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Dienstagmorgen: Polizeibeamte sichern und markieren Blutspuren auf der Kreuzung Zeilsheimer Straße/Elisabethenstraße.

Polizei ermittelt

Aus Rache: Gruppe überfällt Mann - der wehrt sich und tötet Angreifer fast

Bei einer Auseinandersetzung in der Hofheimer Innenstadt sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Jetzt kommt raus: es war offenbar ein Rachefeldzug. 

Update, 27. Juni,  07.42 Uhr: Die Bluttat, die in der Nacht zum Dienstag zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungssanitätern auf der Zeilsheimer Straße geführt hat, ist weitgehend aufgeklärt. Jetzt kommt ans Licht, dass sich die beiden Angreifer offenbar an dem 42 Jahre alten Restaurantmitarbeiter rächen wollten. Denn bereits früher am Abend waren die beiden mit dem 42-Jährigen aneinander geraten. In dessen Verlauf schlugen sie den 42 Jahre alten Mann und wurden vorübergehend festgenommen. Nach einer polizeilichen Befragung wurden sie auf freien Fuß gesetzt und schmiedeten ihren Racheplan. 

Das Quartett soll nun wegen des dringenden Verdachts eines "gemeinschaftlich begangenen versuchten Tötungsdelikts" dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Restaurantmitarbeiter, der zunächst in Polizeigewahrsam war, wurde auf freien Fuß gesetzt. Es dürfte sich um einen Fall von Notwehr handeln, aber die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Erstmeldung, 26. Juni, 17.23 Uhr: Hofheim - Nach einer heftigen Auseinandersetzung in der Hofheimer Innenstadt, bei der mehrere Personen teils schwer verletzt wurden, ermittelte die Kriminalpolizei zunächst wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und gefährlicher Körperverletzung.

Heftige Auseinandersetzung: Umfangreiche Ermittlungen und Vernehmungen

Auf Grundlage der umfangreichen Ermittlungen und Vernehmungen, die im Verlauf des gestrigen Dienstages sowie den heutigen Morgenstunden durchgeführt wurden, konnte der Sachverhalt weiter aufgeklärt werden. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass ein 42-jähriger Mitarbeiter eines Hofheimer Restaurants nach einer vorangegangenen Auseinandersetzung am Montagabend von zwei 23 und 39 Jahre alten Männern im Nachgang abgepasst wurde.

Diese hatten sich zwischenzeitlich mit Schlagwerkzeugen und einem Messer bewaffnet, zwei weitere 21 und 19 Jahre alte Bekannte hinzugezogen und dann gemeinsam auf das Erscheinen des 42-jährigen Kontrahenten gewartet. Als dieser dann im Beisein eines 24-jährigen Mannes gegen 00:15 Uhr im Bereich der Zeilsheimer Straße erschien, suchte das Quartett erneut die Konfrontation. 

Opfer entwaffnet Angreifer und verletzt ihn schwer

Gemeinsam griffen sie den unbewaffneten 42-Jährigen an, der sich gegen die Angreifer zur Wehr setzte, einen entwaffnete und mit dem nun erlangten Messer zur Gegenwehr ansetzte. Hierbei verletzte er die zwei 23 und 39 Jahre alten Angreifer lebensgefährlich - beide mussten stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Zudem wurden sowohl der 42-Jährige als auch sein Begleiter verletzt und anschließend in einem Krankenhaus behandelt.

Mittlerweile wurde der 42-Jährige nach Rücksprache mit der Frankfurter Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Quartett soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen des dringenden Tatverdachtes eines gemeinschaftliche begangenen versuchten Tötungsdeliktes im Lauf des Mittwochnachmittages einem Haftrichter vorgeführt werden.

kajo/smr/msb

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