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16.04.2018, Niedersachsen, Hannover: Leichtverpackungen und Gelbe Säcke liegen auf der Deponie des "aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover". In der Gelben Tonne landet oft Müll, der dort gar nicht hingehört. Die Quote der sogenannten Fehlwürfe liegt nach Schätzung von Branchenexperten zwischen 40 und 60 Prozent, wie der Bundesverband Sekundärrohstoffe mitteilte. (zu dpa-Korr "Alles durcheinander: Die Unlust beim Mülltrennen" vom 17.04.2017) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Entsorgung

Recyclinghof bleibt bei bisherigen Öffnungszeiten

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Zeitweise sei die Verkehrssituation im Recyclinghof katastrophal, schimpften die Hofheimer Grünen im vergangenen Jahr. Sie monierten Rückstaus auf der Straße mit entsprechenden Verkehrsgefährdungen,

Zeitweise sei die Verkehrssituation im Recyclinghof katastrophal, schimpften die Hofheimer Grünen im vergangenen Jahr. Sie monierten Rückstaus auf der Straße mit entsprechenden Verkehrsgefährdungen, bis hin zu Problemen beim Ausrücken für die Feuerwehr. Dies sahen auch andere so, denn das Stadtparlament beauftragte den Magistrat zu prüfen, ob die Öffnungszeiten erweitert werden können. Daraus wird aber nichts.

Hofheim habe die großzügigsten Öffnungszeiten im ganzen Kreis, so Erster Stadtrat Wolfgang Exner vor dem Bauausschuss. Eine Erweiterung der Öffnungszeiten bringt aus seiner Sicht aber nichts, denn die Staus bilden sich vor allem, bevor der Recyclinghof öffnet. „Die meisten kommen dann früher“, ist Exner überzeugt und beruft sich auf Erfahrungen anderer Kommunen. „Manches Fehlverhalten ist einfach nicht in den Griff zu kriegen.“

Zum Teil helfen auch Schilder nichts. Vor der Einfahrt wird gelegentlich geparkt, auch wenn das verboten ist – dann wird von den Mitarbeitern schon einmal die Ordnungspolizei zu kurzfristigen Kontrollen gerufen. Die hat überdies festgestellt, dass viele Nutzer verbotswidrig nach links in Richtung Diedenbergen abbiegen. Der Magistrat wollte dies durch sogenannte Fähnchen auf der Straßenmitte unmöglich machen, der Ausschuss beauftragte die Verwaltung aber mit der Prüfung, ob dieses Linksabbiegen nicht erlaubt werden kann.

Mit einer ausreichend hohen Investition ließe sich das Problem der Schlange bei der Zufahrt schon lösen – man müsste den Weg zwischen Wertstoffhof und Supermarkt zu einer neuen Zufahrt umbauen. Da dabei auch ein neues Lager für den Bauhof gefunden und eine Rampe zu dem Weg gebaut werden müsste, würde dies eine sechsstellige Summe kosten. Das aber ist dem Magistrat zu teuer.

(bt)

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