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Bald findet man sie hinter der Tür zum Wasserschloss: Erkan Satir (links), Yasin Deniz, Carmen Weber und Carolin Tonk (unten) sind die vier Vollzeitmitarbeiter im ?Haus der Jugend?.

Jugendarbeit

Das ist das neue Team im Haus der Jugend

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Am 17. Mai soll das neue Domizil für die Jugend eröffnet werden. Dort und in den Stadtteilen kann künftig wieder mehr passieren: Alle Stellen sind nun besetzt.

Das Tor zum Wasserschloss wird zurzeit noch überwiegend von Handwerkern genutzt. Doch bald soll es den Jugendlichen in offen stehen. Am 17. Mai wird das neue „Haus der Jugend“ im historischen Keltergebäude offiziell eröffnet. Da passt es, dass das Team der städtischen Jugendarbeit um Sozialpädagogin Carmen Weber nun komplett ist. „Endlich“, so Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) gestern bei der Vorstellung der beiden neuen Vollzeitkräfte.

Carolin Tonk (32), wie Weber Diplom-Sozialpädagogin, und Yasin Deniz (28), der seinen Bachelor im Fach Soziale Arbeit gemacht hat, sorgen dafür, dass der Stellenplan zum 1. März voll ausgefüllt werden konnte. Neben den nun wieder vier Vollzeitkräften und einer Verwaltungsmitarbeiterin gehören noch die Teilzeitkräfte Simon Schmidt und Theresa Hochstädter zum Team, die beide noch im Studium sind.

Nach Differenzen über das Konzept der städtischen Jugendarbeit, die sich die Stadt

400 000 Euro pro Jahr

kosten lässt, hatten die früheren Mitarbeiter Hofheim den Rücken gekehrt. Beim Neustart half der Verein für Jugendarbeit und Jugendhilfe (JJ) mit zwei Mitarbeitern. Mittlerweile finde man sich stark genug, diese Arbeit wieder komplett selbst zu bestreiten, so Stang. JJ ist weiter als Partner im Boot in der aufsuchenden Arbeit. Streetworker Uwe Kolb hat dafür eine halbe Stelle zur Verfügung.

Hingehen an die Orte, an denen sich Jugendliche gern aufhalten, wie am Chinonplatz oder auf einigen Spielplätzen, ja, das sähen sie durchaus aber auch als eine ihrer Aufgaben an, machten die neuen Mitarbeiter im Team sowie Carmen Weber, die nun eineinhalb Jahre in Hofheim ist, und der im vergangenen Mai dazugestoßene Erkan Satir deutlich. Grenzen sieht die als Sozialdezernentin für die Jugendarbeit verantwortliche Bürgermeisterin aber da, wo es zu Regelüberschreitungen komme. „Dann ist die Ordnungspolizei oder die Landespolizei gefordert.“

Vor allem das Programm im Haus der Jugend wird vom Team bestritten. Dazu kommen einige Angebote und Aktionen, auch in den Stadtteilen. Beliebt ist das Projekt Jugendradio (mittwochs 17 Uhr), das beim Altstadtfest an diesem Wochenende sogar die Moderation auf der Bühne auf dem Ludwig-Meidner-Platz übernehmen wird. Der offene Mädchen-Treff (montags von 15 bis 18 Uhr) und der allgemeine Offene Treff (dienstags und mittwochs von 15 bis 19 Uhr) finden ebenfalls im Haus der Jugend statt, das sich derzeit noch im Hof Ehry befindet. Ein fester Treff wird zudem in Langenhain im Gebäude am Festplatz montags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Weil sportliche Angebote hoch im Kurs stehen, gibt’s immer donnerstags von 15 Uhr an Fußball, dabei tingelt die Jugendarbeit durch die Stadtteile. Wo gerade Treff ist, wird über das Internet kommuniziert. Gut angelaufen ist laut Carolin Tonk auch das sportliche Gegenstück für Mädchen – Zumba beim TV Diedenbergen, für das ein Beitrag von 15 Euro pro zehn Trainingseinheiten fällig wird.

Auch der Hof des Wasserschlosses soll sportlich genutzt werden. Am Samstag, 9. Juni, ist eine Soccer-Arena hier zu Gast. Zum Ferienprogramm des Hauses der Jugend gehören verschiedene Ausflüge und ein Videoworkshop. Mit einem Stand, an dem es zur Alkoholprävention kostenlos Wasser gibt, ist die Jugendarbeit wieder beim Kreisstadtsommer-Eröffnungsfest und beim Gallusmarkt vertreten. Eine Beratung zu Auslandsaufenthalten soll es künftig außerdem geben. Da sei vieles möglich, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, meint Carmen Weber. Zudem sei längst nicht jedes Angebot auch seriös. Der Umzug ins Wasserschloss soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. Dessen Sanierung und Herrichtung für den neuen Zweck war noch einmal um 100 000 Euro teurer geworden und kostet jetzt insgesamt 835 000 Euro. Ein Grund waren späte Änderungswünsche. Die Jugendarbeiter seien ja bei der ursprünglichen Planung gar nicht dabei gewesen, sagt Stang zur Erklärung. Ein erster Blick in die neuen, barrierefrei nutzbaren Räume zeigte gestern, wie attraktiv sie sind. Die Jugendlichen freuten sich schon sehr auf sie, weiß Carmen Weber.

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