Der Stadtteiltreff in der Homburger Straße ist eine beliebte Einrichtung. Mit dem Neubau soll Mitte nächsten Jahres begonnen werden.
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Der Stadtteiltreff in der Homburger Straße ist eine beliebte Einrichtung. Mit dem Neubau soll Mitte nächsten Jahres begonnen werden.

Stadtentwicklung

Hofheim: Stadt hat viel vor im Norden

  • vonManfred Becht
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Im Quartier Nord soll ein neuer Stadtteiltreff gebaut werden. Dazu kommt der Umbau der Zeilsheimer Straße und der Turnhallen-Kreuzung.

Hofheim -Kaum ein Projekt oder Programm gab es im zu Ende gehenden Jahr, das nicht durch die Corona-Pandemie verändert oder verzögert wurde. Das gilt auch für die Umsetzung des Programmes soziale Stadt im Hofheimer Nordosten. Unter anderem der Neubau des Stadtteiltreffs in der Homburger Straße hätte 2020 schon beginnen sollen, wozu es aber nicht kam.

Da kommt eine Nachricht der WI-Bank - Ansprechpartnerin für die Verteilung von Fördergeldern des Landes Hessen - wie gerufen. Demnach kann die Stadt Hofheim die Mittel aus dem Programm soziale Stadt noch bis Ende 2023 abrufen - und damit deutlich länger als gedacht. Dies geht aus dem unlängst den Stadtverordneten vorgelegten Sachstandsbericht zu dem Programm hervor. Unabhängig von diesem Bericht war diese Verlängerung bislang nicht öffentlich bekannt geworden, im Parlament wurde darüber nicht beraten.

Der Stadtteiltreff dürfte nach den aktuellen Zeitplänen in der Zeit bis 2023 noch realisierbar sein. Wie diese Zeitung bereits berichtet hatte, soll im Sommer 2021 mit den Arbeiten begonnen werden. Die stadteigene Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) möchte für den Treff und vier Wohnungen etwa 1,4 Millionen Euro ausgeben. Eine Umfrage, deren Ergebnisse ebenfalls jetzt veröffentlicht wurden, hat ergeben, dass 25 Prozent Umfrageteilnehmer diese Einrichtung regelmäßig nutzen, immerhin 83 Prozent finden den Treff wichtig. Berücksichtigen muss man aber, dass vor allem Bewohner an der Umfrage teilgenommen haben, die sich generell für das Quartier interessieren.

Weniger klar ist dagegen, wie es mit dem Umbau der Einmündung der Pfarrgasse in die Krifteler Straße weitergeht. Nach Aussage der Verwaltung wurden die Planungen wieder aufgenommen; Ziel des Umbaus ist es zu verhindern, dass von Süden kommende Autos ins Ostend abbiegen können. Verboten ist dies jetzt schon, aber nicht jeder hält sich daran. Zuletzt hatte der Ortsbeirat Kernstadt die von der Verwaltung vorgelegten Planungen als "zu monströs" abgelehnt - wie der Magistrat mit dieser Stellungnahme umgeht, ist unklar. Es gibt auch keinen Zeitplan.

Umgebaut werden soll die Kreuzung an der TV-Turnhalle, an der die Niederhofheimer und die Zeilsheimer Straße aufeinandertreffen. Es gibt zwar Pläne, aber die sind nicht verbindlich beschlossen - eine Umsetzung bis 2023 scheint eher unwahrscheinlich zu sein. Immerhin hat die Stadt ein dafür notwendiges Grundstück für 250 000 Euro gekauft - und dafür einen Landeszuschuss bekommen. Auf dem privat gebliebenen Teil des Geländes, auf dem lange Jahre ein Autoteilehändler sein Geschäft betrieb, werden zurzeit 14 Wohnungen gebaut.

Bereits seit vielen Jahren ist außerdem von einer Umgestaltung der Zeilsheimer Straße die Rede. Ein gewisser Zeitdruck besteht dadurch, dass in der Straße auch Kanäle erneuert werden müssen - und alles andere als eine gemeinsame Umsetzung ein Schildbürgerstreich wäre. Mit einer Umgestaltung sollen viele Ziele verfolgt werden - eine städtebauliche Aufwertung, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie die Sicherung von Parkplätzen. Außerdem soll die trennende Wirkung der Straße zwischen den beiden angrenzenden Quartieren verringert werden.

Das Land hat zugesagt, sich an den Planungskosten zu beteiligen. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, ruhen die Planungen, weil die Stadt nicht ausreichend Fachkräfte für die Bearbeitung bekommt. Aus diesem Grund wurde schon das gesamte Programm zur Grundsanierung von Straßen gestoppt. Diese kann jetzt "nicht vor 2022/23" umgesetzt werden; aber angesichts des angesprochenen Personalmangels scheint diese Prognose noch optimistisch zu sein. Zunächst einmal soll entschieden werden, heißt es, ob die Planung ausgeschrieben wird, oder ob eine Machbarkeitsstudie einschließlich Bürgerbeteiligung der nächste Schritt sein sollte. Manfred Becht

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