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32 Millionen Euro für die Main-Taunus-Schule

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Von: Barbara Schmidt

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32 Millionen Euro will der Main-Taunus-Kreis in die Sanierung der Main-Taunus-Schule investieren. Ende nächsten Jahres sollen die Handwerker anrücken.
32 Millionen Euro will der Main-Taunus-Kreis in die Sanierung der Main-Taunus-Schule investieren. Ende nächsten Jahres sollen die Handwerker anrücken. © matthias knapp

Für 54 allgemeinbildende Schulen und zwei Berufsschulen ist der MTK Träger. Sie nach und nach zu sanieren, ist eine Mammut-Aufgabe. Nun ist die Main-Taunus-Schule dran – nach zehn Jahren Wartezeit.

Das wird noch einmal ein richtiger Kraftakt: Nachdem der Main-Taunus-Kreis schon viele seiner Schulen saniert und modernisiert hat, ist nun – aus Sicht der Schulgemeinde „endlich“ – auch das „Flaggschiff“ an der Reihe. Als solches bezeichnet Landrat Michael Cyriax (CDU) die Main-Taunus-Schule (MTS) gern. In deren marode Gebäude sollen nun satte 32 Millionen Euro investiert werden, (wir berichteten).

Seit Jahren versprochen

Geplant ist die bauliche Ertüchtigung des Hofheimer Gymnasiums schon seit Jahren. Doch jetzt wird’s konkret: Der Kreisausschuss hat eine „regionale Architektengemeinschaft“ mit der Planung beauftragt, wie der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Wolfgang Kollmeier (CDU) mitteilt. Geplant werde in enger Abstimmung mit der Schule. Die Detailplanung war europaweit ausgeschrieben worden, eine Architektengemeinschaft aus Wiesbaden erhielt den Zuschlag.

Die bereits bestehende Vorplanung sieht einen Erweiterungsbau für das Gymnasium mit mehr als 1500 Schülern vor, der direkt an das bestehende Gebäude angesetzt werden soll. Die Klassenräume zur Anbauseite hin können während der Bauzeit deshalb nicht genutzt werden. Auch der Verwaltungsbereich, der zum Teil abgerissen werden muss, braucht ein Ausweichquartier. Deshalb müssen vor Baubeginn noch mehr Container auf dem Schulgelände untergebracht werden, als dort derzeit ohnehin schon stehen.

Die Sanierung des Hauptgebäudes aus den 1970er Jahren soll erst erfolgen, wenn der Anbau fertiggestellt ist. Dabei sind Brandschutzmaßnahmen, ein Austausch der Fassade zwecks Energieeinsparung sowie eine Erneuerung der Sanitärräume und der Haustechnik vorgesehen. Zuletzt ist der Bau von weiteren Parkplätzen geplant. Noch bis Ende 2019 hat der Kreis Stellplätze im benachbarten Chinon-Center gemietet, da ein Teil des Schul-Parkplatzes schon als Containerstandort dient.

Ganz so schnell wie von der Schulgemeinde erhofft, geht es aber nicht. Mit dem 2008 versprochenen Erweiterungsbau für acht Klassen- und sechs Gruppenräume, eine Aula mit Bühne und ein Elternsprechzimmer soll voraussichtlich Ende 2018 begonnen werden. Im August war noch von 2019 die Rede gewesen. Erst 2023/24 sind laut Bauzeitenplan alle Maßnahmen umgesetzt.

Die MTS leidet seit Jahren unter Raumnot. So hatten sich die Elternvertreter zuletzt 2015 per Brief an den Kreis gewandt und auf fehlende Räume für die vielfältigen Aktivitäten wie Musicals oder Theater, den Schwerpunkt Musik und die Naturwissenschaften aufmerksam gemacht. „Unhaltbare Zustände“ wurden in Bezug auf das eine Lehrerzimmer für die rund 150 Lehrkräfte angeprangert. Auch im Sanitärbereich sahen die Eltern dringend Handlungsbedarf. Probleme gab es zudem mit der Beheizung von Klassenräumen und nicht mehr dichten Fenstern. Der Kreis hatte zumindest in den Eingangsbereich der Schule investiert und dabei auch die Hausmeisterloge saniert und auch für ein neues Lehrerzimmer gesorgt. 2014 hatte die Schule zudem eine zweite Sporthalle erhalten, die auch der TV 1860 Hofheim nutzt.

Millionen-Programm

Insgesamt will der Kreis in den kommenden Jahren weitere 60 Millionen Euro in seine Schulen investieren. Landrat Berthold Gall hatte das umfangreiche Sanierungs- und Neubauprogramm in dreistelliger Millionenhöhe begonnen. Zu den größten Projekten gehörte die Heiligenstockschule (Sanierung und Erweiterung, rund 14 Millionen) in Hofheim und der Neubau für das Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Flörsheim (25 Millionen).

(babs)

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