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Restaurants eröffnen in Hofheim: Die Burkartsmühle hat einen neuen Pächter

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Von: Barbara Schmidt

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Amritpal alias "Paul" Singh bewirtet seine Gäste im Restaurant und im Biergarten der Burkartsmühle mit indischer und deutscher Küche.
Amritpal alias "Paul" Singh bewirtet seine Gäste im Restaurant und im Biergarten der Burkartsmühle mit indischer und deutscher Küche. © babs

Es ist ein beständiges Kommen und Gehen: In der Geschäftswelt und Restaurant-Landschaft der Hofheimer Innenstadt hat sich einiges getan.

Hofheim – Das Restaurant in der Burkartsmühle hat einige Pächterwechsel gesehen. Zuletzt hatten es trotz Pandemie Oliver und Susanne Schwabe versucht, sich hier am Ende der Kurhausstraße eine Existenz aufzubauen. Nachdem sie aufgeben mussten, hat nun Amritpal Singh, den seine Freunde nur „Paul“ nennen, ein „Indian Tandoori House“ eröffnet. Mit dem Start sei er sehr zufrieden, sagt der neue Pächter, der mit Parvinder Kaur Chatrath noch eine Partnerin hat, die bereits in Hattersheim mit dem „Spice of India“ vertreten ist.

Singh selbst ist seit 24 Jahren in der Gastronomie und hat nach eigenen Angaben schon in Berlin, Magdeburg und auch in Spanien gearbeitet. In dem Mittelmeerland sei er ebenfalls selbstständig gewesen, sagt Singh. Die Geschäftspartnerschaft mit Kaur Chartrath hat ihn gezielt im Main-Taunus-Kreis nach einem freien Lokal suchen lassen. In der traditionsreichen Burkartsmühle, auf deren reizvollen Biergarten er in der schönen Jahreszeit besonders setzt, bietet er neben indischer auch gutbürgerliche deutsche Küche an. Gerade ältere Leute schätzten das, weiß der Gastronom, der findet: „Die Hofheimer sind sehr nett.“

An der „Piazetta“ in Hofheim: Restaurant „1811“ mit Showküche eröffnet

Im Mai wird das Gastro-Angebot der Kreisstadt weiteren Zuwachs bekommen. Dann will Carmelo Riccardo Cali an der "Piazzetta" zwischen der neuen Stadtbücherei und der Taunus Sparkasse sein Restaurant "1811" eröffnen. Geplant sind eine Showküche und etwa 35 Sitzplätze. Im Außenbereich sollen nach Angaben der stadteigenen Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) als Inhaberin der Immobilie 20 bis 25 Gäste Platz finden können.

Schon ein paar Monate Geschäftserfahrung hat Edison Lika mit seinem Kiosk „Lika‘s Markt“ in den Arkaden am Untertor gesammelt. Sein Bruder betreibe gleich nebenan seit vier Jahren eine Shisha-Bar, sagt Lika, der eigentlich Automobilkaufmann gelernt hat. Neben Getränken und Snacks bietet der junge Mann mit albanischen Wurzeln, der seit 25 Jahren in Hofheim lebt, „viel aus dem Balkan“ an. Viele seiner Kunden hätten früher für solche Waren nach Höchst oder Frankfurt fahren müssen, sagt er. Für einen Kiosk habe er sich entschieden, weil er selbst die Erfahrung habe, nach 20 Uhr ein Einkaufsangebot zu vermissen. Gerade in der Hofheimer Innenstadt gebe es außer der Tankstelle „nichts, wo die Jugendlichen etwas kaufen können“. Dank des Kiosk-Status darf er sogar sonntags öffnen.

Als Kiosk führt Edison Lika sein Geschäft für Lebensmittel und den Kaffee für zwischendurch in den Arkaden am Untertor.
Als Kiosk führt Edison Lika sein Geschäft für Lebensmittel und den Kaffee für zwischendurch in den Arkaden am Untertor. © babs

Neue Restaurants in Hofheim: „Food-Atelier“ lässt auf sich warten

Noch nicht erfüllt hat sich die Ankündigung „Coming soon“ am Ladenlokal direkt nebenan. Das Eiscafé „Firenze“ hat Inhaber Carla Dal Mas zum Jahresende 2021 aufgegeben. Nun soll ein „Food Atelier“ eröffnen, das als „Projekt der TÜM Holding“ angekündigt ist. Geschäftsführer der in Offenbach eingetragenen GmbH ist Yusuf Tüm, der in Hofheim schon ein Unternehmen für Abbruch sowie für Sanierung und Entrümplung betrieben hat. Nach einigem Stillstand tut sich etwas hinter den verklebten Scheiben des Hauses Hauptstraße 51. Ob er das Ladenlokal für Gastronomie oder doch für einen Einzelhandelsbetrieb nutzen werde, wisse er noch nicht, sagt der neue Inhaber auf Nachfrage dieser Zeitung. Er will jetzt erst einmal die Sanierung anpacken.

Das Ladenlokal in der Hauptstraße 51 (rechts) ist noch leer, der neue Besitzer will aber wieder für ein Angebot dort sorgen.
Das Ladenlokal in der Hauptstraße 51 (rechts) ist noch leer, der neue Besitzer will aber wieder für ein Angebot dort sorgen. © babs

Nach dem Auszug eines Modegeschäfts, das bis 2018 auch das Erdgeschoss des Hauses 53 auf der Ecke zur Taubengasse nutzte, wurde der Durchbruch zurückgebaut, so dass die Nachbarhäuser wieder klar voneinander getrennt sind. Beide haben mittlerweile den Besitzer gewechselt. Nach wie vor leer stehen die Ladenlokale in der Hauptstraße 33 (Ecke Pfarrgasse), wo sich zuletzt ein türkisches Bistro befand, und in der Türmchenzeile (früher Farben Rufa), wo ebenfalls schon länger von einem Vorhaben im Bereich Gastro die Rede ist.

Immer noch ohne Leben: Das Ladenlokal in der Türmchenzeile, das der Bastelladen Rufa viele Jahre nutzte, steht weiter leer.
Immer noch ohne Leben: Das Ladenlokal in der Türmchenzeile, das der Bastelladen Rufa viele Jahre nutzte, steht weiter leer. © babs

In der Wilhelmstraße 2 füllt erneut "Kunst & Rahmen" die Lücke, die seit dem Auszug der Buchhandlung Tolksdorf (jetzt Hauptstraße) hier entstanden war. Offenbar hat sich die Aussicht auf einen anderen Mieter zerschlagen. Das Ladenlokal direkt gegenüber und das in dem kleinen Pavillon in der Straße am Alten Bach, die aktuell noch als "Corona-Teststelle" firmieren, dürften wohl auch bald wieder auf dem Immobilienmarkt auftauchen. (Barbara Schmidt)

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