Kaufhaus Diener

Investor plant eine „grüne Oase“ in der Hofheimer Altstadt

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Bis Ende 2019 soll der Gebäudekomplex mit 13 Mietwohnungen und vier bis fünf Gewerbeeinheiten fertig werden. An die sieben Millionen Euro investiert die Firmengruppe Weiß in das Projekt in der Hofheimer Altstadt.

„Das gibt ein schönes Projekt“, ist Investor Michael Weiß überzeugt. Das 1967/68 errichtete, bisher als Bausünde in der Hofheimer Altstadt empfundene ehemalige Kaufhaus Diener samt Nachbargebäude in der Hauptstraße 39 soll sich nach Teilabriss, Um- und Neubau als attraktives Wohn- und Gewerbeobjekt inmitten der Altstadt präsentieren. Für Ende 2019 ist die Fertigstellung des Komplexes geplant, in dem 13 Mietwohnungen mit insgesamt rund 1700 Quadratmetern Wohnraum sowie vier bis fünf Gewerbeeinheiten entstehen. An die sieben Millionen Euro will die Firmengruppe Weiß in das Projekt investieren.

Das Interesse sei schon vor Baubeginn sehr hoch, kann Michael Weiß von einer Vielzahl von Anfragen berichten, was die Wohnungen und vor allem das

Penthouse mit Dachgarten

angeht. Vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur 3- und 4-Zimmerwohnung und eben dem großzügigen Penthouse sollen verschiedene Wohnungsgrößen realisiert werden. Zwei Aufzüge machen den Zugang barrierefrei. Auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes wird ein doppelstöckiges Parkdeck entstehen, die zweite Park-Etage wird ebenfalls mittels Aufzug erreichbar gemacht.

Als Besonderheit hebt Michael Weiß hervor, dass sämtliche Flachdächer begrünt werden sollen. „Da entsteht so eine grüne Oase, die wichtig ist für das Kleinklima. Das wird ein Traum“, ist der Investor sicher. Lediglich die Ein-Zimmer-Apartments werden keinen eigenen Balkon haben, die Mieter sollten aber die Möglichkeit bekommen, den auf dem Parkdeck-Dach vorgesehenen Freisitz mit zu nutzen, so Weiß.

Hatte sich das Denkmalschutzamt in Wiesbaden noch bei der ersten Planung, die einen kompletten Neubau vorsah, gegen Balkone und raumhohe Fenster gewandt, weil diese als nicht ins Altstadtbild passend bewertet wurden, hat die Untere Denkmalschutzbehörde damit bei der jetzigen Planung keine Probleme. Denn gebaut wird im Bestand, zumindest was das ehemalige Kaufhaus-Gebäude betrifft. Dieses wird „bis auf Decken und Stützen entkernt“, erläutert Michael Weiß.

Von Dienstag an wurden die Gebäude bereits eingerüstet. Damit es so wenig wie möglich Staubbelästigung gibt, würden Planen über die Gerüste gezogen, der Abriss erfolge von hinten, nicht von der Hauptstraße her, und unter Wassereinsatz, so Eigentümer Weiß. Beim Haus Hauptstraße 39 bleibt nur das historische, denkmalgeschützte Kellergewölbe stehen. Die Fassade für dieses Gebäude wurde gemeinsam mit den Denkmalschützern geplant. Sie wird sich äußerlich, auch in der Höhe, stark an die Nachbarbebauung anlehnen. Das Dach wird ausgebaut und mit Gauben versehen.

Eine der Gewerbeeinheiten hat der Bauherr schon vergeben. Im ersten Obergeschoss in der Burgstraße werde eine Gemeinschaftspraxis einziehen, Hier wolle sich Professor Stephan Volk, derzeit Chefarzt der Psychiatrie und Psychosomatik und Ärztlicher Direktor der Kliniken des Main-Taunus-Kreises, mit anderen Kollegen niederlassen, so Weiß.

Für alle Anwohner, die mehr über die Baustelle und ihre Folgen wissen möchten, hat Weiß eine Informationsveranstaltung direkt vor Ort geplant. Am kommenden Montag, 20. August, sind sie um 15 Uhr zur Anliegerversammlung im früheren Kaufhaus Diener (zuletzt Alfs Sportladen) willkommen. An diesem Tag beginnt auch die

Sperrung der Burgstraße

, die über die komplette Bauzeit, also bis Ende 2019, dem Baustellenverkehr vorbehalten bleibt. Anders gehe es einfach nicht, sagt Weiß. Die Baustellenfahrzeuge rollen in der Regel über den Kellereiplatz an und fließen über die Hauptstraße wieder ab. In der Hauptstraße müssen die Parkplätze von der Burgstraße bis zur Höhe Pfarrgasse für die Bauzeit entfallen. In diesem Bereich ist für die Anwohner dann die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Fußgänger können die Burgstraße auf der Seite weiter nutzen, die der Baustelle gegenüberliegt.

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