+
Sophie Frunzi mit zwei ihrer Siegesmedaillen. Sie ist Deutsche Meisterin im Ringtennis in der Altersklasse bis 14 Jahre.

Randsportart

Ringtennis ist Sophies Leidenschaft

  • schließen

Ein bis zu 230 Gramm schwerer, im Durchmesser 11 Zentimeter großer Gummiring wird so über ein 1,55-Meter-Netz ins gegnerische Feld geworfen, dass der Gegner ihn nicht fangen und zurückwerfen kann: das ist Ringtennis. Diese Sportart beherrscht eine Hofheimerin fast perfekt.

„Cool“ – das Modewort von ein oder gar zwei Generationen kann selten so gut angewendet werden wie bei Sophie Frunzi. Die 14-Jährige hat sich nämlich einem „coolen“ Hobby verschrieben: Ringtennis. Was hat die Jugendliche dazu animiert, diese Randsportart zu einer ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen zu machen? „Diesen Sport machen nur wenige Leute, er ist etwas besonderes“, erklärt Sophie Frunzi. Die Schülerin spielt Handball bei der TGS Langenhain und Ringtennis beim TV Diedenbergen. Sie wird regelmäßig in die Auswahlmannschaften berufen und muss sich dann bei Terminentscheidungen für Handball oder Ringtennis entscheiden. Für Sophie Frunzi ist das dann meistens nicht gerade toll, terminlich in die Zwickmühle zu geraten. Schließlich spielt sie Handball ebenso gerne. Vorrang in diesen Fällen hat aber das Ringtennis. Eigentlich kann sich die Ringtennis-Spielerin auch gar nicht anders entscheiden. Denn sie ist bereits Süddeutsche, Hessische und Deutsche Meisterin in dieser Sportart geworden. Die Meisterin ihres Fachs ist im ständigen Trainingsmodus: Entweder übt sie für das Ringtennis oder fürs Handballspielen. Dabei war es ein Zufall, der sie zu diesem Sport geführt hat. Vor einigen Jahren war bei den Hofheimer Ferienspielen das Ringtennis eines der Sportangebote. Sie meldete sich an und war auf Anhieb davon begeistert.

Reicht es als Motivation aus, sich für eine Randsportart zu begeistern, nur weil ihn wenige Sportler betreiben? Nein, macht Sophie Frunzi deutlich, dies sei nur anfangs der Grund gewesen. Sie findet, dass das Ringtennis ihrem Naturell entgegenkommt. Bei den Spielen geht es nicht nur um das gute Gefühl in den Händen beim Fangen und Werfen. Sondern auch um die Koordination der Bewegungsabläufe. Das Spiel sei vor allem eine Nervensache, meint die hübsche junge Dame. Sie bleibe meist ganz „cool“, um ihre Konzentration nicht zu verlieren. Ärger über einen verlorenen Punkt oder Aufregen über einen Fehlwurf bringe ja nichts und behindere die Konzentration auf das eigene Spiel. Bei Sophie Frunzi ist diese „Coolness“ nicht erzwungen, sondern tatsächlich ein Teil ihres Charakters, die Dinge mit distanzierter Konzentriertheit zu betrachten. Somit behält sie den Überblick über das Geschehen. Genau das ist es auch, was sie in den kritischen Situationen beim Ringtennis auszeichnet: ruhig bleiben und sich auf den nächsten Wurf konzentrieren.

Die Hofheimerin ist nicht nur als Solistin erfolgreich. Beim Damen-Doppel hat sie schon viele überregionale Wettbewerbe gewonnen. Zudem bildet sie gemeinsam mit einem Sportkameraden ein ebenso erfolgreiches Mixed-Team. In allen drei Sparten steht die Schülerin seit einigen Jahren regelmäßig auf dem Treppchen für die drei Erstplatzierten.

(meh)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare