an den Bäumen soll später auf die Stadt übergehen - die damit die Pflegekosten zu tragen hätte. Wer Ideen für Standorte oder Interesse an einer Patenschaft hat, kann das unter info@fdp-hofheim.de kund tun. babs

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