Umbau des Busbahnhofes

Linke präsentiert eigene Busbahnhof-Vorschläge

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Die Linken haben wiederholt die bisherigen Pläne für den Umbau des Busbahnhofes kritisiert. Jetzt legen sie einen eigenen Entwurf vor.

Wenn der Umbau des Busbahnhofes vor allem mehr Kapazität schaffen soll, dann liegt der Vorschlag der Linken auf jeden Fall weit vorn: Acht direkt anfahrbare Bussteige bringen sie auf dem Areal unter. Die Varianten des von der Stadt beauftragten Planungsbüros erreichen diese Zahl nur, wenn ein Aufrückerplatz oder eine nicht direkt anfahrbare Position eingerechnet werden. Sieben Bussteige gibt es derzeit schon.

Die achte Haltestelle soll nach den Vorstellungen der Linken auf dem Platz geschaffen werden, auf dem derzeit der Kiosk steht. Dass dieser verschwinden müsste, wäre aus Sicht der Linken offenbar kein Nachteil, allerdings gibt es auf dem Gelände auch andere Standorte. Ein Nachteil, den die linke Oppositionspartei einräumt, ist die Tatsache, dass der achte Bussteig nicht ganz so einfach anzufahren wäre wie die anderen.

Linken-Fraktionschef Bernd Hausmann zählt eine ganze Reihe von Vorteilen seines Planes auf: So könnten Bäume stehen bleiben und wäre der Umbau während des laufenden Betriebes realisierbar – was bei den städtischen Varianten anders ist. Dass die Kosten der Linken-Variante erheblich niedriger wären, liege auf der Hand. Konkrete Schätzungen gibt es nicht, im Rathaus geht man aber davon aus, dass das Land mit einem erheblichen Zuschuss helfen würde. Die Linken weisen aber darauf hin, dass es sich dabei um Steuergelder handele.

Der Vergleich, den die Linken zu den Kapazitäten angestellt haben, geht aber davon aus, dass der Bereich rund um den Ambettbrunnen nicht in den Umbau mit einbezogen wird. Das ist auch die Position des Ortsbeirates Kernstadt, der den Park um den Ambettbrunnen unverändert lassen möchte. Der Magistrat hingegen hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass deutlich mehr Kapazitäten am Busbahnhof geschaffen werden müssten. Für die Zukunft sei durchaus mit einer Ausweitung des Busverkehrs zu rechnen, schon jetzt sei der Platz auf dem Busbahnhof zu knapp.

Ob die Stadtverordnetenversammlung dem Votum des Ortsbeirates folgt, ist offen. Die Linken sparen den Ambettbrunnen aus ihren Plänen ebenfalls aus. Am Montag steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Dort wird aber nichts entschieden; der Magistrat stellt vielmehr ein Bewertungsschema für die unterschiedlichen Vorschläge vor. Damit soll es gelingen, die vielen verschiedenen Aspekte des Themas in die Entscheidung einzubeziehen.

Laut der Magistratsvorlage gibt es Landeszuschüsse nur, wenn der Busbahnhof komplett barrierefrei wird. Das ist beim Vorschlag der Linken nicht der Fall. Dafür kritisieren sie die Magistrats-Vorschläge: Eine Gefahrenquelle sei hier der durchgängig am Schwarzbach geplante Radweg – dieser kreuze direkt am Ausgang des Tunnels die Fußgängerströme. Außerdem habe sich die Verwaltung auch noch keine Gedanken darüber gemacht, wie der Busverkehr während der Umbauphase organisiert werden soll. Außerdem vermissen die Linken Überlegungen, wie und ob der Busbahnhof durch Optimierungen des Fahrplans leistungsfähiger gemacht werden könne.

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