Schüler und Lehrer der Brühlwiesenschule sollen ihre Impfausweise vorzeigen.
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Schüler und Lehrer der Brühlwiesenschule sollen ihre Impfausweise vorzeigen.

Gesundheitsamt ordnet Überprüfung des Impfstatus an

Ein Masernfall an der BWS

  • vonBarbara Schmidt
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Jetzt gibt es auch an einer Schule im Main-Taunus-Kreis einen Masern-Fall. Wie gestern bekannt wurde, wurde bei einem minderjährigen Schüler der Hofheimer Brühlwiesenschule (BWS) die meldepflichtige

Jetzt gibt es auch an einer Schule im Main-Taunus-Kreis einen Masern-Fall. Wie gestern bekannt wurde, wurde bei einem minderjährigen Schüler der Hofheimer Brühlwiesenschule (BWS) die meldepflichtige Infektionskrankheit festgestellt. In Frankfurt hatte es am Friedrich-Dessauer-Gymnasium und der Leibnizschule in Höchst in den vergangenen Wochen immer wieder Masern-Erkrankungen gegeben, einige der betroffenen Schüler waren aus dem Main-Taunus-Kreis. Auch der Bruder des nun erkrankten BWS-Schülers gehörte dazu. Diese anderen Masern-Patienten seien inzwischen wieder gesund, teilte der Erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Kollmeier mit.

An der Brühlwiesenschule wurde umgehend reagiert. Schüler, Eltern und Mitarbeiter wurden mit einem Schreiben über die Infektionskrankheit informiert und aufgefordert, am heutigen Donnerstag in der Schule Mitarbeitern des Gesundheitsamtes ihren Impfausweis vorzulegen, damit der Impfstatus überprüft werden kann. Wer bereits eine Masernerkrankung hatte und damit als immun gilt, muss dies durch ein ärztliches Attest nachweisen. Auch alle, die am 10. und 13. Februar nicht in der BWS waren, gelten als nicht gefährdet. „Wir müssen sofort handeln, um das Risiko einer Ausbreitung so klein wie möglich zu halten“, sagt Landrat Michael Cyriax. Wie der Main-Taunus-Kreis als Schulträger wissen lässt, ist beabsichtigt alle, die nachweislich keine Impfung gegen Masern haben und alle, deren Ansteckungsrisiko unklar bleibt, nach der Kontrolle nach Hause zu schicken. Bis zum 3. März gilt dann für sie: Die Schule darf nicht besucht werden.

Masern werden durch ein Virus hervorgerufen, die Ansteckungsgefahr ist hoch. Die Erkrankung beginnt ähnlich wie eine Erkältung mit Fieber, Husten, Schnupfen und einer Entzündung im Nasen-Rachenraum. Der typische Hautausschlag zeigt sich erst nach einigen Tagen, meist beginnt er im Gesicht. Da Masern das Immunsystem schwächen, gibt es nicht selten Folgeerkrankungen. Die gefürchtetste Komplikation ist die Gehirnentzündung. Das Gesundheitsamt des Kreises wirbt daher erneut für einen ausreichenden Impfschutz. Es gehe nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch darum, andere nicht zu gefährden, so Gesundheitsdezernent Kollmeier.

(babs)

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